Grundrezepte

Porridge wie in England! Das einzige Porridge-Rezept, das du je brauchen wirst

Porridge, das nahrhafte, warme Frühstück aus England bietet für jeden Geschmack das Richtige: Ob herzhaft oder süß, vegan, glutenfrei oder mit ganz viel Schokolade. Hier findet jeder sein Lieblingsfrühstückchen!

Svenja
Svenja, Redaktion

Egal ob Porridge, Haferbrei, Oatmeal oder Haferschleim – dieser leckere Frühstücksbrei trägt gleich mehrere Namen. Wie auch immer ihr das warme Power-Frühstück am liebsten nennt, wir haben das perfekte Grundrezept für euch: Einfache, nahrhafte Zutaten, eine simple Zubereitung und jede Menge Ballaststoffe und Proteine machen dein Porridge köstlicher denn je. Und das Beste ist, dass du es ganz nach deinem Geschmack personalisieren kannst. Wie wäre es z. B. mit frischem Obst, gerösteten Nüssen oder einem Klecks Erdnussbutter? Müsli war gestern – hier erfahrt ihr alles, was ihr über Porridge und seine Zubereitung wissen müsst.

Porridge – woher kommt es und was ist es?

Wenn wir uns aufmerksam umsehen, begegnen wir dem Haferbrei überall: auf Food-Blogs, in hippen Berliner Cafés oder als Fertigmischung im Supermarktregal. Porridge ist das neue alte Frühstückchen. Neu und alt deswegen, weil es tatsächlich schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel hat. Angeblich stammt Porridge aus Schottland, wo es sich als sättigendes “Arme-Leute-Essen” einen Namen machte. Tatsächlich gibt es Porridge in vielen Varianten rund über den Globus verteilt, wie beispielsweise schwedisches gröt, amerikanisches oatmeal oder asiatisches congee, das mit Reis zubereitet wird. Traditionell wird Porridge aus Getreideflocken wie Hafer, Dinkel oder Roggen hergestellt und mit Milch oder Wasser, einer Prise Salz oder Zucker aufgekocht. Als warmer, cremiger Brei kann er nicht nur zum Frühstück, sondern auch zum Mittag- oder Abendessen gereicht werden.

Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Porridge, Oatmeal und Overnight-Oats?
Ganz einfach:

  • Porridge ist warmer Brei auf Basis von Getreideflocken, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Reis oder Maisgrieß und wird mit Wasser, Milch oder Brühe angerührt.

  • Oatmeal dagegen ist ein warmer Brei, der ausschließlich mit Haferflocken und Milch oder Wasser angerührt wird. Oatmeal ist also eine Variante von Porridge.

  • Overnight Oats sind vergleichsweise „spannend anders“, denn sie werden kalt angerührt, über Nacht in den Kühlschrank gestellt und auch kalt gegessen. Sie beinhalten meist Hafer- oder Dinkelflocken und Milch, Wasser, Fruchtsaft oder Joghurt und haben eine leckere Konsistenz.

Zu Overnight Oats findet ihr hier ein ausführliches Tutorial.

So gesund ist Porridge

Wie bei vielen anderen Foodtrends der letzten Zeit, wie Matcha, mehr pflanzenbasierte Ernährung, Superfoods, Smoothies usw., hat auch Porridge enorme gesundheitliche Benefits zu bieten. Ein weiterer Grund, warum der warme Haferflockenbrei für so ziemlich jede und jeden gut ist.

Morgendlicher Kickstarter für Sportler*innen

Haferflocken sind für viele Sportler*innen ein absolutes Grundnahrungsmittel: Reich an Ballaststoffen und Proteinen sorgen sie für lang anhaltende Energie und halten lange satt. Besonders durch ihre langkettigen Kohlenhydrate („Carbs“) sind Haferflocken ein echter Powerstart in den Tag. Besonders reichhaltig und nahrhaft wird Frühstücks-Porridge mit frischen Früchten und Nüssen.

Für Menschen mit Diabetes und hohem Blutzuckerspiegel

Durch die vielen Ballaststoffe in den Haferflocken, allen voran dem Beta-Glucan, senken sie den Blutzucker- und Cholesterinspiegel. Doch nicht nur Menschen mit erhöhtem Blutzuckerspiegel sollten öfter zu warmem Haferbrei greifen, sondern auch Diabetes-Patient*innen, da Haferflocken die Insulinempfindlichkeit verbessern.

