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Küchenkräuter – die wichtigsten Kräuter im Überblick

Herzlich Willkommen im Kräutergarten von FOODBOOM! – und zum großen „Who is Who“ der Kräuterkunde. Wir verpassen eurem Essen den letzten Schliff mit frischen, aromatischen Kräutern. Küchenkräuter sind wahre Allrounder: Sie machen aus der fadesten Suppe einen Hochgenuss für die Geschmacksknospen, pimpen die unspektakuläre Gemüsepfanne auch optisch auf und sind auch noch gesund. Liebe Küchenkräuter, the stage is yours!

Sophie
Sophie, Redaktion

Küchenkräuter – was ist das?

Wie das Wort an sich bereits verrät, sind Küchenkräuter (oder auch einfach nur „Kräuter“) Pflanzen, deren Blätter oder Blüten in frischem oder getrocknetem Zustand zum Kochen in der Küche verwendet werden. Sie unterscheiden sich damit von Gewürzen, die ähnlich wie die Küchenkräuter zu Gerichten hinzugegeben werden, um diese zu aromatisieren und geschmacklich zu verstärken. Gewürze setzen sich jedoch hingegen aus Wurzeln, Früchten und Samen von Pflanzen zusammen. Vielen Kräutern werden außerdem, neben ihren offensichtlich leckeren Eigenschaften, heilende Wirkungen aufgrund ihrer ätherischen Öle zugesagt. Damit die Kräuter ihre Inhaltsstoffe & Aromen beibehalten, sollten die meisten nicht gekocht, sondern roh (also frisch oder getrocknet) verzehrt werden. Beim Kochen werden die Aromen und Nährstoffe oftmals abgeschwächt oder gehen verloren. Als Ausnahme gelten Bohnenkraut, Thymian, Rosmarin und Oregano.

Die wichtigsten Küchenkräuter im Überblick

Die Liste aller weltweit existierenden Küchenkräuter ist quasi endlos. Insbesondere auf anderen Kontinenten gibt es Kräuter, von denen unsereiner hier noch nie etwas gehört oder jemals in den Kochtopf geschmissen hat. Deswegen beziehen wir uns in diesem Artikel auf die wichtigsten und beliebtesten Küchenkräuter in Deutschland. Neben den nachfolgenden Kräutern sind außerdem Kresse und Bärlauch in deutschen Küchen sehr beliebt.

  • Petersilie

  • Basilikum

  • Thymian

  • Oregano

  • Minze

  • Rosmarin

  • Koriander

  • Dill

  • Schnittlauch

  • Bohnenkraut

  • Majoran

  • Estragon

  • Melisse

Küchenkräuter bestimmen

Bei all den verschiedenen Kräutern ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Bestimmt standet ihr auch schon einmal im Garten oder auf dem Balkon und habt euch gefragt: Was zur Hölle ist das eigentlich? Keine Panik, wir räumen auf im Kräuter-Paradies. Die offensichtlichste Art und Weise Kräuter zu bestimmen, ist ihre Optik. Dafür könnt ihr einfach Bilder aus dem Internet oder von Verpackungen mit dem zu identifizierenden Gewächs vergleichen. Das ist geschehen, ihr seid euch aber nach wie vor unsicher? Dann steht als nächstes der Geruchstest an: Also Nase an die Blätter und einmal schnuppern bitte. Durch die ätherischen Öle haben die meisten Kräuter einen sehr intensiven, individuellen Geruch. Dieser verstärkt sich übrigens, wenn ihr ein Blatt zwischen den Fingern reibt. Vorsicht: Wenn ihr nicht sicher seid, ob es bei der zu begutachtenden Pflanze um genießbare Kräuter handelt, solltet ihr nicht einfach daran reiben bzw. im Anschluss die Hände gut waschen. Gleiche Vorsicht gilt auch bei letzter Maßnahme zur Bestimmung von Küchenkräutern: Schmecken. Spätestens nach einem kleinen Bissen sollte nun klar sein, welches Küchenkraut denn dort gedeiht.

Kräuter lassen sich anhand folgender Indizien bestimmen:

  • Optik

  • Geruch

  • Geschmack

  • Blütenfarbe

  • Standort

  • Blütezeit

  • Bodenfeuchtigkeit

Küchenkräuter – was passt wozu?

Nun aber Vorhang auf für die Stars dieses Artikels. Hier erfahrt ihr alles über die wichtigsten Küchenkräuter und was man alles Leckeres aus ihnen zaubern kann.

