OH MY ITALY!
Grundrezept

Piadina selber machen

Snackt euch was Italienisches: Piadina! Wir zeigen euch, wie ihr das leckere Fladenbrot ganz einfach selber machen könnt – außerdem hätten wir da noch die ein oder andere Idee zum Inhalt eurer Piadina.

Hanno
Hanno, Foodstyling

10 Min

Zubereitung

1 Std

Wartezeit

1 Std

10 Min

Gesamtzeit

Zutaten

2 Portionen

Für das Grundrezept:

250 g
Mehl (Type 00)
1 TL
Backpulver
1 Prise
Salz
70 g
Schmalz
125 ml
Wasser
Weizenmehl, für die Arbeitsfläche

Du brauchst:

Schüssel Geschirrtuch Nudelholz Herd Pfanne Pfannenwender

Zubereitung

1 / 3

Für die Piadina Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel miteinander vermengen. Anschließend mit Schmalz und Wasser zu einem homogenen Teig kneten.


250 g Mehl (Type 00) | 1 TL Backpulver | 1 Prise Salz | 70 g Schmalz | 125 ml Wasser
Schüssel

2 / 3

Den fertigen Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 30 Minuten lang ruhen lassen. Anschließend in 2 gleich große Teile teilen und erneut 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.


Geschirrtuch

3 / 3

Zum Schluss die Teige auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz kreisförmig ausrollen, bis sie ca. 3 mm dünn sind. Anschließend in einer Pfanne ohne Fett ca. 5 Minuten lang backen, dabei regelmäßig wenden.


Weizenmehl, für die Arbeitsfläche
Nudelholz | Herd | Pfanne | Pfannenwender

Anstelle von Schmalz könnt ihr auch Olivenöl verwenden.

Jetzt haben wir Eure Leidenschaft für selbstgemachte italienische Leckerbissen geweckt? Dann ist unser Gnocchi-Grundrezept auf jeden Fall einen Klick wert!

Hanno
Hanno, Foodstyling

Was ist eine Piadina?

Eine Piadina ist ein dünnes, italienisches Fladenbrot und stammt ursprünglich aus der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens. Piadina wird entweder pur zu Speisen wie beispielsweise Salaten, Käse- oder Schinkenplatten gereicht oder – und das ist die definitiv beliebtere Variante – mit den verschiedensten Zutaten und Kombinationen belegt, zusammengeklappt und einfach aus der Hand verzehrt.  Der unangefochtene Piadina-Klassiker ist dabei die Variante mit Parmaschinken, Rucola und Mozzarella.

Was bedeutet das Wort "Piadina"?

Das italienische Wort „la piadina“ heißt übersetzt einfach „der Teigfladen“ – und genau das ist es ja auch. Klingt auf Italienisch nur halt einfach ein bisschen leckerer als auf Deutsch! Wer direkt Appetit auf mehrere hat, sollte übrigens die Pluralform „Piadine“ kennen.

Funfact: Eine „Piadineria“ ist ein Restaurant, das auf die Herstellung und den Verkauf von Piadine spezialisiert ist.

Zu welchem Anlass isst man Piadina?

Typischerweise isst man in Italien Piadine in gefalteter Form zum Mittagessen. Aber auch als Snack für Zwischendurch oder als Fingerfood erfreuen sich die Teigfladen zunehmender Beliebtheit.

Wie bereitet man Piadina zu?

Piadina fertig kaufen oder selber machen? Das ist hierbei die erste Frage. Wir empfehlen euch natürlich, den Teig ganz einfach selbst zu machen. Bei unserem Grundrezept braucht ihr dafür auch nur 5 Zutaten, aber natürlich etwas Zeit, denn der Teig muss insgesamt etwa eine Stunde lang gehen. Wem das zu lange dauert, kann auf vorgefertigte Piadine aus dem (italienischen) Supermarkt zurückgreifen. 

Wie macht man den Teig selber?

Das eigentliche Grundrezept für Piadine ist in Italien von Region zu Region unterschiedlich. Die Standardzutaten sind immer: Weizenmehl, Wasser und Salz. Zusätzliche Geschmeidigkeit bekommt der Teig dann durch Olivenöl oder Schweineschmalz. Abschließend braucht der Teig noch ein Triebmittel: Traditionellerweise verwendete man in Italien früher Hirschhornsalz, welches heutzutage aber zumeist einfach durch Backpulver ersetzt wird. Es gibt auch Piadina-Rezepte auf Grundlage von Hefe. Wegen der besseren Bekömmlichkeit greifen die meisten jedoch auf Backpulver zurück.

Anleitung zur Zubereitung

Nachdem die Zutaten miteinander verknetet worden sind, muss der Teig etwa 30 Minuten lang ruhen, ehe er in die Anzahl der gewünschten Piadina-Fladen geteilt wird und erneut 30 Minuten ruhen muss. Abschließend wird der Teig auf Tellergröße ausgerollt und ist nun nur noch etwa 3 mm dick. Nun wird er entweder in einer Pfanne ohne Öl oder auf einer Steinplatte ca. 5 Minuten lang gebacken. Wenn ihr die genaue Anleitung haben wollt, scrollt einfach nach oben!