Für Menschen mit Übergewicht

Wer Porridge isst, wird merken, dass der warme Haferflockenbrei schnell und lange sättigt. Das liegt an der hohen Menge an Ballaststoffen in den Haferflocken. Außerdem enthalten Haferflocken vergleichsmäßig viel Protein und wenig Fett. Durch die komplexen Kohlenhydrate seid ihr lange satt und habt nicht mehr so starke Heißhungerattacken. Eine weitere gesunde Möglichkeit zum Abnehmen sind sogenannte Zoats – Zucchini-
Porridge. Bei diesem Gericht wird dem warmen Haferbrei geriebene Zucchini untergehoben. Zucchini sind von Natur aus extrem fettarm, enthalten viele Ballaststoffe, die lange sättigen und sie haben keinen starken Eigengeschmack, wodurch sie sich völlig problemlos „untermogeln“ lassen.

Diese Zutaten brauchst du für dein Porridge

Welche Haferflocken eignen sich am besten?

Je nachdem, wie ihr euer Porridge gerne essen wollt, solltet ihr zu feinen oder kernigen Haferflocken greifen. Feine Haferflocken sorgen für eine sämige, breiige Masse, während kernige Haferflocken dem Porridge noch etwas mehr Biss verleihen. In der Regel reichen 40 – 75 Gramm Haferflocken für eine Portion. Für mehr Abwechslung könnt ihr auch andere Getreideflocken wie Dinkel, Roggen, Kamut, Emmer oder Gerste nehmen. Für glutenfreies Porridge eignen sich entweder glutenfreie Haferflocken oder auch Buchweizen, Hirse, Amaranth oder Quinoa.

Milch oder Wasser?

Wer es pur mag, kann Wasser zum Anrühren seines Porridges nehmen. Mehr Geschmack und Cremigkeit verleiht ihr eurem Frühstücksbrei aber mit Milch. Ihr könnt die Kuhmilch aus dem Grundrezept auch ganz einfach mit Kokoswasser, Mandel-, Hafer-, Soja-, Dinkel- oder einer anderen Nuss- oder Pflanzenmilch ersetzen. Für einen besonderen Kick und natürliche Süße sorgt der Saft einer halben Orange.

Für das Grundrezept braucht ihr lediglich:

  • Haferflocken

  • Kuhmilch, Pflanzenmilch, Wasser oder eine andere Flüssigkeit

  • eine Prise Salz

  • nach Belieben etwas Zucker oder ein anderes Süßungsmittel wie Ahornsirup oder Agavendicksaft

Auch Equipment-technisch ist die Liste überschaubar:

  • ein kleiner Topf

  • ein (Holz-)Rührlöffel

Das perfekte Grundrezept für dein Porridge

Mit diesem Porridge-Rezept steht im Handumdrehen leckerer, dampfender Haferflockenbrei auf eurem Esstisch! Und so geht’s:

Zutaten (2 Portionen):

  • 500 Milliliter Milch eurer Wahl (Pflanzen- und Nussmilch funktioniert auch super)

  • 75 Gramm Haferflocken, fein

  • 75 Gramm Haferflocken, kernig

Zubereitung:
1. Die Milch in einem kleinen Topf aufkochen und vom Herd nehmen. Anschließend die Haferflocken unterrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren bei niedriger Temperatur aufkochen.
2. Jetzt nehmt ihr den Topf wieder von der Herdplatte, setzt den passenden Deckel drauf und lasst das Porridge für die perfekte Konsistenz noch ein paar Minuten ziehen.
3. Nun könnt ihr es mit euren Toppings schmücken und servieren.

Tipp: Wir lieben es beim Kochen schon eine Prise Salz und Zimt zum Brei hinzuzugeben.

Wie lange muss mein Porridge kochen?

In der Regel reicht es, den Haferflockenbrei 2 – 3 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln zu lassen. Für Porridge mit Quinoa, Hirse, Amaranth & Co benötigt ihr je nach Sorte ein paar Minuten länger. Für unser Hirse-Porridge beispielsweise solltet ihr 5 Minuten Kochzeit einplanen.

Porridge ohne Kochen: Einfach über Nacht ziehen lassen

Für alle Morgenmuffel, die morgens in der Küche überfordert sind, bieten sich Overnight Oats perfekt an: Sie sind am Vorabend schnell zusammengerührt und ready to eat, sobald ihr am nächsten Morgen in die Küche stiefelt. Ja Leute, so schön kann das Leben sein! Einfach alles für euer leckeres Haferflocken-Porridge in ein Glas füllen, gut vermengen und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. So können die Haferflocken in Ruhe quellen und die Flüssigkeit in Form von Milch, Wasser oder Saft aufsaugen. Das Porridge hält sich zwei Tage im Kühlschrank.

Porridge aus der Mikrowelle

Wo sind die Mikrowellen-Junkies unter euch? Wenn es besonders schnell gehen muss, ist das Porridge aus der Mikrowelle perfekt: Ähnlich wie bei den Overnight Oats rührt ihr euch euer Haferflocken-Porridge zusammen, füllt es in ein hitzebeständiges und mikrowellentaugliches Gefäß, schiebt es in euren Zauberkasten, stellt es auf 600 Watt und erhitzt es für ca. 2 Minuten. Anschließend nochmal eine Minute nachziehen lassen und dann könnt ihr euer Porridge nach Herzenslaune mit Toppings bestücken und verfeinern. In unserem Kapitel Porridge-Rezepte und Pimp your Porridge! Topping-Ideen findet ihr Inspiration.