Petersilie

Die Nummer 1 der beliebtesten Küchenkräuter in Deutschland ist unangefochten die Petersilie. Aber auch in anderen europäischen Ländern bis in den gesamten Mittelmeerraum und in der nahöstlichen Küche ist Petersilie aus dem Speiseplan nicht wegzudenken. Das Kraut gibt es in 2 verschiedenen optischen Varianten: glatt und kraus. Die krause Petersilie hat einen milderen Geschmack als die glatte Petersilie. Beide Arten sollten – wie die meisten Kräuter – frisch nur roh verwendet werden, um die Aromen, aber auch den hohen Vitamin-C-Gehalt der Petersilie zu bewahren. Getrocknete Petersilie kann hingegen auch bedenkenlos mitgekocht werden.

Mehrere Stiele Petersilie liegen auf weißem Untergrund

Petersilie

... passt besonders gut zu herzhaften Gerichten wie:

  • Gemüse

  • Kartoffeln

  • Suppen und Eintöpfe

  • Quark und Dips

  • Saucen

    Tipp: Als Knoblauch-Fan solltet ihr eure Gerichte immer zusätzlich mit Petersilie würzen, weil sie den anschließenden Knoblauchgeruch mildert.

Basilikum

Kaum ein Kraut verbinden wir wahrscheinlich so sehr mit leckeren italienischen Rezepten wie Basilikum. Aber, Moment mal – denn Basilikum stammt tatsächlich eigentlich aus Asien. Die italienische Integration des Krautes würden wir dennoch definitiv als gelungen bewerten wollen. Insbesondere in Kombination mit Tomaten entfaltet Basilikum sein einmaliges Aroma. Frisches Basilikum ist besonders empfindlich und sollte ebenfalls unbedingt roh verzehrt werden. Beim Erhitzen ginge das Aroma nahezu vollkommen verloren. Da Basilikum auch einer der wichtigsten Bestandteile von Pesto ist, sollte demnach auch Pesto nicht erhitzt werden.

Mehrere Stiele Basilikum liegen auf weißem Untergrund

Basilikum

...passt zu vielen herzhaften italienischen Klassikern wie:

Aber auch in süßen Gerichten oder Drinks macht sich Basilikum richtig gut: Wie wär’s z.B. mit einem Joghurteis mit Zitrone und Basilikum oder einer Basilikum-Ingwer-Limo?

Thymian

We proudly present den Preisträger des Titels „Heilpflanze des Jahres 2006“! Diese Auszeichnung ist mittlerweile zwar schon einige Jahre her, die heilende Wirkung von Thymian bei Atemwegs- oder Magenerkrankungen ist allerdings schon seit hunderten von Jahren der Geheimtipp unter allen Kräuterhexen. Die Pflanze mit den silbrig-grünen kleinen Blättern ist nicht nur medizinisch beliebt, sondern vor allem geschmacklich in der Küche. Viele mediterrane Rezepte schwören auf die markante Thymiannote in ihren Gerichten. Thymian kann im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern auch erhitzt werden, ohne Aromen zu verlieren. Im Gegenteil: Wer seine Gerichte z.B. mit Thymian mariniert im Backofen zubereitet, kann im Anschluss förmlich schmecken, wie die Thymianaromen sich auf das gesamte Gericht ausgebreitet haben.

Mehrere Stiele Thymian liegen auf weiße Untergrund

Thymian

… passt zu:

  • Drinks

  • Deftigen Fleischgerichten

  • Ziegenkäse und Honig

 Tipp: Thymian wegen seines intensiven Aromas sparsam verwenden.

Oregano

Immer wenn es in meiner Kindheit selbstgemachte Pizza gab, hat meine Mutter mich oder meine Schwester einmal in den Kräutergarten geschickt, um frischen Oregano zu holen. Zurecht, Mutti! Denn Oregano ist quasi DAS Pizza-Kraut schlechthin! Oftmals getrocknet (schmeckt intensiver) – aber auch frisch – ist Oregano fester Bestandteil der italienischen und griechischen Küche. In deutschen Gerichten kommt das Kraut hingegen so gut wie gar nicht vor. Übrigens heißt es „Oreeegano“ und ja nicht „Oregaaano“. Oregano gehört zu den Kräutern, die auch bedenkenlos mitgekocht und erhitzt werden können, ohne dass die Aromen verloren gehen.

