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Mehr ist mehr: Snack-Rezepte von Antipasti bis Mezze

Trommelt eure Freunde zusammen, wir snacken heute den ganzen Abend lang! Dabei habt ihr freie Auswahl: Antipasti, Tapas oder Mezze – oder alles zusammen. Wir servieren euch internationale Snack-Rezepte aus allen Foodwelten. Lasst das Schlemmen beginnen!

Nicole
Nicole, Redaktion

Die alte Dreifaltigkeit von Frühstück, Mittagessen und Abendessen ist der neuen Snackification gewichen: Wir essen längst nicht mehr drei zeitlich getrennte Mahlzeiten, sondern genießen über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen – eben so viele, bis wir satt und glücklich sind.

Gleichzeitig brechen diese Snacks mit dem überkommenen Dreischritt aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert, denn Snacks können süß oder herzhaft sein. Aus der Vielfalt an Möglichkeiten erheben sich die früheren Appetithäppchen zur kleinteiligen Hauptspeise, die nichts vermissen lässt. Damit wird der Traum vom nie endenden Brunch wahr!

Um beim Snacken aus dem Vollen schöpfen zu können, werfen wir einen Blick über den Tellerrand zu unseren Nachbarn. Doch nicht nur die Italiener und Spanier haben die abendfüllende „Vorspeisen“-Kultur bis zur Perfektion getrieben – auch im Orient und Balkan weiß man, wie geselliges Snacken geht.

Die besten internationalen Snack-Rezepte aus den unterschiedlichen Länderküchen möchten wir euch hier kurz vorstellen. Packt die Tellerchen und Schalen aus und räumt schon mal den Tisch frei, ihr werdet den Platz für all die leckeren Antipasti, Tapas und Mezze brauchen. Freunde einladen nicht vergessen!

Italienische Antipasti-Rezepte

Übersetzt heißt Antipasto (Singular) „vor dem Essen“ bzw. „Vorspeisen“. Als erster Gang leiten Antipasti (Plural) traditionell das Menü ein. Aber auch jenseits steifer Dinnerfolgen haben die kleinen italienischen Häppchen eine große kulturelle Bedeutung für das Land. Schließlich sind sie fester Bestandteil des Aperitivo Italiano – dem Sundowner auf italienische Art.

Nach Feierabend versammeln sich alle in den Straßen oder Trattorien und genießen das süße Leben bei prickelnden Drinks wie Aperol Spritz, Limoncello Spritz oder alkoholfreiem Granatapfel Spritz. Fürs perfekte Dolce-Vita-Flair dürfen die passenden Snacks natürlich nicht fehlen. Auf schmalen Tischen tummeln sich deshalb jede Menge warme und kalte Antipasti.

Aber was sind eigentlich Antipasti? Italienische Vorspeisen bestechen durch mediterrane Zutaten wie Zucchini, Auberginen, Tomaten und Artischocken – gutes natives Olivenöl und Balsamico sind ebenfalls ein Muss. Weitere geschmacksprägende Mittel: italienische Kräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin. Bei dem Duft wundert es nicht, dass man Antipasti in Italien als Appetizer vor dem eigentlichen Essen einsetzt.

Im Gegensatz zu anderen internationalen Snack-Rezepten werden Antipasti meist in Olivenöl oder Essig eingelegt. Das sorgt nicht nur für mehr Aroma, sondern macht die Häppchen länger haltbar. Luftdicht verschlossen bleibt eingelegtes Gemüse im Kühlschrank mehrere Monate frisch. Eine Anleitung zum Antipasti einlegen gibt‘s hier.

Who is who: 5 beliebte Antipasti im Überblick

Für ein besseres Verständnis haben wir beispielhaft die fünf berühmtesten Antipasti-Rezepte herausgesucht. Abwandeln und Zutaten austauschen ist ausdrücklich erlaubt.

