OH MY ITALY!
Warenkunde

Auf in das Land, wo die Zitronen blühen! – Alles über Zitrusfrüchte

Goethe sprach vom „Land, in dem die Zitronen blühen“, Fools Garden singt vom „Lemon Tree“ und der Sonnenkönig war besessen von seiner Orangerie in Versailles – an Zitrusfrüchten kommt in Europa seit Jahrhunderten keiner vorbei. Spannende Fakten, Infos und die besten Rezepte mit Zitrusfrüchten gibt’s in unserem großen Zitrusfrüchte-Guide!

Annalena
Annalena, Redaktion

Willkommen in der farbenfrohen Welt der Zitrusfrüchte: quietschgelbe Zitronen, pinke Grapefruits und grüne Limetten tummeln sich neben Orangen, Mini-Kumquats und anderen Sorten. Mehr als 1.500 Zitrusfrucht-Sorten haben eines gemeinsam: Sie schmecken alle mehr oder weniger säuerlich (oder zum-Gesicht-Verziehen-sauer!), manchmal auch süß und verströmen einen unwiderstehlichen Duft durch die vor allem in der Schale enthaltenen ätherischen Öle.

Die Geschmacksnuancen und der Säuregrad unterscheiden sich sehr voneinander, genauso wie das Aussehen: klein, groß, rund, länglich, grün, gelb, orange oder rot-pink – fast alles ist möglich.

In unserer Warenkunde erfahrt ihr, welche Zitrusfrüchte es gibt, wie sie verwendet werden und was die einzelnen Sorten ausmacht. Obendrauf gibt’s die besten Rezepte und Tipps zur Zubereitung von Orangenmarmelade, Lemon Curd und Co.!

Was sind Zitrusfrüchte?

Zitrusfrüchte stammen ursprünglich aus Südostasien, werden heute aber im gesamten subtropischen und gemäßigten Klima, z.B. im Mittelmeerraum, angebaut. Charakteristisch für Zitrusfrüchte sind:

  • die runde bis ovale Form

  • die feste Schale, in der sich die meisten ätherischen Öle befinden

  • die weiße „Haut“-Schicht

  • das Fruchtfleisch, das je nach Sorte wenig bis sehr sauer und saftig schmeckt und aus einzelnen Segmenten besteht

Neben Zitronen, Orangen und Limetten gibt es unzählige weitere Zitrusfrüchte, von denen wir euch die bekanntesten und einige Specials, die eher regionale Bekanntheit in bestimmten Ländern haben, vorstellen werden.

Funfact: Alle Zitrusarten, die es heute gibt, sind aus drei Ursprungsarten entstanden: der Pampelmuse, der Zeder und der Mandarine. Im Laufe der Jahrtausende führten natürliche Kreuzungen zu der Vielfalt an Zitrusfrüchten, die wir kennen und lieben.

Wie gesund sind Zitrusfrüchte?

Zitrusfrüchte sind ein richtiges Power-Obst, das nur so vor Vitaminen und gesunden Inhaltsstoffen strotzt. Gesund sind Zitrusfrüchte vor allem wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes, der das Immunsystem unterstützt und für gute Laune sorgen kann. Der hohe Wassergehalt in Kombination mit Vitamin A, Kalzium, Magnesium und Phosphor schützt unsere Haut, Knochen und Zähne. Zitronen, Orangen und Grapefruit enthalten besonders viele Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und sich positiv auf das Cholesterin auswirken.

A *lemon* a day keeps the doctor away? So ungefähr: Zitronen punkten nämlich mit ihrem geringen Zuckergehalt und gleichzeitig einem hohen Anteil an Vitamin B, C und Mineralsalzen. Auch wenn die Zitronenschale sehr viele gesunde Stoffe enthält, ist der Zitronensaft der wahre Hero: Er ist antibakteriell, antiseptisch, senkt den Blutzuckerspiegel und wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus.

Wo werden Zitrusfrüchte angebaut?