Welche Alternativen gibt es?

Glutenfreie Piadina:
Natürlich lässt sich das italienische Grundrezept auch etwas abändern. Für eine glutenfreie Piadina könnt ihr die Weizenmehlmenge ganz einfach durch 2/3 Reismehl und 1/3 entstprechendes, glutenfreies Präparat für Pasta und Brot ersetzen. Außerdem müsst ihr darauf achten, dass das Backpulver Maisstärke anstatt Mehl enthält. Diese Info findet ihr auf dem Backpulver-Päckchen.

Piadina mit Dinkelteig:
Make it healthier! Ihr könnt den Teig auch einfach mit Dinkel- statt Weizenmehl zubereiten. Allerdings bekommt der Teigfladen so mehr „Eigengeschmack“, sodass auch mögliche Belag-Kombis jetzt anders schmecken.

Veganer Piadina-Teig:
Wenn eure Piadina vegan oder vegetarisch werden soll, gilt es nicht nur den Inhalt anzupassen. Da im Piadinateig oftmals (Schweine-) Schmalz verwendet wird, um den Teig geschmeidiger zu machen, ist er durch das tierische Schmalz in dieser Variante nicht für die vegane Ernährung geeignet. Das Schmalz kann jedoch im Grundrezept ganz einfach gegen Olivenöl ausgetauscht werden. Nun ist euer Piadina-Teig sogar vegan und genauso geschmeidig – che buono!

Womit belegt man eine Piadina?

Das ist die große Frage! Ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es hierbei nicht: Eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Die klassische Piadina aus der Emilia-Romagna wird mit Parmaschinken, Rucola und Mozzarella belegt. Für Vegetarier*innen ist unsere Piadina mit Pesto Rosso und Grillgemüse genau das Richtige. Aber auch eine Piadina mit Thymian-Frischkäse, Prosciutto und Aubergine ist ein wahrer Leckerbissen. Oder wie wäre es mit einer Piadina mit Balsamico-Tomaten, Salami und Rucola?

Erlaubt ist alles, was schmeckt! Von verschiedenen Salaten, Gemüsesorte und Obst über Saucen, Dips und Aufstrichen bis hin zu Nüssen, Käsesorten, Fleisch, Fisch, Tofu und und und…

Wie befüllt man eine Piadina?

Euren fertigen Piadina-Fladen (egal ob selbstgemacht oder fertig aus dem Supermarkt) legt ihr zunächst auf einen Teller und belegt dann eine Hälfte des kreisrunden Fladens. Dann klappt ihr die andere Seit über die belegte, sodass ihr nun einen Halbkreis vor euch liegen habt. Wenn ihr eure Piadina direkt essen wollt, dann seid ihr nun schon fertig: Buon appetito! Manche mögen ihre Piadina jedoch lieber in mundgerechten Stücken und schneiden den Halbkreis – ähnlich wie eine Pizza – in 2-4 gleich große Stücke. So lässt sich die Piadina übrigens auch einfacher mitnehmen und später To-Go verzehren. Aber auch auf Partys als Fingerfood liegt die Piadina so für eure Gäste einfacher zum Snacken bereit.

Süße Piadina als Dessert?

Na klar, geht natürlich auch! Zugegeben – vielleicht nicht ganz so typisch italienisch, aber nennen wir es mal eine moderne Interpretation. Wenn ihr die Piadina nicht nur als Hauptspeise oder Snack verschlingen wollt, könnt ihr auch eine süße Piadina als Dessert noch vernaschen! Wie wäre es mit Nutella und Banane oder Griechischem Joghurt, Walnüssen und Honig als Belag? Eurer Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt!

 Tipp: Damit der selbstgemachte Piadina-Teig bereits eine süße Note bekommt, nehmt statt einer Prise Salz einfach eine Prise Zimt!

Lagerung und Haltbarkeit

Fertig Piadine halten sich je nach Belag etwa 1-2 Tage im Kühlschrank. Hierfür wickelt ihr die Stücke am besten in Backpapier ein. Dann könnt ihr sie jederzeit entweder einfach kalt genießen oder ihr legt sie im Backpapier eingewickelt für etwa 5-10 Minuten auf mittlerer Schiene in den Backofen (Ober-/Unterhitze: 200 °C) oder die Mikrowelle. Extra lecker: Wenn ihr Käse in eurer Piadina habt, schmilzt er nun und macht eure Piadina ganz besonders köstlich!

Einzelne Piadine ohne Füllung könnt ihr mit Backpapier schichten und so flach einfrieren. Eingefroren halten sich die Piadine mehrere Monate und ihr habt immer selbstgemachten Teig ohne großen Aufwand parat.

Mein Tipp für alle, die ihre Piadina etwas knuspriger mögen: Einfach ein paar Minuten in eurem Kontaktgrill oder Sandwichmaker backen, nachdem ihr die Piadina fertig belegt und zusammen geklappt habt. Buon appetito!
Sophie, Redaktion

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