Grundrezepte

Pizza Bianca – auf den Spuren der weißen Pizza

Achtung Achtung, hier spricht die Trendpolizei! Im Trendcheck: Die Pizza Bianca, die auf weiße Weste statt rotes Kleid setzt. Der Klassiker neu aufgelegt – alles über die weißen Teigfladen!
Sophie
Sophie, Redaktion

Wer ist denn jetzt diese Bianca, die der guten alten Pizza mit Tomatensauce den Rang ablaufen möchte? Eifersucht ist da quasi schon vorprogrammiert. Tatsächlich ist die weiße Pizza keine neue Trenderscheinung, sondern seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil der italienischen Traditionsküche. Wir haben uns auf die Spuren der blassen Pizza begeben.

Pizza Bianca – was ist das?

Aus dem Italienischen übersetzt bedeutet Pizza Bianca nichts anderes als weiße Pizza. In der Praxis handelt es sich um eine Pizza ohne die charakteristische, leuchtend rote Tomatensauce. Wie genau die tomatenlose Pizza jedoch belegt wird, unterscheidet sich von Region zu Region. So isst man in der Toskana die Pizza Bianca mit weißer Sauce aus bspw. Ricotta, Parmesan, Mozzarella und Trüffelcreme. In Rom und im Süden Italiens wird die Pizza Bianca hingegen als blanke Pizza verstanden, deren Teigfladen lediglich mit Knoblauch, Olivenöl, Rosmarin und manchmal noch Zwiebeln belegt wird.

Pizza Bianca – römische Art

Der Süden Italiens ist für seine einfache, bodenständige Küche bekannt, da er in der Geschichte nie den Wohlstand des Nordens erlangen konnte. Kein Wunder also, dass sich die Pizza Bianca nach römischer Art auf weniger Zutaten beschränkt. Pizza Bianca wird in diesem Sinne als blanke Pizza verstanden – also ein Rezept bestehend aus Teig mit Mehl, Hefe, Wasser und Salz sowie typisch italienischen Zutaten: Olivenöl, Knoblauch und Rosmarin. Das fladenbrotähnliche Gericht wird typischerweise als Fingerfood oder Streetfood gereicht. Übrigens hat diese Variante der Pizza Bianca Geschichte geschrieben: Ohne die Pizza Bianca gäbe es nämlich unseren heutigen All-time-Favoriten, die Pizza Margherita, nicht. Während die Pizzakarte in italienischen Restaurants heutzutage vor verschiedensten Kombinationen zu platzen droht, gab es vor etwa 100 Jahren nur zwei unterschiedliche Arten von Pizzen: Die Pizza Bianca nach Römischer Art und die Pizza Marinara mit Tomatensauce und Oregano. Unsere heiß geliebte Pizza Margherita ist schließlich eine Kombination dieser beiden Grundvarianten. Danke, liebe Pizza Bianca, für deine wegbereitende Existenz! Aber auch heute noch sollte die pure Pizza nicht unterschätzt werden, gebt der blanken Pizza eine Chance und lasst euren Pizzagaumen verwöhnen. 

Tipp: Dank ihrer puren Zutaten ist die Pizza Bianca nach römischer Art von Natur aus vegan.

Pizza Bianca aus der Toskana – mit weißer Sauce

Auf die Variante aus dem Süden folgt die Version aus dem Norden. Die Pizza Bianca mit weißer statt Tomatensauce soll ihren Ursprung in der Toskana haben. Der vom Wohlstand geprägte Norden Italiens hat traditionellerweise auch schon immer edlere Zutaten in den Rezepten verwendet. Hinzu kommen kulinarische Einflüsse durch die Nachbarländer Frankreich, Schweiz, Österreich und Slowenien – sodass die norditalienische Küche ohnehin als vielfältiger und experimentierfreudiger gilt als der Süden des Landes. So wird auch die Pizza Bianca in dieser Region als Pizza mit weißer statt roter Sauce verstanden. Diese weiße Sauce besteht je nach Rezept aus einer oder mehrerer der folgenden Zutaten: Ricotta, Mozzarella, Parmesan, Frischkäse, Trüffelcreme und jeder anderen Käsesorte, die die weiße Farbe der Sauce unterstützen könnte. Anschließend kann diese Art der Pizza Bianca mit Zutaten je nach Belieben belegt werden – wie auch eine Pizza mit Tomatensauce, z.B. mit Zwiebeln, Paprika, Brokkoli, Scampi, Hähnchen, … Wie wäre es zum Beispiel mit unserer Pizza Bianca mit Ricotta und Salbei?

Pizza Bianca selber machen

Ganz gleich, ob ihr euch für die Pizza Bianca nach römischer Art, die Pizza Bianca aus der Toskana mit weißer Sauce oder etwa auch für eine Kombination der beiden Varianten entscheidet, sollte eines nun klar sein: Die Tomatensauce bleibt im Schrank.

Tipp: Die Voraussetzung einer jeden gelungenen Pizza ist ihr Teig aus Mehl, Salz, Hefe und Wasser. Unser Pizzateig-Grundrezept ist die ideale Basis – sowohl für eure Pizza Bianca als auch für eure nächste Pizza, die wieder mit Tomatensauce zubereitet wird.

Welcher Käse für Pizza Bianca?

Während das Rezept und die Zutatenliste für die Pizza Bianca nach römischer Art noch recht simpel sind, stehen wir bei der weißen Sauce für die Pizza Bianca aus der Toskana schon vor einer größeren kulinarischen Frage. Für die weiße Sauce existieren schließlich die verschiedensten Rezepte mit den unterschiedlichsten Zutaten. Darunter Ricotta, Mozzarella, Parmesan, Frischkäse, Trüffelcreme, und und und. Welche für euch die „richtige“ Mischung ist, bleibt natürlich Geschmackssache. Wir empfehlen euch, nicht allzu viele verschiedene Komponenten zu vermischen, um den Geschmack der Sauce definiert zu halten. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Ricotta-Sauce mit einem Hauch Parmesan?

Tipp: Für die Sauce einer Pizza braucht ihr ca. 100-150 Gramm an „weißen Zutaten“ (z. B.: 100 Gramm Ricotta + 50 Gramm Parmesan). Dazu kommen je nach Geschmack Gewürze und Kräuter wie etwas Salz und Pfeffer, Zwiebeln und eine Knoblauchzehe. Denkt unbedingt daran, die Zutaten alle gut miteinander zu vermischen und die Sauce cremig zu rühren, bevor ihr sie auf der Pizza verteilt.

Wie lange muss Pizza Bianca backen?

Die Zeit, die eine Pizza Bianca im Backofen benötigt, unterscheidet sich nicht von einer Pizza mit Tomatensauce. Je nach Rezept und Belag braucht die Pizza etwa 10–15 Minuten bei 220° C (Ober-/ Unterhitze), um gar zu werden

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