Ursprünglich stammen Zitrusfrüchte aus Südostasien. Nach und nach erreichten die exotischen Früchte Europa: Die Zeder gibt es hier bei uns am längsten, bereits seit der Römerzeit. Im 1. Jahrhundert kamen Zitrone und Bitterorange als teure Luxuszutaten auf den europäischen Kontinent, viel später erst Orangen und Mandarinen (16. und 19. Jahrhundert).

Heute werden Zitrusfrüchte auf allen Kontinenten in gemäßigten und subtropischen Zonen angebaut. Mit über 25 % baut China weltweit am meisten Zitrusfrüchte an, gefolgt von Brasilien, den USA und Indien. Europaweit ist Spanien das Haupt-Anbauland für Zitrusfrüchte, Italien liegt auf dem zweiten Platz.

Wie werden Zitrusfrüchte geerntet?

Im Unterschied zu anderen Früchten wie Bananen oder Mangos reifen Zitrusfrüchte nicht nach. Zitrusfrüchte werden deshalb erst geerntet, wenn sie reif sind – dann fühlen sie sich fest und schwer an, weil sie viel saftiges Fruchtfleisch enthalten, das die richtige Farbe haben sollte. An der Farbe der Schale kann man tatsächlich nicht erkennen, ob eine Zitrusfrucht schon reif ist. Je nach Sorte werden Zitrusfrüchte von Oktober bis April geerntet, Zitronen bilden dabei die Ausnahme, weil sie ganzjährig geerntet werden können.

Zitrusfrüchte werden an trockenen Tagen mithilfe einer Schere geerntet. Es sollte ein Stück vom Stängel mit abgeschnitten werden, so ist die Frucht länger haltbar. Dieser trocknet und fällt nach ein paar Tagen von selbst ab. Nach der Ernte können Zitrusfrüchte mehrere Wochen dunkel und kühl gelagert werden. Damit sich das Aroma optimal entfalten kann, sollten Zitrusfrüchte aber bei Raumtemperatur konsumiert werden.

Wie lagert man Zitrusfrüchte?

Zitrusfrüchte sollten in großen Behältern mit genügend Platz und Luft zwischen den einzelnen Früchten gelagert werden. Wenn sie kühl, dunkel und trocken gelagert werden, sind sie wochenlang haltbar – dafür eignet sich z.B. ein dunkler Keller oder Balkon sehr gut.

Zitrusfrüchte sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, weil die Feuchtigkeit dort zu hoch ist. Solltet ihr sie doch einmal im Kühlschrank lagern, unbedingt 24 Stunden vorher rausholen, bevor ihr sie verzehren möchtet – so entfaltet sich das Aroma optimal.

Zitrusfrüchte: die Klassiker

Zitrone, Orange, Mandarine und Co.: Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Unsere all-time-favourites unter den Zitrusfrüchten sind fast überall erhältlich und können vielseitig in der Küche eingesetzt werden.

Zitrone

Eine Liaison zwischen der Zeder und der Bitterorange hat vor Jahrtausenden die Zitrone hervorgebracht – was für ein glücklicher Zufall! Die Zitrone ist nämlich heute eine der beliebtesten Zitrusfrüchte, vor allem, was die Verwendung in süßen sowie herzhaften Rezepten angeht – von Zitronensirup über Zitronensorbet bis hin zu Tortellini mit Zitronen-Füllung oder Spaghetti mit Zitrone und Basilikum kann sie fast unendlich vielseitig eingesetzt werden. 

Zitronenbäume werden ca. 5 m hoch und tragen zweimal im Jahr Früchte. Nach ungefähr zwei Monaten sind die Früchte reif und können geerntet werden. Im Unterschied zu anderen Zitrusfrüchten werden Zitronen kaum im frischen Zustand verzehrt, sondern als Koch- und Backzutat verwendet und weiterverarbeitet:

  • Zitronensaft: Zum Aromatisieren von herzhaften Gerichten, Süßspeisen, Gebäck und Drinks – gibt Frische und eine angenehme Säure, ist dabei aber dezenter als z.B. Essig.

