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Die Planetary Health Diet

Eine Ernährungsform, die uns gesünder machen und gleichzeitig den Planeten retten soll? Die gibt es tatsächlich: Forscher*innen haben die Planetary Health Diet entwickelt. Das Beste daran? Beim Essen ist (fast) alles erlaubt.

Annalena
Annalena, Redaktion

Was ist die Planetary Health Diet?

Klimaerwärmung, Regenwald-Rodung, Trinkwasser-Knappheit – die Probleme, zu denen unser aktueller Lebensstil in den letzten Jahrzehnten geführt hat, sind leider vielfältig und scheinen oft kaum zu bewältigen. Kennt ihr das Gefühl, machtlos zu sein, nachdem ihr wieder einmal eine Doku zum Thema gesehen habt? Nicht zu wissen, wo man mit der Umstellung des eigenen Konsumverhaltens anfangen soll? Ja, so geht es wahrscheinlich den meisten von uns. Die gute Nachricht: Es gibt Hoffnung. Und es gibt einen Lösungsansatz, den wir laut Forscher*innen befolgen können, um den Planeten zu retten, die gesamte Weltbevölkerung bis 2050 zu ernähren und nebenbei noch etwas für unsere Gesundheit zu tun. Zu schön, um wahr zu sein? Dürfen wir vorstellen: die Planetary Health Diet.

Planetary Health Diet bedeutet so viel wie „Ernährungsform für einen gesunden Planeten” und gibt Richtlinien für einen Speiseplan vor, innerhalb dessen wir auf nichts komplett verzichten müssen. Das macht sie, im Unterschied zu vielen anderen Ernährungsformen, weniger drastisch und für viele praktikabel. Sogar Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte sind erlaubt. Es gilt das Credo: Essen mit Maß und Ziel.

Was ist bei der Planetary Health Diet erlaubt? 

Pro Tag…

  • …mindestens 300 g Gemüse – das sind ca. 2 Handvoll

  • …ca. 200 g Obst – etwa eine Handvoll

  • 75 g Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen oder Bohnen

  • …ca. 230 g Vollkornprodukte – z.B. in Form von Pasta, Reis oder Brot

  • 250 g Milchprodukte (Jippie, wo sind die Käseliebhaber*innen unter euch?)

  • maximal 30 g Zucker – aber hey, tut uns das nicht allen sowieso gut?

  • 50 g Nüsse – eine Handvoll als gesunder Snack oder in leckeren Gerichten

  • 50 g ungesättigte Fettsäuren – pflanzliche Öle wie Olivenöl, Rapsöl und Co.

Zusätzlich, pro Woche…

  • 1 x Fisch (ca. 200 g)

  • 1 x Geflügel (ca. 200 g)

  • 1–2 Eier

  • 2 Portionen Kartoffeln oder anderes stärkehaltiges Gemüse (à ca. 150 g)

…und alle zwei Wochen rotes Fleisch, z.B. Rind oder Lamm (ca. 200 g).

Na, hört sich machbar an, oder? Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich ganz auf tierische Produkte verzichten. Für alle, denen das schwerfällt, ist die Planetary Health Diet aber ein guter Kompromiss zu vegetarischer oder veganen Ernährungsformen.

Einen Überblick zu den unterschiedlichen Ernährungsstilen findet ihr hier.

Unsere Lieblingsrezepte für den Planeten

Ihr wisst nicht, wie ihr all die genannten Lebensmittel in der richtigen Menge in euren Speiseplan einbauen sollt? Dann haben wir hier ein paar richtig leckere Rezepte – die sind gesund für euch und für die Erde. Voilà, hier kommen sieben Rezepte für eine Woche gesunder, nachhaltiger Ernährung mit BOOM!

Rote-Bete-Buchweizen-Waffel mit Hummus

Bunt, bunter, Rote-Bete-Waffel! Die Rote-Bete-Buchweizen-Waffel mit Hummus ist nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Gaumenschmaus. Dabei ist sie auch noch vegan! Perfekt für den nächsten Brunch oder das momentan trendige „Brinner“ (Kombi aus Breakfast und Dinner, so nennt man es, wenn man typische Frühstücksgerichte abends isst).

Gefüllte Hähnchenbrust mit Linsen-Walnuss-Risotto

Einmal pro Woche Geflügel? Das müssen wir natürlich richtig auskosten – deswegen lieben wir diese saftige Hähnchenbrust mit Paprika-Salbei-Füllung und cremigem Linsen-Walnuss-Risotto. Mit diesem Gericht könnt ihr die empfohlene Menge Hülsenfrüchte ganz easy & tasty in euren Speiseplan integrieren.

Tomaten-Bohnen-Salat mit Leinsamen-Cracker

Wenn ihr lieber etwas Frisches, Knackiges möchtet, ist dieser Salat genau richtig für euch: sommerlicher Tomaten-Bohnen-Salat mit knusprigen Leinsamen-Crackers. Ein veganes Gericht, das einfach, unkompliziert und gesund ist. Knusper, knusper: auch lecker mit einem (Hülsenfrüchte-)Dip, wie z.B. Hummus.

Selleriespaghetti mit geschmorter Aubergine

Fancy Sonntagsessen, in vegan und nachhaltig: So ungefähr würden wir dieses Gericht beschreiben. Statt Sonntagsbraten schmoren wir aromatische Auberginen und servieren sie mit Sellerie-Kurkuma-Spaghetti. Für Carbs-Lover gibt’s Vollkorn-Spaghetti dazu.

Cremige Hirsepolenta mit gebratener Spitzpaprika & Rucola

Cremige Hirsepolenta trifft auf gebratene Spitzpaprika und knackigen Rucola-Salat. Das Beste an diesem Gericht? Das unheimlich aromatische Erdnuss-Koriander-Dressing. Von Getreide bis Gemüse und gesunden Fettsäuren ist hier alles enthalten. Ein Allround-Talent!

Gebratener Skrei mit Radieschen-Salsa und Belugalinsen

Wusstet ihr, dass Skrei einer der nachhaltigsten Fische überhaupt ist? Die Norweger haben in den letzten Jahrzehnten ein effizientes Fischerei-Management betrieben und den Winter-Kabeljau damit zu einer ziemlich umweltfreundlichen Fischsorte gemacht. Gebraten, mit einer erfrischenden Radieschen-Salsa und fruchtigen Belugalinsen mit Brombeeren macht Skrei eine richtig gute Figur.

Vegane Erbsen-Suppe mit Vanille-Fenchel

Unser Geheimtipp für cremige Suppen ohne Sahne? Mandelmus. Macht nicht nur Suppen, sondern auch Curries und Saucen wunderbar sämig, ganz ohne tierische Produkte oder Sahne-Ersatz. Erbsensuppe mit Vanille-Fenchel kommt bei uns in Zukunft sicher öfter auf den Tisch.

Bock auf mehr?

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