Mehrere Stiele Oregano liegen auf weißem Untergrund

Oregano

… schmeckt besonders gut zu:

  • Pizza

  • Omelette

  • Saucen, besonders Tomatensaucen

  • Lammfleisch

  • Gemüseaufläufen

Minze

Kaum ein Küchenkraut ist in Deutschland in so vielen unterschiedlichen Varianten erhältlich: Pfefferminze, Schoko-Minze, Nanaminze, marokkanische Minze... Neben dem Äußeren und dem Geschmack unterscheiden sich die verschiedenen Sorten vor allem in ihrem Menthol-Gehalt. Minze wird auch mit heilenden Eigenschaften gegen Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Zudem soll sie antiseptisch und schleimlösend wirken. So ist bspw. in Erkältungstees oftmals Minze enthalten. In Europa wird Minze hauptsächlich für Süßes, Tees oder Cocktails verwendet, im Nahen Osten auch gern in herzhaften Gerichten. Viele verwechseln Minze aufgrund der Optik und Verwendungsmöglichkeiten schnell mit dem Kraut „Melisse“, zu der ihr weiter unten Infos findet.

Mehrere Stiele Minze liegen auf weißem Untergrund

Minze

... schmeckt super in Kombi mit:

  • Obstsalat

  • Schokolade

  • Bulgur und Couscous

Rosmarin

Ein Klassiker sowohl in der italienischen als auch der französischen Küche ist das Küchenkraut Rosmarin. Das leicht bittere, intensive, waldige Aroma der Pflanze kommt sowohl im frischen, im getrockneten, als auch im erhitzten Zustand zum Vorschein. Oftmals genügt bereits nur ein wenig Rosmarin, um dem Gericht den entsprechenden Touch zu verleihen. Rosmarin sollte daher sparsam verwendet werden. Das immergrüne Kraut wächst als buschiger Strauch und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Das führt dazu, dass er optisch leicht mit Heidekrautgewächsen verwechselt werden kann, geruchstechnisch bleibt er jedoch unverkennbar.

Mehrere Stiele Rosmarin liegen auf hellem Untergrund

Rosmarin

… passt hervorragend zu:

  • Grillgut

  • Geflügel und Lammfleisch

  • Zucchini

  • Kartoffeln

  • Fisch


Außerdem macht sich Rosmarin auch in Sirup, Limonade und anderen Getränken sehr gut.

Koriander

Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn: Keines der anderen Küchenkräuter dürfte so stark polarisieren wie Koriander. Böse Zungen behaupten, er würde nach Seife schmecken, dabei ist der Geschmack für viele europäische Vorlieben einfach nur ungewohnt. In Südostasien sowie Lateinamerika hingegen sind neben dem Korianderkraut auch Koriandersamen fester Bestandteil der alltäglichen Küche. Durch den Hype rund um vietnamesisches Streetfood findet Koriander jedoch auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Mehrere Stiele Koriander liegen auf weißem Untergrund

Koriander

…eignet sich super für:

  • Saucen

  • Füllungen in Teigtaschen

  • Suppen

  • Currys

  • Sommerrollen

Dill

Zu Dill passt Fisch – und fertig! Kein Wunder, dass das Küchenkraut bei uns norddeutschen Fischköppen so beliebt ist. Aber auch in anderen nordischen Ländern wie Dänemark, Norwegen und Schweden wird gern und viel mit dem erfrischenden Kraut gekocht. Die in Deutschland auch als Gurkenkraut bezeichnete Pflanze stammt, wie viele Kräuter, ursprünglich zwar aus Asien, ist heute aber in so gut wie jedem deutschen Kräutergarten zu finden. Besonders auffällig sind die feinen, kleinen, gelben Blüten der Dillpflanze. 

Mehrere Stiele Dill liegen auf weißem Untergrund

Dill

… passt besonders gut zu:

  • Fisch und Meeresfrüchten

  • Aufstrich

  • Gewürzmischung

  • Suppen

 

Außerdem ist Dill eine beliebte Zutat in klassischem Gurkensalat.