  • Zitronenschale bzw. Zitronenabrieb: Enthält die geballte Ladung ätherische Öle, für intensiv zitroniges Aroma frisch gerieben oder fein gehackt über herzhafte Gerichte oder in Teige, Cremes und Drinks geben. Unbedingt darauf achten, dass die Zitronen unbehandelt sind, wenn ihr die Schale verwendet! Zitronenzesten (feine Streifen aus der Schale) werden auch oft als Deko verwendet.

Anfangs wurde die Zitrone vor allem im arabischen Raum nicht wegen ihres Geschmacks, sondern als Zierpflanze angebaut – wie auch viele andere Zitrusfrüchte. Verständlich, oder? Schließlich versprüht kaum eine Pflanze solche Urlaubsvibes wie der grüne Zitronenbaum mit seinen wunderschönen Blüten und knallgelben Früchten. Nach Europa kam die Zitrone im 15. Jahrhundert, von Italien aus brachte Christoph Kolumbus sie dann auf den amerikanischen Kontinent.

Weltweit ist Italien heute zwar nur auf dem 11. Platz, was den Anbau von Zitronen angeht, eine italienische Zitronensorte ist aber weltberühmt: die Amalfi-Zitrone. Amalfi-Zitronen wachsen, wie der Name schon sagt, nur in der Küstenregion Amalfi in Süditalien (bei Neapel). Die durch ein Siegel geschützte „Limone Costa d’Amalfi I.G.P“ (indicazione geografica protetta = geschützte Ursprungsbezeichnung) zeichnet sich durch die besonders dicke, extrem aromatische Schale aus, unter der ein außergewöhnlich süßes, saftiges Fruchtfleisch liegt. Amalfi-Zitronen werden nach der Ernte nicht behandelt und das macht sie, in Kombination mit dem außergewöhnlichen Aroma, zur perfekten Wahl, um frisch in Desserts, Drinks oder z. B. für leckeren Limoncello verwendet zu werden.

Zitrone, Limone oder Limette – was ist der Unterschied?

Die drei Zitrusfrucht-Sorten sind eng verwandt, die Limone ist nämlich aus einer Kreuzung zwischen der Zitrone und der Bitterorange entstanden. Limonen enthalten mehr Fruchtfleisch und Saft als klassische Zitronen, die vor allem wegen ihrer Schale angebaut werden. Zudem sind sie kleiner und sehen ein bisschen wie gelbe Limetten aus. Von allen drei Sorten – Zitrone, Limone und Limette – enthält die Limone am meisten Vitamin C.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Zitrone, Limone und Limette:

  • Zitrone: dicke, gelbe Schale, wenig Saft, wenig Fruchtfleisch, viel Vitamin C, groß

  • Limone: dünne, gelbe Schale, viel Saft, viel Fruchtfleisch, noch mehr Vitamin C, klein

  • Limette: dünne, grüne Schale, noch mehr Saft, viel Fruchtfleisch, weniger Vitamin C als Zitrone und Limone, klein

Funfact: Viele der heute als „Zitrone“ verkauften Früchte sind eigentlich Limonen ­– das könnt ihr daran erkennen, dass sie viel Saft und Fruchtfleisch enthalten und nicht wie die ursprüngliche Zitrone vor allem aus Schale bestehen.

Zitronenrezepte

Ob Limoncello Spritz, Zitronen-Cake-Pops oder Zitronenlachs – wir haben die besten Zitronenrezepte für euch gesammelt. Also, am besten unter einen „Lemon Tree“ setzen und genießen!

Orange

Sie ist so berühmt, dass eine Farbe nach ihr benannt wurde: die Orange! Die „süße“ Orange, wie die Sorte, die wir alle kennen, im Gegensatz zur Bitterorange auch genannt wird, ist vor 4000 Jahren als Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine entstanden. Die Orange ist heute die am weitesten verbreitete Zitrusfrucht, von der es zahlreiche Varianten gibt – wie z.B. die Blutorange oder eben die kleinere Bitterorange.