Bruschetta

Bruschetta

Geröstetes Weißbrot bzw. Ciabatta, das mit Olivenöl beträufelt und mit Basilikum-Tomate, Gorgonzola-Feigen, Steinpilzen, Salsiccia (ital. Salami), Champignons oder Schafskäse belegt wird. Kleinere Bruschetta-Häppchen mit kross getoastetem Brot nennt man Crostini – sehr lecker beispielsweise mit Oliventapenade oder Muscheln. Eine weitere Bruschetta-Variante sind Friselle – dünne Zwiebackringe mit Loch in der Mitte.

Carpaccio vom Rind

Carpaccio

Traditionell setzt sich Carpaccio aus rohem Rindfleisch zusammen, das in hauchdünne Scheiben geschnitten wird. Getoppt wird das Ganze mit Olivenöl, Zitronensaft und frischem Pfeffer. Nimmt man die dünne Scheibenform als kleinsten gemeinsamen Nenner, lässt sich vegetarisches Tomaten-Carpaccio sowie Carpaccio mit Zucchini, Avocado, Melone oder Grapefruit zubereiten. Eine Anleitung für Carpaccio findet ihr hier.

Klassischer Insalata Caprese

Insalata Caprese

Caprese-Salat setzt sich traditionell aus abwechselnd angeordneten Tomaten- und Mozzarella-Scheiben zusammen, die zum Schluss gesalzen und mit frischem Basilikum gewürzt werden. Das „Dressing“ besteht aus einer Spur Olivenöl und süßlicher Crema di Balsamico. Die Kombi aus Tomate, Basilikum und Mozzarella wird auch gerne für andere Kreationen verwendet, etwa für Caprese-Sandwich.

Polpette al sugo

Polpette

Am bekanntesten sind Polpette al Sugo – kleine Hackfleischbällchen in einer würzigen Tomatensauce (ähnlich wie Hackbällchen Toskana). Die Polpette-Bällchenform wird bei italienischen Antipasti auch gerne auf frittierten Fisch angewendet, beispielsweise Kabeljaufilets oder Thunfisch. Ebenfalls beliebt: Gemüse-Polpette mit Aubergine oder Kartoffel.

Vitello Tonnato mit Limette

Vitello tonnato

Genau wie Carpaccio wird Vitello tonnato kalt gegessen und in dünnen Scheiben serviert. Statt Rind wird hier jedoch traditionell vitello (gekochtes Kalbsfilet) verwendet. Der Clou an dem italienischen Surf-and-Turf-Klassiker ist jedoch die tonnato-Sauce aus Thunfisch, Sardellen, Mayonnaise und Kapern. Wer es spritziger mag, kann auch mal Limette im Dressing versuchen.

Dips und Beilagen für Antipasti

In ausreichender Portionsgröße (ca. 250 g pro Person) genügen die oben genannten Antipasti-Rezepte als Snack-Platte. Abgerundet wird das Antipasti-Buffet von knusprigen Parmesanchips oder dünnen Brotstangen namens Grissini, die sich prima mit italienischem Schinken wie Bresaola, Pancetta oder Parma umwickeln lassen.

Mit von der Partie ist außerdem Focaccia – luftiges Fladenbrot, das oft mit Kartoffelscheiben, Kirschtomaten oder Oliven belegt und kross ausgebacken wird. Als Antipasti-Dip bietet sich Pesto an – von verde (grün) bis rosso (rot).

Spanische Tapas-Rezepte

Was in Italien der Aperitivo ist, ist in Spanien „El Tapeo“ oder „Tapear“. Dabei zieht man abends gemeinschaftlich durch Tapas-Bars oder Bodegas, trinkt Wein oder Bier und genießt das ein oder andere Häppchen. Geselligkeit wird großgeschrieben ­– spanische Tapas teilt man sich ganz sozial, selten isst hier jemand allein.

Tapa (Singular) heißt übersetzt „Deckel“. Damit ist nicht gemeint, dass Tapas wie ein Dessert zur Deckelung nach einer Mahlzeit eingesetzt werden. Vielmehr ergibt sich die Bedeutung aus der Geschichte: Weingläser wurden in Spanien früher mit einer Brotscheibe abgedeckt, um Fliegen abzuhalten. Irgendwann wurde der Brotdeckel mit Oliven oder Schinken beschwert. Aus diesen Leckereien soll sich der Tapas-Snack entwickelt haben.