Schnittlauch

Wahnsinnig schnittig macht sich dieser Schnittlauch im Kräutergarten und schmeckt zum Glück deutlich besser als dieser schlechte Wortwitz. Schnittlauch gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern in Deutschland und peppt so manch eine Speise auf und gibt einen leicht zwiebeligen Touch. So bekommt etwa der eintönige Frischkäse, Eiersalat oder Quark direkt mehr Geschmack durch die dünnen grünen Stangen, die es übrigens in feiner oder grober Form gibt. Außerdem soll Schnittlauch eine beruhigende Wirkung auf den Magen haben, was ihn sehr verträglich macht – insbesondere im Vergleich zu Zwiebeln. Um das Aroma von Schnittlauch nicht zu zerstören, sollte das Kraut nicht erhitzt, sondern roh verzehrt werden.

Mehrere Stiele Schnittlauch liegen auf weißem Untergrund

Schnittlauch

… probieren mit:

  • Salaten

  • Suppen

  • Dips

Bohnenkraut

Ob getrocknet oder frisch – wozu Bohnenkraut am besten passt, dürfte offensichtlich sein… Trommelwirbel: Bohnen! Das würzig-aromatische, pfeffrig-scharfe Kraut hat’s ordentlich in sich und sollte deshalb nur sparsam verwendet werden, harmoniert jedoch auch knapp dosiert hervorragend in der Kombination mit anderen Kräutern wie Oregano oder Rosmarin. Bohnenkraut ist nicht sonderlich empfindlich und kann bedenkenlos erhitzt werden, ohne dass Aromen verloren gehen.

Mehrere Stiele Bohnenkraut liegen auf weißem Untergrund

Bohnenkraut

…macht sich sowohl in der Mischung mit anderen Kräutern als auch solo richtig gut zu:

  • Bohnen (ja, das erwähnten wir bereits)

  • Hülsenfrüchten

  • Pilzen

  • Aufläufen

  • Marinaden

Majoran

Kräftiges Kraut für deftige Speisen und Eintöpfe gesucht? Majoran, it is! Am häufigsten wird Majoran als “Wurstkraut” in Aufschnitt und Würstchen verwendet. Das Kraut hat aber noch viel mehr zu bieten! So soll Aphrodite, die griechische Götting der Liebe und Schönheit, Majoran als Symbol der Glückseligkeit bezeichnet haben. Noch heute gibt es daher in Griechenland teilweise die Tradition, frisch verheirateten Paaren Girlanden aus Majoran um den Hals zu hängen.

Mehrere Stiele Majoran liegen auf weißem Untergrund

Majoran

… macht sich nicht nur hervorragend als Körperschmuck, sondern auch in:

  • Wurstwaren

  • Saucen

  • Gerichten mit Hülsenfrüchte

Estragon

Der Allrounder wenn’s etwas aromatischer werden soll, heißt Estragon und bringt einen Hauch von Anis-Geschmack ins Essen. Am aromatischsten ist das Kraut übrigens kurz vor der Blüte, dem perfekten Zeitpunkt für die Ernte. Anschließend sollte Estragon direkt frisch verarbeitet werden, da sonst der Geschmack verloren geht. Unverzichtbar ist Estragon für Sauce béarnaise und macht sich ansonsten auch gut in Kombi mit den Kräutern Liebstöckel und Kerbel.

Mehrere Stiele Estragon liegen auf weißem Untergrund

Estragon

… passt (auch solo) zu:

  • Fleisch

  • Käse- und Rahmgerichten

  • Fisch

  • Bratkartoffeln

Melisse

Leicht zitronig duftet es im Garten, wenn der Wind durch die Blätter der Melisse streift. Dieses zarte Pflänzchen hat es in sich, denn Melisse ist extrem vielfältig: Aus dem Kraut könnt ihr Liköre machen, kalte Getränke aromatisieren, Salate aufpeppen, Desserts zaubern und herzhaften Gerichten eine Portion Frische verleihen. On top wird Melisse als Heilkraut verwendet und soll eine beruhigende Wirkung haben – sowohl auf den Magen als auch auf die Nerven. So ist Melissen-Tee besonders bei Personen mit Einschlafstörungen beliebt.

Mehrere Stiele Melisse liegen auf weißem Untergrund.

Melisse

… frischt folgende Gerichte richtig auf:

  • Desserts

  • Smoothies

  • Salate

Wie lange sind Küchenkräuter haltbar?