Wie auch die Zitrone wird die Orange einerseits wegen ihrer Schale, andererseits auch wegen ihres Saftes vielseitig in Rezepten eingesetzt. Im Gegensatz zu Zitrone schmeckt Orange aber süß und das Fruchtfleisch eignet sich daher perfekt, um roh gegessen zu werden. Orangen werden hauptsächlich für den Rohverzehr angebaut, bis auf einige wenige Sorten, die sich als „Saftorangen“ eignen.

Aus den ätherischen Ölen der Orange wird oft Orangenessenz bzw. Orangenöl gewonnen, die zum Aromatisieren von Likören, Parfüm oder Reinigungsmitteln verwendet werden. Diese werden aus der festen, rauen Schale gewonnen, da sich dort die höchste Konzentration an ätherischen Ölen befindet. Das Fruchtfleisch wird hingegen meist pur als Obst verzehrt oder in Rezepten wie z.B. süß-säuerlichen Saucen verwendet. In Süditalien und im Orient wird Orange häufig kandiert oder als Abrieb oder Zesten in Süßspeisen verwendet.

Funfact: Die weltberühmte britische Orangenmarmelade stammt eigentlich aus einem Land, in dem weit und breit keine Orangen wachsen – das hat aber einen Grund: Im 18. Jahrhundert kaufte der schottische Erfinder der Orangenmarmelade nämlich zufällig Bitterorangen ein, die er einkochte und als Marmelade verkaufte. Deshalb gibt es auch heute noch dieses typische, regionale Produkt, das aber eigentlich aus einem importierten (und somit nicht regionalen) Rohstoff zubereitet wird.

Orangenrezepte

Auch wenn wir Orangen super gerne roh als Vitamin-Booster snacken, haben wir einige Rezepte parat, in denen ihr sie ganz toll verarbeiten könnt. Egal, ob süßes Dessert oder deftige Hauptspeise – Orange geht einfach immer!

Mandarine

Im Gegensatz zur Zitrone und Orange gibt es die Mandarine schon ganz, ganz lange – sie ist nämlich neben Zeder und Pampelmuse eine der drei Ursprungs-Zitrusfrüchte, aus denen durch unzählige Kreuzungen alle heute bekannten Zitrusfrucht-Sorten entstanden sind. Von diesen drei Ursprungssorten ist die Mandarine die einzige Frucht mit einem ausgeprägten süßen Geschmack, die Kreuzungen wie süße Orangen oder süß-saure Grapefruit erst möglich gemacht hat.

Der Mandarinenbaum ist mit knapp zwei Metern Höhe ein eher kleineres Exemplar in der Familie der Zitrusfrüchte. Die zarten Blätter des Mandarinenbaums duften unheimlich intensiv durch die enthaltenen ätherischen Öle. Im Unterschied zu anderen Zitrusfrüchten ist die Schale der Mandarine eher dünn und auch die weiße Haut zwischen Schale und Fruchtfleisch ist fein und krümelig, dadurch lässt sie sich einfach schälen. 

Mandarinen schmecken sehr süß und werden deshalb vor allem frisch als Obst konsumiert. Sie werden seltener in Rezepten verwendet als Zitronen oder Orangen und wenn, dann eher süß als kandierte Frucht oder in Form von Mandarinenmarmelade.

Mandarinenrezepte

Ihr möchtet süße Mandarinen auch mal in Desserts oder Drinks einbauen? Wir schlagen vor, ihr probiert einmal Vitamin-Bomben wie Mandarinen-Möhren-Bowl, süßen No Bake Cheesecake mit Mandarinen oder erfrischenden Mandarinen-Spritz!

Grapefruit

Die Grapefruit gehört zu den ältesten Hybriden unter den Zitrusfrüchten. Wie der umgangssprachliche Name „Pampelmuse“ schon sagt, ist die Grapefruit eine Kreuzung aus den Ursprungssorten Pampelmuse und der ebenfalls aus einer Kreuzung entstandenen Orange. Sie ist eine der größten Zitrusfrucht-Sorten mit einer dünnen Schale, einer gummiartigen, weißen Schicht und viel Fruchtfleisch und -saft. 

