Sammlung

Reichlich gefüllt: Teigtaschen aus aller Welt

Schwäbische Maultaschen, italienische Ravioli, japanische Gyozas oder polnische Pierogi: Wir packen unsere Taschen voll – mit den leckersten Teigtaschen-Rezepten, die es auf der Welt zu finden gibt.

Céline
Céline, Redaktion

Egal, wo auf der Welt man hinkommt, sie sind schon da: die Teigtaschen – und die gefüllten Teilchen sind genauso vielfältig wie ihre Herkunftsländer. Egal ob kunstvoll gefaltet oder geklappt, süß oder herzhaft, klein wie Tortellini oder groß wie Empanadas, gekocht, gedünstet, gebraten oder auch mal frittiert, eins haben sie alle gemeinsam: Jede Tasche wird einzeln per Hand zubereitet und mit den leckersten Zutaten gefüllt (Nunja, sind wir Mal ehrlich: Es ist sehr oft Hackfleisch).

Das Vorhaben „Teigtaschen selbermachen“ verlangt ein wenig Zeit, Geduld und Geschick bei der jeweiligen Falttechnik. Mit etwas Übung und Liebe zum Detail kann jedoch jeder zum wahren Fließbandproduzenten von leckersten Ravioli, Gyoza und Pierogi werden. Stöbert euch durch unsere kleine Weltreise mit vollem Teigtaschen-Gepäck.

Teigtaschen: Maultaschen

Deutschland: Maultaschen

Die deutsche Version der Teigtasche klingt leicht beleidigt, ist sie aber gar nicht: die schwäbische Maultasche. Hergestellt wird sie aus Nudelteig, der klassischerweise mit einer Masse aus Hackfleisch, Semmelbröseln und Ei gefüllt und anschließend in Brühe gegart wird. Wenn es vegetarisch sein darf, füllen die Schwaben ihre Taschen gerne auch mal mit Käse und Spinat. Wir hätten auch noch eine weitere Version der Teigtaschen im Angebot: Ein saftiger Maultaschenburger.

Teigtaschen: Ravioli

Italien: Ravioli

In Italien gibt es eine unendliche Auswahl an Pasta-Variationen und natürlich gehören auch gefüllte Exemplare dazu. Zu unterscheiden sind sie an ihrer Form und Füllung: Ravioli sind eher flache Taschen, die unterschiedlich gefüllt sein können, beispielsweise mit Ricotta oder Steinpilzen

Teigtaschen: Tortelloni

Italien: Tortelloni

Italienische Tortellini sind kunstvoll zu einem kleinen Kringel gefaltet und traditionell mit Fleisch gefüllt. Gegart werden beide Varianten in Brühe oder Wasser. Schaut unbedingt auch in unseren Artikel zu Thema Tortellini selber machen, dort findet ihr eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung.

Teigtaschen: Empanada

Argentinien: Empanadas

Wir überqueren den großen Ozean und finden uns in Argentinien wieder. Die hier beheimateten Empanadas sind mit fast 10 cm Länge die größten Teigtaschen unserer Sammlung. Sie bestehen aus einer Teighülle, die oft mit einer tomatigen Hackfleischmasse gefüllt wird, aber auch vegetarische Varianten sind beliebt. Im Ofen gebacken werden sie in Argentinien als leckeres Streetfood geschätzt.

Teigtaschen: Pierogi

Polen: Pierogi

Pierogi Ruskie, so nennen sie in Polen ihre einheimischen Teigtaschen. Dahinter verbergen sich kleine Halbmonde, gefüllt mit Kartoffeln und Quark. Piroggen, wie sie in Deutschland genannt werden, werden in ihrer Heimat gerne als Fast Food gegessen und mit gebratenen Zwiebeln und Speck serviert. Euch werden die ganzen Teigtaschen langsam zu deftig? Wir haben aber auch noch eine süße Version – Pierogi mit Heidelbeer-Füllung.

Teigtaschen: Pelmeni

Russland: Pelmeni

Pelmeni erinnern optisch sehr an Tortellini, sind aber deren russisches Teigtaschen-Pendant. Die mit Hackfleisch gefüllten und in Brühe gekochten Täschchen sind etwas größer und voller gepackt als die italienischen Kringel. Serviert werden Pelmeni als Hauptspeise oder auch mal als Einlage in Suppen.

Teigtaschen: Samosa

Indien: Samosas

In Indien werden die typischen Teigtaschen schlau genutzt: In ihnen werden Reste von anderen Speisen versteckt, um diese zu verwerten. Die sogenannten Samosas werden oft mit einer Vielfalt aus Gemüse, Fleisch oder Ei gefüllt. Unsere Samosas hingegen füllen wir mit einer würzigen Kartoffelfüllung und frittieren sie anschließend gold-knusprig.

Teigtaschen: Baozi

China: Baozi

In China gibt es gleich mehrere Teigtaschen-Varianten zu bewundern. Baozi sind chinesische Hefeklöße, die mit Fleisch, vegetarisch oder auch süß gefüllt und in einem Bambuskorb gedämpft werden. Gegessen werden sie in China als Beilage, zum Frühstück oder auch als Snack zwischendurch.

Teigtaschen: Wan Tan

China: Wan Tan

Wan Tans sind deutlich kleiner und bestehen aus Weizennudelteig. Gefüllt sind die kleinen Meisterwerke ebenfalls häufig mit kleingehacktem Fleisch, Fisch oder Gemüse und sind der Hauptbestandteil in einer leckeren Wan-Tan-Suppe. Wan Tans werden gedämpft, gebraten oder frittiert serviert. Funfact: Dim Sum ist der Sammelbegriff für viele kleine Gerichte, zu denen auch oft auch Wan Tan, Baozi und Jiaozi zählen.

Teigtaschen: Gyoza

Japan: Gyozas

Jedes Land hat seinen eigenen Begriff für ihre zarten Teigtaschen gefunden: Gyozas, die kunstvoll gefalteten Halbmonde aus Japan, sind vergleichbar mit Jiaozi aus China und den Mandu aus Korea. Gefüllt sind Gyozas normalerweise – wie sollte es anders sein – mit Hackfleisch, aber auch unzählige weitere Füllungen wie Shiitake-Pilze oder Möhren und Kohl sind gerne gegessen. Wie Wan Tans werden Gyozas häufig gedämpft oder gebraten.

Teigtaschen: Mandu

Korea: Mandu

Die letzten Teigtaschen der Reise begegnen uns in Korea. Neben KimchiBulgogiTteokbokki und Bibimbap sind die kleinen Mandu in der Trendküche der letzten Jahre sehr beliebt. Ebenso wie Gyozas werden Mandus aus einem dünnen Nudelteig hergestellt, der mit den unterschiedlichsten Zutaten gefüllt und kunstvoll gefaltet wird. Unsere Mandus haben wir beispielsweise mit Kimchi gefüllt.