Um den ganzen Sommer über frische Kräuter zur Hand zu haben, ist es natürlich am schönsten, eure Küchenkräuter direkt auf dem Balkon oder im Garten zu haben. Denn Kräuter, die noch in der Erde stecken, halten sich logischerweise am längsten, bis sie verblüht sind. Wann das der Fall ist, ist von Kraut zu Kraut sehr unterschiedlich. Sobald ihr die Kräuter abschneidet oder schon abgeschnitten aus dem Supermarkt holt, ist ihre Haltbarkeit jedoch stark begrenzt. Im Kühlschrank sind sie von nun an maximal eine Woche haltbar, sofern sie optimal gelagert werden. Aaaber: Umso länger die Kräuter gelagert werden, umso schlapper werden sie und auch das Aroma schwindet von Tag zu Tag dahin. Bereits getrocknete Kräuter halten sich etwa ein Jahr lang, sofern sie optimal gelagert sind.

Lagerung von Küchenkräutern

Den soeben im Supermarkt erworbenen Plastikbeutel mit geschnittenem Basilikum solltet ihr auf keinen Fall in besagter Tüte einfach in den Kühlschrank legen und auf das Beste hoffen. Stattdessen die Kräuter aus der Tüte befreien, ein Küchentuch mit Wasser tränken und um die Stiele der Kräuter – quasi wie eine Frischequelle – schlingen. Dieses Konstrukt packt ihr dann einfach in eine luftdicht verschließbare Box und ab in den Kühlschrank. So halten sich die Kräuter bis zu 7 Tage lang. Getrocknete Kräuter sollten luftdicht und im Dunkeln gelagert werden.

Kräuter übrig? Einfach die Reste in eine Eiswürfel-Form geben, mit Wasser auffüllen, ab ins Gefrierfach und bei Bedarf auftauen oder direkt beim Kochen dem Gericht untermischen. Allerdings verlieren die meisten Kräuter durch diesen Prozess einen Großteil ihres Aromas. Besonders Minze oder Melisse eignen sich hingegen gut für die kleinen Eiswürfel, die ihr im Sommer dann einfach mit in euren Drink geben könnt und schon habt ihr gleich zweifache Frische im Glas – in Form von Eis und leckerer Minze oder Melisse.

Wie trockne ich Küchenkräuter?

Ihr habt frische Kräuter en masse und wollt das ganze Jahr was von euren Küchenkräutern haben? Dann solltet ihr sie trocknen. Am leichtesten geht das an der Luft. Einfach das Bündel Kräuter an den Stielen zusammenbinden und über Kopf etwa eine Woche lang an der Luft trocknen lassen. Achtet darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in dem Raum eurer Wahl nicht zu hoch ist, damit die Kräuter nicht anfangen können, zu schimmeln. Nach der einen Woche einfach die Blätter vorsichtig abzupfen und anschließend in einem luftdicht verschlossenen Gefäß an einem dunklen Ort lagern. Wenn es schneller gehen soll, könnt ihr die Küchenkräuter alternativ auch innerhalb von etwa 2 Stunden bei 30-40 °C im Backofen trocknen.

Küchenkräuter selber anbauen

Tja, wie man Küchenkräuter selber anbaut, darüber könnten wir wohl einen gesamten weiteren Artikel schreiben. Jedes Kraut bringt im Anbau nämlich auch seine ganze eigenen Herausforderungen und Tücken mit sich. Daher einmal das Wichtigste in Kürze: Wenn ihr eure Küchenkräuter selbst anpflanzen wollt, eignet sich dafür der Garten, der Balkon oder die Fensterbank in der Küche wohl am besten. Die meisten Kräuter brauchen insbesondere in ihren ersten Lebenstagen neben nährstoffreicher Erde, frischer Luft und eurer Liebe natürlich Wasser und Licht bzw. Sonne. Meistens findet ihr auf den Saat-Packungen (erhaltet ihr im Supermarkt, Drogerie oder Gartencenter) eine genaue Anweisung, wie, wann und wo der ideale Punkt für die Aussaat des erwählten Krautes ist. In vielen Supermärkten erhaltet ihr außerdem bereits hochgezogene Küchenkräuter im Topf. Diese eignen sich hingegen meistens leider nicht für den weiteren eigenen Anbau. Warum das so ist, lest ihr weiter unten im Abschnitt „Warum gehen Küchenkräuter immer ein“.

Küchenkräuter – wie oft gießen?