Im Unterschied zu Antipasti werden Tapas weniger als Vorspeise, sondern eher als mehrteilige Hauptspeise gegessen. Gesnackt wird das spanische Fingerfood im Stehen, schließlich ist man meist auf dem Sprung in die nächste Bar. Hierzulande sind gemütliche Tapas-Abende am langen Tisch üblicher.

Getrunken wird dazu Sherry, Portwein oder kräftiger Rotwein – Weißwein ist aber auch okay. Wer es spritziger mag, bestellt zu Tapas Bier oder Tinto de Verano, eine Mischung aus Rotwein und Limonade. Sangria (rote oder weiße) wird in Spanien selten zu Tapas getrunken, passt aber trotzdem!

Die Zutaten von Tapas und Antipasti sind recht ähnlich. Mediterranes Gemüse und Fleisch-Snacks à la Albóndigas (dem spanischen Pendant zu italienischen Polpette-Hackbällchen) erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie Tapas mit Fisch oder Meeresfrüchten, die vornehmlich in spanischen Küstenregionen angeboten werden. Was der Parmesan bzw. Parmigiano Reggiano für italienische Häppchen ist, ist der Knoblauch bei Tapas! Hier gibt es kein zu viel, weshalb JEDE*R mitessen sollte.

Who is who: 5 beliebte Tapas im Überblick

Gar nicht so einfach, aus der Fülle an Tapas-Rezepten eine Entscheidung zu treffen. Wir haben es dennoch versucht und präsentieren euch hier Spaniens fünf größte Tapas-Klassiker.

Chorizo in Rotwein

Chorizo a la riojana

Die mit reichlich Paprika gewürzte Chorizo-Wurst wird in ihrer Heimat Spanien nicht nur roh gesnackt, sondern auch mit Vorliebe in einem würzigen Apfelwein, Rotwein (z. B. Rioja) oder Rotweinessig eingekocht. Chorizo in Rotwein schmeckt süßlich-pikant und ist die ideale Begleitung zu einem Glas Vino. Wer lieber Schinken mag, sollte beim Tapas essen Jamón Serrano (Serrano-Schinken) bestellen!

Datteln im Speckmantel

Dátiles con bacon

Die Kombination aus süß und würzig führt uns zu den berühmten Datteln im Speckmantel. Wichtig ist, dass die Datteln vor dem Umwickeln und Anbraten mit Bacon entsteint werden. Anstelle des Steins kann man die Datteln mit Schafs- oder Ziegenfrischkäse füllen oder eine Mandel einsetzen. Auch Ciruelas (Pflaumen) im Speckmantel werden als Tapas angeboten.

Black Tiger Garnelen in einem Topf mit Knoblauch, Thymian und Zitronenspalten auf weißem Holztisch.

Gambas al ajillo

Gebratene oder gegrillte Knoblauch-Garnelen und Scampi machen jeden Tapas-Abend besser! Ebenso empfehlenswert sind frittierte Garnelen oder andere Meeresfrüchte wie Pulpo (Krake). Tintenfischringe werden gefüllt, als Salat oder frittierte Tapas gereicht. Auf dem Plan stehen ebenfalls Miesmuscheln (Mejillones), Venusmuscheln (Almejas) und Schnecken.

Pimientos de Padrón mit Chili-Dip

Pimientos de Padrón

Natürlich sollen auch die Veggies beim Tapas essen auf ihre Kosten kommen. Mit Pimientos de Padrón (Paprikaschoten aus Padrón) macht ihr alle glücklich! Die kleinen grünen Paprika bringen eine Bitterkeit mit, die super mit dem Aroma von Olivenöl und grobem Meersalz harmoniert. Scharf sind Pimientos selten, obwohl sie mexikanischen Jalapeños zum Verwechseln ähnlich sehen.

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Tortilla española

Spanische Tortilla ist nicht zu verwechseln mit dem mexikanischen Tortilla-Fladenbrot. Die Rede ist von einem Omelette, das dick mit Kartoffelscheiben und Zwiebeln gefüllt wird. Klingt einfach, ist aber in der Herstellung recht aufwändig, da es gar nicht so easy ist, die Tortilla richtig stocken zu lassen – und unfallfrei zu wenden. Füllungen mit extra Schinken, Chorizo und Bohnen oder anderem Gemüse gibt’s auch.

