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Die 10 besten Bruschetta-Rezepte & Tipps zum Selbermachen

Wie ihr die perfekte Bruschetta selber machen könnt, was in Italien bei Bruschetta nie fehlen darf und unsere 10 besten Bruschetta-Rezepte gibt’s hier! Von moderno bis classico, von Fisch und Fleisch bis vegan ist alles dabei.

Annalena
Annalena, Redaktion

Als Allererstes müssen wir die wichtigste Frage klären: Wie spricht man Bruschetta eigentlich aus? Bruschetta oder Brusketta? Letzteres ist die richtige Antwort, man spricht „Bruschetta“ aus, als wäre es mit einem „k“ geschrieben, nicht mit deutschem „sch“. Also, wenn ihr das nächste Mal beim Italiener um die Ecke esst: Gebt ruhig ein bisschen an und bestellt lauthals eine „BRUSKETTA“!

Bruschetta selber machen – so geht's!

Für eine klassisch italienische Bruschetta braucht es nicht viel: Weißbrot, Olivenöl, Tomaten, Knoblauch und Basilikum. So viel zumindest zum Originalrezept, wie es in der Toskana erfunden wurde. Nicht nur international, sondern auch in Italien gibt es aber auch noch andere Varianten: mit Fisch, Fleisch, Käse, vegetarisch oder vegan. Dazu aber später mehr in unserer Top 10. Jetzt geht’s erst mal ums Grundrezept für eine ganz einfache Bruschetta!

Originalrezept Bruschetta

Für 4 Portionen:

  • 12 Scheiben Weißbrot (z.B. Ciabatta)

  • 8 Tomaten

  • 4 Knoblauchzehen

  • 0,5 Bund Basilikum

  • 6 EL Olivenöl

  • Salz

Zubereitung:

1 Weißbrotscheiben mit 2 EL Olivenöl in einer Pfanne rösten. Tomaten waschen, trocken tupfen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken, Basilikum waschen, trocken schütteln und ebenfalls fein hacken.

2 Tomaten und Knoblauch mit restlichem Olivenöl, Basilikum und Salz abschmecken und auf den Weißbrotscheiben verteilen.

Welche Tomaten für Bruschetta?

Wenn es um simple Bruschetta geht, ist weniger mehr. Das Wichtigste in Italien ist und bleibt gerade deshalb: Die Qualität der Grundzutaten muss perfekt sein! Das fängt schon bei den Tomaten an. Die besten Tomaten für Bruschetta sind laut den Italienern Kirschtomaten oder kleine, längliche Rispentomaten. Die sind besonders aromatisch, erfrischend und weniger wässrig als z.B. große Ochsenherztomaten. Ob man Tomaten für Bruschetta häuten sollte oder nicht, bleibt euch überlassen – darüber streiten sich sogar die Italiener. Falls ja, gibt es einen Trick, wie das Häuten der Tomaten ganz einfach und schnell geht: Dafür die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen und ca. 30 Sekunden ziehen lassen, danach in Eiswasser legen – voilà, so könnt ihr ganz einfach die Haut abziehen.

Die bunte Welt der Tomaten!

So viele Tomaten, so wenig Bruschetta!

Welches Brot für Bruschetta?

Wenn man die traditionellen Toskaner fragt, dann kommt für ihre Bruschetta nur „pane toscano“, also das klassische, ungesalzene Brot aus der Toskana in Frage. Das Brot ist deswegen ungesalzen, weil in der Toskana Speisen und Toppings gesalzen und gewürzt werden, während das Weißbrot einfach als neutrale Basis für alles dient.
Da man das pane toscano hierzulande aber kaum bekommt, außer ihr backt es selber, könnt ihr genauso gut Ciabatta für Bruschetta verwenden (oder natürlich selber machen). Bruschetta geht notfalls auch mit Baguette…da muss ich als Italienerin aber schon beide Augen zudrücken. ;)

Kann man Bruschetta vorbereiten?

Bruschetta kann man vorbereiten, das ist auch ganz einfach und schnell gemacht. Vorbereiten solltet ihr aber nur die einzelnen Komponenten. Wenn ihr die Bruschetta schon mit Tomaten belegt, saugen sich die Weißbrotscheiben voll und werden aufgeweicht, da die Tomaten Wasser verlieren.
Am besten Brot und Tomaten vorbereiten und dann nur noch à la minute zusammensetzen: Brot toasten, Tomaten mit Knoblauch, Basilikum, Olivenöl und Salz abschmecken und separat zur Seite bzw. in den Kühlschrank stellen. Sobald ihr die Bruschetta servieren möchtet, Tomaten auf dem Brot verteilen und schon ist der leckere Antipasto fertig.

Ciabatta wird mit bunten Tomaten belegt

Tomaten am besten erst kurz vor dem Servieren aufs Brot geben, damit es knusprig bleibt.