Wie viel Wasser eure Kräuter brauchen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Art des Küchenkrautes

  • Standort: sonnig, halbschattig oder schattig

  • Bodenbeschaffenheit: Art der Erde – aber auch, ob die Kräuter in einem kleinen Topf auf dem Balkon oder in einem großen Beet im Garten wachsen


Durch diese Faktoren variiert der Wasserbedarf von Küchenkräutern teilweise stark. Als Faustregel gilt jedoch, Küchenkräuter zweimal wöchentlich kräftig zu bewässern. Idealerweise prüft ihr vorab einmal mit dem Finger, wie feucht die Erde rund um die Pflanze (noch) ist. Ist die Erde noch triefend nass, könnt ihr euch das Gießen sparen. Achtet darauf, dass sich keine Staunässe unten im Topf bildet, denn dadurch fault das Kraut quasi von unten aus der Erde. Ist die Erde bereits knochentrocken, wird es höchste Eisenbahn für ein paar rettende Tropfen. Meistens sind nun auch bereits die Blätter des Krautes schlapp und hängen unglücklich am Stiel. Wenn ihr jedoch nicht allzu spät kommt, stellen sich die Kräuter-Blätter kurz nach der rettenden Bewässerung rasch wieder auf. In diesem Falle wisst ihr, dass dieses Kraut vielleicht doch eher dreimal wöchentlich gegossen werden sollte. ;-) Generell solltet ihr beim Gießen darauf achten, das Wasser nicht einfach irgendwie über die Pflanze zu kippen, sondern direkt in die Erde am Wurzelansatz des Krautes, um die empfindlichen Blätter nicht zu beschädigen.

Wie schneidet man Küchenkräuter?

Um möglichst lange von eurer Pflanze zu haben, solltet ihr immer nur so viel vom Kraut abschneiden, wie ihr frisch verwenden möchtet. Dazu nutzt ihr am besten eine Kräuter- oder Küchenschere und schneidet den Stiel etwa 1-2 cm über der Wurzel ab. Die gewünschten Kräuter abzuzupfen, ist hingegen nicht empfehlenswert, da so schnell unabsichtlich und unwissentlich die Wurzeln oder andere Teile der Pflanze beschädigt werden können. Manche Kräuter kommen mehrjährig wieder oder wachsen nach, nachdem sie abgeschnitten wurden. Andere Kräuter sind hingegen quasi verbraucht, sobald sie geerntet wurden.

Wie Kräuter abwaschen?

Kräuter sind empfindlich und sollten mit entsprechender Sorgfalt abgewaschen werden. Das heißt: In der Salatschleuder haben Küchenkräuter eindeutig nichts zu suchen. Auch ein starker Wasserstrahl kann den Kräutern bereits zusetzen. Wir empfehlen daher, die Kräuter einfach in einer Schüssel lauwarmem Wasser zu baden und waschen und anschließend über dem Spülbecken trocken zu schütteln, nicht im Geschirrtuch trocken rubbeln. Dadurch würden die Kräuter ebenfalls kaputt gehen.

Warum gehen Küchenkräuter immer ein?

So lecker und erfrischend Küchenkräuter im Essen auch sind, manchmal sind sie auch einfach nur frustrierend. Wir schauen die schlappen Kräuterblätter an und fragen uns: WAS WOLLT IHR?! Warum Küchenkräuter eingehen, kann selbstverständlich die verschiedensten Ursachen haben. Eine der häufigsten Ursachen ist Staunässe: Wenn die Pflanze zu stark bewässert wurde, bildet sich Fäulnis in der Erde, die die Pflanze schließlich eingehen lässt. Eine gezieltere Bewässerung und ein durchlässiger Topf können bei diesem Problem Abhilfe schaffen.

„Fertige“ Küchenkräuter, die es im Supermarkt in einem kleinen Topf zu kaufen gibt, stehen ebenfalls ganz weit oben auf der Liste eingehender Küchenkräuter. Diese Pflanzen haben schlichtweg nicht genug Platz in ihrem kleinen Topf bzw. es befinden sich zu viele Pflanzen in zu wenig Erde. Die Ressourcen, die die Kräuter anzapfen können, sind also zu gering für alle. In der Regel ist das Verkaufsziel dieser Pflanzen aber auch keine lange Lebensdauer, sondern einfach möglichst frische Kräuter zu verkaufen.
Tipp: Wenn ihr die einzelnen Pflanzen direkt nach dem Kauf trennt und auf mehrere Töpfe verteilt, haben sie mehr Platz und somit eine höhere Überlebenschance.

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