Funfact: Die Grapefruit ist die einzige Zitrusfrucht, die nicht aus Südostasien, sondern aus Mittelamerika, wahrscheinlich von den Bahamas, stammt.

Üblicherweise sind Schale und Fruchtfleisch der Grapefruit hell- bis orange-gelb, vielleicht habt ihr aber auch schon einmal die dunklere, rote Variante gesehen. Die „Ruby-Grapefruit“ unterscheidet sich von den klassischen Sorten durch ihre dunklere, orange-rötliche Schale und das rot-pinke Fruchtfleisch. Die zwei Sorten unterscheiden sich nicht nur farblich, sondern auch geschmacklich – die rote Grapefruit wird u.a. auch deshalb immer beliebter, weil sie süßer als die helle Ursprungsvariante schmeckt.

Grapefruits sind sehr gesund, weil sie unter anderem wie alle Zitrusfrüchte viel Vitamin C enthalten, das das Immunsystem unterstützt. Mineralstoffe und der hohe Wassergehalt in Kombination mit weiteren Vitaminen machen sie zu einem wahren Gesundheits-Booster.

Aufgepasst: Einige Stoffe in Grapefruits können Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten beeinflussen, am besten befragt ihr dazu euren zuständigen Arzt.

Grapefruitrezepte

Sauer macht lustig! Dass Grapefruit nicht nur sauer, sondern erfrischend, süß, fruchtig und richtig lecker schmecken kann, zeigen wir euch mit unseren besten Rezepten.

Limette

Limetten sind eine sehr geheimnisvolle Zitrusfrucht-Sorte – keiner weiß ganz genau, durch welche Kreuzungen sie entstanden sind. Das liegt daran, dass sie sich sehr schnell mit anderen Sorten vermischen und so immer wieder neue Kreuzungen entstehen. Ursprünglich entstammen Limetten wahrscheinlich mehreren Kreuzungen zwischen der Zeder, der Mandarine, der Pampelmuse und verschiedenen Urformen der Limette. 

Ähnlich wie Zitronen werden Limetten auch kaum als Frucht genossen, sondern nur als Zutat in Rezepten wegen ihres Saftes und ihrer Schale verwendet – oft auch anstelle von Zitronen in der asiatischen Küche oder zur Herstellung von Cocktails wie Caipirinha oder Mojito. Das liegt vor allem daran, dass das Fruchtfleisch extrem sauer ist. Die ätherischen Öle aus der Limettenschale werden in der Lebensmittelindustrie oder als Duftstoff in Parfüms und Reinigungsmitteln verwendet.

Eine besondere Limettensorte ist die Kaffir-Limette, die wahrscheinlich eine Kreuzung zwischen Zeder und Limette ist und aus Indonesien stammt. Die kleinen Früchte kann man nicht roh konsumieren, weil sie extrem bitter und sauer schmecken. Zusätzlich zur Schale werden Kaffir-Limetten vor allem wegen ihrer Blätter verwendet – die dünnen, zarten Blätter sind extrem aromatisch und werden in Südostasien verwendet, um Curries zu verfeinern oder roh in Salaten serviert. Kaffir-Limetten-Blätter sind mittlerweile auch in Europa gut erhältlich, vor allem in getrockneter oder TK-Variante.

Limettenrezepte

Limette gibt jedem Rezept sofort Frische, Leichtigkeit und es schmeckt ein bisschen nach Karibik-Urlaub. Ab ins Urlaubsglück mit unseren besten Limettenrezepten!

Zitrusfrüchte: die fancy Specials

Jede*r kennt Zitronen, Orangen oder Mandarinen und mittlerweile sind auch Limetten in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden. Es gibt aber einige besondere Zitrusfrüchte, die sich immer mehr an Beliebtheit erfreuen: Yuzu-Gelée in Desserts oder Chinotto-Marmelade zum Frühstück sind nur zwei der vielen Beispiele.