Dips und Beilagen für Tapas

Wollt ihr Tapas selber machen, solltet ihr pro Person drei bis vier Schälchen einplanen. Als sättigende Beilagen empfehlen wir dazu Baguette oder Ciabatta-Brot, das ihr in Aioli (auch vegan ohne Ei) tunken könnt. Die Knoblauch-Mayonnaise ist ein absolutes MUSS beim Tapas essen! Zusätzlich bieten sich scharfe Salsas oder kanarische Mojos an.

Unterschieden wird zwischen rotem Mojo rojo aus scharfer roter Paprika und grünem Mojo verde mit Koriander und Petersilie. Mojos gehen Hand in Hand mit Papas arrugadas – stark gesalzenen Rauch- oder Runzelkartoffeln von den Kanaren. Spanischer wird es mit gefüllten Kroketten sowie Patatas bravas, kross gebratenen Kartoffelstücken, die wunderbar zu Tapas passen.

Tipp: Für ultimatives Tapas-Bar-Feeling solltet ihr für eure Gäste kleine Schalen mit gewürfeltem Manchego (spanischem Schafskäse), gerösteten Mandeln (Almendras), Erdnüssen (Cacahuetes) und rohen oder frittierten Oliven (Aceitunas) bereitstellen!

Orientalische Mezze-Rezepte

Hierzulande kennen wir sie erst seit dem Levante-Food-Trend der letzten Jahre (Stichwort: israelisches Shakshuka), in ihrer Heimat im Nahen Osten und Vorderen Orient haben sie dagegen eine lange Tradition: Mezze. So heißen die orientalischen Vorspeisen zumindest im arabischen Raum. In der Türkei schreiben sie sich Meze, in Syrien Mazza und in Griechenland sagt man im Plural Mezedes.

Die Plural-Form ist natürlich am wichtigsten, denn genau wie Antipasti und Tapas kommen Mezze selten allein. Als Zeichen der Gastfreundschaft überhäuft man Besucher mit unzähligen Schalen von kleinen, meist kalten Gerichten ­– und das traditionell bereits zum Frühstück mit Familie und Freunden. Alkoholische Getränke sind beim Mezze essen entsprechend rar. Stattdessen wird schwarzer oder grüner Tee getrunken, manchmal auch Ayran (türkisches Joghurtwasser). Aber gegen einen guten Rotwein ist beim Mezze-Abend nichts einzuwenden.

Im Unterschied zu Tapas und Antipasti sind würzige Cremes, Pasten und Dips ein wesentlicher Bestandteil von Mezze. Ein Stück Fladenbrot dazu und es kann losgesnackt werden. Neben mediterranem Gemüse wie Aubergine, Zucchini und Roter Bete bilden Kichererbsen, Walnuss, Sesam, Granatapfel, Joghurt und Knoblauch die Hauptzutaten bei Mezze. Charakteristische Gewürze sind Kreuzkümmel, Koriander, Muskat und Sumach (Früchte der sauren Essigpflanze).

Gute Nachrichten für Veggies: Die meisten Mezze sind vegetarisch. Ausnahmen wie Lammköfte oder Harissa-Garnelen bestätigen die Regel. Durch das gesunde Gemüse sind orientalische Snacks nicht nur kunterbunt, sondern auch leicht (abgesehen vom vielen Olivenöl, das Mezze mit Antipasti und Tapas verbindet). Die Summe an Mezze ergibt eine solide Hauptspeise. Übersetzt bedeutet Mezze so viel wie „Imbiss“ oder „Geschmack“ – und davon bringen die orientalischen Appetithäppchen reichlich mit!

Who is who: 5 beliebte Mezze im Überblick

Ob für ein herzhaftes Frühstück, zum Brunch oder als Snack zum Feierabend mit Wein – Mezze gehen einfach immer! Kommt mit in den Nahen Osten, wir haben schon mal die Vorspeisen-Platte gefüllt.