Die 10 besten Bruschetta-Rezepte

Egal, ob als Snack, als Vorspeise oder Antipasti zum Aperitivo – Bruschetta geht einfach immer!Jetzt, da ihr schon richtige Bruschetta-Experten seid, geht’s an die Rezepte! Wir haben die Top 10 der besten Bruschetta-Rezepte für euch gesammelt. Vielleicht ist sogar euer neues Lieblingsrezept dabei?

Klassische Bruschetta

Mit classico macht man nie was falsch: italienische Bruschetta mit Tomaten, Knoblauch und Basilikum. Wenige, gute Zutaten führen hier zu einem fantastischen Geschmackserlebnis. Dieses Originalrezept für Bruschetta ist als erfrischendes Sommer-Abendessen oder zum Aperitivo mit Freunden perfetto!

Klassiker

Bruschetta

Bruschetta mit Spianata, Provolone und Champignons

Es wird südlich: Kalabresische Spianata, süditalienischer Provolone und Champignons aus dem Apennin machen diese Bruschetta speciale. Probiert die Kombi unbedingt aus – eine wahre (herbstliche) Geschmacksbombe! 

Vegane Bruschetta mit Aubergine

Zweierlei Aubergine machen diese Bruschetta zu etwas Besonderem: Das cremige Auberginenmus passt perfekt zur würzigen, gegrillten Aubergine. Vegan ist die Bruschetta auch noch – besser geht’s nicht!

Bruschetta mit Schafskäse und Zwiebelmarmelade

Käse und Marmelade? Das wahrscheinlich leckerste Food Pairing nach Tomate und Basilikum. Das beweist diese Bruschetta mit Schafskäse und selbstgemachte Zwiebelmarmelade auf jeden Fall. Wenn euch Schafskäse zu intensiv ist, könnt ihr auch klassischen Camembert verwenden.

Bruschetta mit Tomaten, Datteln und Pecorino

Parmesan kennt jeder, wir überraschen alle Bruschetta-Fans einfach mal und zaubern eine (fast) klassische Bruschetta mit Tomaten, die mit Pecorino und Datteln verfeinert wird. Süß, salzig, frisch – eine tolle Alternative zum Klassiker mit Tomate.

Bruschetta mit Gorgonzola und Feigen

Bruschetta in der Gourmet-Variante: mit Gorgonzola und Feigen. Saftige, frische Feigen treffen auf würzigen, cremigen Gorgonzola, aromatischen Thymian und süßen Honig – mamma mia!

Bruschetta mit Salsiccia und karamellisierten Zwiebeln

Hier trifft die volle Ladung Geschmackspower aufeinander: Salsiccia, Zwiebeln, Oliven, Chili, Olivenöl…Italian‘s BEST, sozusagen. Die Bruschetta mit Salsiccia und karamellisierten Zwiebeln ist z.B. eine tolle Vorspeise in der kalten Jahreszeit.

Die Bruschetta-Dreifaltigkeit: Oliven, Tomaten, Thunfisch

Warum sich entscheiden, wenn man alles haben kann? Das haben wir uns bei unserer dreierlei Bruschetta mit Oliven, Tomaten und Thunfisch-Creme auch gedacht. Alle drei sind in maximal 30 Minuten fertig – so fix gehen leckere, selbstgemachte Sommerrezepte!

Bruschetta mit Steinpilzen, Bresaola und Rucola

Jetzt wird’s richtig fein: Wir heben Bruschetta auf ein ganz neues Level mit edlen Steinpilzen, Bresaola und Rucola. Balsamico-Creme rundet das Ganze geschmacklich und optisch ab. Ihr wollt Freunde und Familie so richtig beeindrucken, ohne viel Aufwand? Dann serviert diese Bruschetta!

Steckrüben-Bruschetta mit Granatapfel

Ausgefallen und leicht süßlich: Bruschetta mit Steckrübe und Granatapfel bringt Abwechslung auf den (Italo-)Teller. Die würzige Schärfe des Parmesans harmoniert sehr gut mit der milden Süße der Steckrübe und der säuerlichen Frische des Granatapfels. Buonissimo!

Mehr Brot-Power aus Italien: Crostini

Wenn ihr Bruschetta und italienische Brotscheiben mit verschiedenen Toppings liebt, solltet ihr unbedingt auch mal Crostini probieren – die kleine Schwester der Bruschetta entstand ebenfalls in der Toskana und ist mindestens genauso lecker!
Einen gravierenden Unterschied gibt es übrigens nicht zwischen den beiden, außer, dass Crostini traditionell im Ofen richtig knusprig gebacken werden, während das Brot für Bruschetta nur angetoastet oder kurz in der Pfanne geröstet wird und durchaus noch einen weichen Kern haben sollte. Auch in Italien hält man sich jedoch nicht strikt an diese Vorgabe ­– wir finden: Hauptsache, leckeres Brot mit Topping!