Tipps & Tricks

Rhabarber schälen – Tutorial mit Video

Nie mehr holzige Rhabarber-Fäden zwischen den Zähnen! In dieser Anleitung zeigen wir, warum und wie ihr Rhabarber schälen könnt und die Staude bereit zum Kochen macht.

Annalena
Annalena, Redaktion

Rhabarber schälen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor ihr den Rhabarber schälen könnt, solltet ihr die Blätter entfernen und die oft sandigen Stangen putzen. Dafür den Rhabarber unter fließendem Wasser waschen und anschließend gut mit Küchenpapier trocken reiben. Nun ist der Rhabarber bereit zum Schälen.

Schritt 1: Gerade bei älterem Rhabarber ist das untere Ende häufig holzig und ausgetrocknet. Genau wie beim Spargel schälen könnt ihr die Enden unten mit einem Küchenmesser abtrennen, sodass das holzige Ende entfernt ist.

Schritt 2: Zum Rhabarber schälen eignet sich ein Messer am besten, ihr könnt die Rhabarber-Schale aber auch einfach mit einem Sparschäler abziehen. Wichtig ist, Messer oder Schäler am unteren Stangenende anzusetzen und die Fasern in einer Längsbewegung nach oben hin abzuschälen. Der Rhabarber ist dann fertig geschält, wenn er frei von strohigen Fäden ist.

Wie ihr Rhabarber richtig schält, könnt ihr auch im Video sehen:

Kann man Rhabarber am Vortag schälen?

Rhabarber am besten direkt vor der Zubereitung schälen und nicht am Vortag, da er sonst schnell austrocknen kann.

Muss man Rhabarber schälen?

Genau wie Spinat und Mangold enthält Rhabarber Oxalsäure, die die Zähne angreift und bei übermäßigem Verzehr den Nieren schaden oder zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Der Oxalsäure-Gehalt ist in den Blättern und der Rhabarber-Schale am höchsten. Daher sollte frischer Rhabarber geschält und vor allem „entblättert“ werden.

Je älter der Rhabarber ist, umso mehr Oxalsäure enthält er. Das ist auch der Grund für die recht kurze Rhabarber-Saison (April bis Juni). Alte Rhabarberstangen verholzen zudem stärker. Wenn ihr faseriges Rhabarber-Kompott vermeiden wollt, solltet ihr den Rhabarber ebenfalls schälen – so lassen sich die Stangen feiner auskochen. Junger Rhabarber oder speziell gezüchtete dünne Sorten müssen nicht extra geschält werden.

Rhabarber zubereiten

Egal, ob für Kompott, Rhabarberkuchen oder Tiramisù: Vor der Zubereitung solltet ihr Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und ihn schälen. Anschließend könnt ihr Rhabarber wie gewünscht zubereiten – hierzulande wird er vor allem für Süßes wie Kuchen, Kompott oder Desserts verwendet.

Ihr könnt aber auch herzhafte Speisen mit Rhabarber zubereiten: Wie wäre es z. B. mit Flammkuchen mit Rhabarber und Ziegenkäse, Rucola-Rhabarber-Salat oder Hähnchen-Ragout mit Rhabarber?

Rhabarber: Was ist essbar?

Anders als beim Staudensellerie sind die Rhabarberblätter nicht essbar. Beim Rhabarber sind nur die Stangen essbar.

Rhabarber schneiden

Nach dem Schälen könnt ihr Rhabarber in die gewünschte Form schneiden. Üblicherweise wird Rhabarber für Kuchen und Co. gewürfelt bzw. horizontal (gegen die Faser) in Stücke geschnitten.

Rhabarber kochen

Rhabarber ca. 20 Minuten kochen oder backen, damit er weich wird und leicht zerfällt – z. B. für Rhabarberkompott oder Rhabarberkuchen. Wenn der Rhabarber noch leicht knackig bleiben soll, solltet ihr ihn maximal 10 Minuten kochen. So ist er gar, aber zerfällt nicht.

Rhabarber lagern

Rhabarber könnt ihr genau wie Spargel in ein feuchtes Küchentuch eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Gekühlt hält sich Rhabarber ca. 2–3 Tage.

Rhabarber einfrieren

Um Rhabarber länger genießen zu können, solltet ihr ihn einfrieren. Rhabarber dafür waschen, Blättchen untere Enden entfernen. Anschließend schälen, in Stücke schneiden und in einem gefriergeeigneten Gefäß oder einem Gefrierbeutel einfrieren. So hält er sich ca. 12 Monate.

Gefrorenen Rhabarber zum Einkochen und Backen direkt aus dem Tiefkühlfach verwenden und nicht auftauen, ansonsten wird er matschig.

Wann sollte man keinen Rhabarber essen?

Damit Rhabarber gut verträglich ist, sollte man ihn nicht roh, mit Schale oder nach dem 24. Juni essen, da in allen Fällen mehr Oxalsäure darin enthalten sein kann.

Ist Rhabarber gesund?

Die grün-roten Stangen sind sehr gesund, weil Rhabarber mit ca. 20 kcal pro 100 g nur wenige Kalorien enthält. Rhabarber zählt botanisch gesehen zum Gemüse und enthält viele Nähr- und Mineralstoffe wie beispielsweise Vitamin C, Ballaststoffe, Eisen, Kalium und Gerbstoffe.

Durch diese Kombi aus gesunden Inhaltsstoffen gilt Rhabarber seit Jahrhunderten als Heilpflanze, die u. a. als Hausmittel gegen Verstopfung, Entzündungen, Schwellungen und Nervosität eingesetzt wird.

Achtung: Rhabarber enthält eine nicht unbeträchtliche Menge an Oxalsäure, die Verdauungsbeschwerden hervorrufen und die Niere belasten kann. Gesundheitlich angeschlagene Personen sollten deshalb bei Rhabarber vorsichtig sein. Für alle anderen gilt: Ab und zu kein Problem, Rhabarber sollte aber nicht zu häufig und in zu großen Mengen konsumiert werden.

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