Falafel Mit Kichererbsenmehl

Falafel

Knusprig frittierte Bällchen aus Kichererbsen (in Ägypten aus Fava, gelben Erbsen) werden nicht nur als vegetarischer Dürüm oder in Falafel-Wraps serviert, sondern auch als kleine Vorspeisen-Häppchen. Wenn ihr eine große Auswahl an Mezze anbieten wollt, empfehlen wir, die Falafel kleiner zu formen, damit ihr nicht direkt satt seid. Probiert zur Abwechslung auch mal Blumenkohl-Falafeln oder Walnuss-Falafeln!

Ägyptisches Ful

Ful Mudammas

Der heißeste Scheiß aus der Levante-Küche? Bohnenbrei aus gekochten Saubohnen! Gewürzt mit Knoblauch, Kreuzkümmel und Zwiebeln wird daraus ein leckerer Snack, der wie Baked Beans aus England schon zum Frühstück kredenzt wird. Im Sudan und in Ägypten gilt Ful Medammas (kurz: Ful) sogar als Nationalgericht. Serviert wird Ful meist zusammen mit kleinen Tomatenstücken, Olivenöl und frischer Petersilie.

Orientalische Kibbeh mit Dip

Kibbeh

Die kleinen frittierten Bulgurklößchen sind ein Muss auf jeder Mezze-Speisekarte! Gefüllt werden die Bällchen oder Nocken bevorzugt mit Lamm- oder Hackfleisch, aber auch Kibbeh mit Kartoffeln sind beliebt. Für einen orientalischen Touch sorgen neben dem Bulgurteig auch untergehobene Pistazien, Walnüsse oder Pinienkerne – von aromatischen Gewürzen wie Sesam, Koriander und Kreuzkümmel mal abgesehen.

Gefuellte Weinblaetter

Gefüllte Weinblätter

Würzige Weinblätter-Päckchen mit einer Füllung aus Reis, Hackfleisch oder Schafskäse sind ein geniales Fingerfood aus Griechenland, der Türkei und dem gesamten Orient. Die Weinblätter werden eine halbe Stunde in Wasser gekocht, bis sie weich und biegsam sind. Wer gerne mit Grünzeug wickelt, sollte auch unsere heimischen Wirsingrollen oder gefüllte Kohlrabiblätter ausprobieren.

Selbstgemachtes Tabouleh mit Himbeeren

Taboulé

Wenn wir von orientalischen Vorspeisen sprechen, sind frische Salate nicht weit! Der Klassiker ist Taboulé, ein duftender Petersiliensalat mit Minze, Zitronensaft und Tomate. Für mehr Biss werden die frischen Kräuter mit Bulgur gemischt, sodass die Sättigungsbeilage direkt integriert ist. Aber auch Couscous und Fattoush, ein orientalischer Brotsalat mit Granatapfel-Sumach-Dressing, werden gerne aufgetischt.

Dips und Beilagen für Mezze

Während Aioli und Pesto bei spanischen bzw. italienischen Snacks Gast-Status haben, stehen die Cremes und Pasten bei Mezze im Mittelpunkt. Neben Hummus aus pürierten Kichererbsen und Tahin gehört Auberginen-Mus wie Baba Ghanoush und Mutabbal zu den Klassikern. Scharfe Paprika-Cremes (Muhammara und Ajvar) oder die grüne Variante namens Zhug mit Peperoni und Koriander sind ebenfalls ein Gaumenschmaus.

Zum Dippen der vielen bunten Aufstriche muss Brot her – Fladenbrot, um genau zu sein. Teigfladen mit Olivenöl und Zatar, einer orientalischen Gewürzmischung aus Sesam, Thymian, Salz und Sumach, stellen sogar eine eigenständige Vorspeise dar. Alternativ zum Zatarbrot könnt ihr zu euren Mezze gefüllte Blätterteigtaschen à la Börek oder Kurkuma-Bagels reichen oder Mücver (türkische Zucchinipuffer) bzw. Linsenbratlinge anbieten. Als Low-Carb-Snack empfehlen wir große Salatblätter als Löffel.