Porridge aus dem Ofen

Spätestens am Wochenende solltet ihr euch unbedingt mal knuspriges Frühstücks-Porridge aus dem Ofen gönnen! Es braucht zwar etwas länger in der Zubereitung als normales Porridge (15 Minuten Backzeit im Ofen), aber dafür ist es eben auch etwas Besonderes, das man nicht jeden Tag isst.

Gesundes Powerfrühstück für jeden Tag: Porridge-Rezepte

Ob glutenfrei oder vegan, mit oder ohne Superfoods – hier warten jede Menge Porridge-Rezepte darauf, von euch entdeckt zu werden: Schoko-Bananen-Porridge, Vanille-Porridge mit Feigen, veganes Chia-Porridge für Fitnessbewusste, fancy Golden-Milk-Porridge, Porridge mit Weihnachts-Toppings oder als Ofen-Porridge – wir lesen euch jeden Wunsch von den Lippen ab! Unser Geheimtipp: deftiges Porridge mit Avocado und Ei.

Pimp your Power-Frühstück! Leckere Topping-Ideen für dein Porridge

Jetzt kommen wir endlich zum besten Teil des Porridge-Kochens: Die sorgfältige Auswahl der richtigen Toppings. Es gibt nichts, was es nicht gibt, ihr könnt euch also austoben. Unser Tipp ist ein Mix aus allem: knackige Nüsse, aromatischer Zimt, frische Früchte und ein Klecks Nussmus.

Nüsse
Mandeln, Haselnüsse, Cashews, Pekannüsse, Macadamias, Erdnüsse, Kürbiskerne, Walnüsse, Pistazien – alles ist erlaubt! Ihr könnt die Nüsse grob hacken und anrösten, bevor ihr sie über euer Porridge streut. Auch gehobelte Mandeln schmecken genial zu Porridge! Je nach Gusto könnt ihr ungesalzene oder gesalzene Nüsse nehmen.

Früchte
Egal ob ihr Trocken- oder frisches Obst zur Verfügung habt, beides lässt sich super für euer Porridge nutzen. Wir lieben Orangenfilets, Kiwischeiben, Kirschen, Apfelstückchen, aufgeschnittene (und gar gebackene) Bananenhälften, Physalis, Datteln, Passionsfrüchte, Birnenscheiben, Granatapfelkerne, Feigen, Ananasscheiben, Aprikosen, Mangos, Kokosflocken, Trauben ... the sky is the limit! Die Bananen könnt ihr auch super bereits im Topf mitkochen, um dem Porridge eine angenehme Süße zu verleihen.

Beeren
Auch bei Beeren könnt ihr Frischware als auch Tiefkühlware nehmen. Tiefkühlware solltet ihr sie allerdings vorher auftauen oder direkt beim Kochen unterrühren. Erdbeeren eignen sich genauso gut wie Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren.

Nussmus & Süßungsmittel

Wenn ihr euch etwas gönnen wollt, könnt ihr auch super Honig, Kakao-Nibs, Erdnussbutter, Schoko- oder Karamell-Sauce, Nuss-Nugat-Creme, Marmelade oder sogar Sahne unterheben. Alternativ schmeckt es auch prima mit Kürbispüree, Apfelmus, Mandel-, Haselnuss- oder Cashewmus. Wenn es nicht ganz so „in your face“ sein soll, sind Honig, Agavensaft oder Ahornsirup die richtige Wahl.

Gewürze & anderes 
Kakaopulver, Zimt, Vanille, grobes Salz, gemahlener Ingwer, Kardamom, Kurkuma, Chai-Gewürze, Lebkuchen- und Spekulatiusgewürz, Chiasamen, Gojibeeren, Matcha-Pulver, gepoppter Amaranth, Salzbrezeln – mit leckeren Gewürzen könnt ihr eurem Porridge einen Twist ganz nach eurem Geschmack verpassen. 

Noch mehr Frühstücks-Rezepte für Haferflocken-Fans

Ihr liebt Haferflocken wie andere Nutella? Gar kein Problem! Hier findet ihr mein großes Tutorial zu Overnight Oats. Dieses Powerfrühstück funktioniert genauso gut für Morgenmuffel wie für Fitnessbewusste, hilft ebenfalls beim Abnehmen und ergänzt jede Clean-Eating-Ernährung. Also haut rein! Alle anderen finden bei meinem Artikel rund um das richtige Sportlerfrühstück Inspiration für das richtige Futter vor und nach dem Training.