Pomelo

Die Pomelo ähnelt der Grapefruit, findet ihr nicht? Wie immer gibt es auch bei dieser Sorte einen Grund dafür, der in den Erbanlagen liegt: Pomelos sind nämlich aus der Kreuzung zwischen der Ursprungssorte Pampelmuse und der Grapefruit entstanden. Äußerlich sind sich Pomelos und Grapefruits bis auf die dickere Schale der Pomelo sehr ähnlich, der Zitrusduft der Pomelo ist jedoch viel intensiver, der Geschmack süßer. 

Egal, ob weiß, gelb, rosa oder rot: Pomelos enthalten sehr viele Vitamine, Antioxidantien und Mineralien. In China gelten sie deshalb seit Jahrhunderten als Wundermittel der Natur gegen Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und sogar (Haut-)Alterung.

Durch den lecker-fruchtigen Geschmack und die angenehme Süße könnt ihr Pomelos roh snacken, den Saft auspressen oder sie in verschiedenen Gerichten wie z. B. Power-Smoothies oder Salaten verwenden.

Chinotto

Wahrscheinlich kennt ihr eher das berühmte Getränk als die Frucht selbst – der Hauptabnehmer der italienischen Mini-Bitterorange Chinotto ist nämlich die Getränkeindustrie. Die kleinen orangen Früchte ähneln Bitterorangen und werden nur in wenigen italienischen Regionen (Ligurien, Sizilien, Toskana und Kalabrien) und an der Côte d’Azur angebaut. Sie werden kaum in roher Form genossen, sondern meist zu Chinotto-Marmelade verarbeitet (einer Art Bitterorangen-Marmelade), zu Sirup eingekocht oder kandiert.

Kumquat

Die Kumquat oder „chinesische Mandarine“ ist mit 2–5 cm eine der kleinsten Zitrusfrüchte, die es gibt. Trotzdem ist sie robuster als viele andere – Temperaturen von -10 °C bis + 40 °C sind für sie ein Klacks, deshalb überlebt sie auch auf heimischen Balkonen besser als die meisten Zitrusfrüchte.

Eine weitere Besonderheit ist, dass man die Schale von Kumquats mitessen kann – sie schmeckt leicht bitter-süß. Kumquats werden hauptsächlich für die Herstellung von Marmelade verwendet und kandiert oder in fancy Restaurants zu Eis, Schokoküchlein und Co. auf den Dessertteller gepackt.

Bergamotte

In Kalabrien, im fernen Süden Italiens, gibt es eine Provinz, die vor allem für ihren Anbau von Bergamotte bekannt ist. Im Gegensatz zur Kumquat ist die Bergamotte sehr empfindlich und mag warme, trockene Gebiete, in denen die Temperatur relativ konstant bleibt und es niemals zu kalt ist. Die Bergamotte gibt es kaum im Einzelhandel, sie wird immer weiterverarbeitet und als Saft oder ätherisches Öl verkauft, weil die Frucht sehr bitter schmeckt, auch wenn man sie theoretisch roh essen oder den Saft frisch pressen könnte.

Beliebt ist die Bergamotte vor allem wegen ihres ätherischen Öls, das aus der Schale gewonnen wird und extrem frisch und nach Zitrusfrüchten riecht – es verleiht beispielsweise Earl Grey Schwarztee die Zitrusnote oder dem Parfüm Kölnisch Wasser seinen Duft.

Yuzu

Was sich wie eine Yoga-Pose anhört, ist in Wahrheit eine trendy Zitrusfrucht. Die gelbe Yuzu stammt aus Asien und wird auch heute noch vor allem in Korea und Japan angebaut – dort wird sie schon lange in herzhaften und süßen Speisen verwendet, in Europa ist dieser Trend gerade erst angekommen. Yuzu-Früchte schmecken sauer, saftig und leicht bitter, haben aber ein sehr ausgeprägtes Zitrusaroma, das spezieller und komplexer als das von Zitronen, Limetten oder Orangen ist.

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