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Eis der Marke Homemade – so einfach geht’s!

Ihr wolltet schon immer mal Eis selber machen, habt euch aber einfach noch nicht recht getraut? Hier findet ihr alles, was ihr zu dem Thema wissen müsst. Natürlich mit jeder Menge Tipps, Tricks und Rezepten!

Zartschmelzendes, cremiges Eis, am besten frisch von der Eisdiele - wer kann da schon widerstehen? Erfüllt euch einen Traum und macht euer Eis selber! In unserem Tutorial erfahrt ihr alles über die verschiedenen Eis-Arten, Grundzutaten, Eiszubereitung mit und ohne Eismaschine, passende Rezepte – und natürlich stehen wir euch mit jeder Menge Tipps und Tricks zur Seite.

Verschiedene Arten von Eis

Jeder, der sein eigenes Eis herstellen will, sollte sich erstmal überlegen, wie das Endergebnis eigentlich schmecken und aussehen soll: sahnig und cremig, fruchtig und mit Eiskristallen, halbgefroren, mit Joghurt oder Quark, als Kugel, Sandwich oder am Stiel ... Ihr seht, die Welt des Speiseeises ist groß und wild! Hier findet ihr die wichtigsten Unterschiede verschiedener Eiszubereitungen.

Eiscreme
Was haben Strawberry-Cheesecake, Cookie Dough, Sesamkrokant, Kiba, Kinderschokolade, Basil Gin Smash, salziges Karamell, Bier und ein regenbogenfarbenes Einhorn gemeinsam? Sie alle sind Eiscreme-Sorten, die in den letzten Jahren die Eisdielen erobert haben. Zugegeben, die einen weniger, die anderen mehr, aber gegessen wurden sie alle! Die klassische Eiscreme macht all diese Kreationen möglich und ist bei uns die gängigste Eis-Art in Deutschland. Je nach Milch- oder Sahneanteil gibt es andere Bezeichnungen: Eiscreme, Sahneeis, Cremeeis und Milcheis. Verrückt, oder? Wichtig für uns ist: Sie bestehen alle im Wesentlichen aus Sahne oder Milch und sind durch den hohen Fettanteil und die Zugabe von Ei oder Eigelb besonders cremig, wenn auch gehaltvoll. Auch Veganer können bei Eiscreme ordentlich zugreifen, wenn die Milch mit Pflanzenmilch, wie beispielsweise Mandel-, Haselnuss-, Soja- oder Reismilch und Sahne mit Sojasahne ersetzt wird.

Fruchteis
Neben Eiscreme ist Fruchteis weit verbreitet. Es besteht zu mindestens 20 % aus gefrorenen oder frischen Früchten und kann auf Wasser- oder Sahnebasis hergestellt werden. Fruchteis ist sozusagen eine Light-Variante von Eiscreme. Auch beim Fruchteis gibt es verschiedene Unterkategorien, eine davon ist das Sorbet. Der Unterschied zwischen Fruchteis und Sorbet? Während Fruchteis einen Fruchtanteil von mindestens 20 % enthalten muss, sind es beim Sorbet mindestens 25 %. Außerdem besteht Sorbet hauptsächlich aus Wasser und eignet sich damit auch für Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz. Sorbet ist einfach zuzubereiten und bietet sich deshalb auch zum Einstieg an. Tipp: Für euer Fruchteis könnt ihr Fruchtsäfte, Cola oder auch Fruchtpüree verwenden.

Eis am Stiel ist einfach zubereitet - und oft auf Joghurt- oder Fruchtsaftbasis

Parfait
Rein optisch sieht Parfait wie Eiscreme aus: es ist sahnig und hat eine cremige Konsistenz. Der Unterschied liegt in der Art der Zubereitung, denn, wie auch schon das französische Wort „parfait“ andeutet, handelt es sich hierbei um halbgefrorenes Speiseeis. Das bedeutet, dass es nicht unter Rühren eingefroren wird, sondern lose stehend in einer Form. Dadurch, dass im Parfait viel Sahne und Eigelb enthalten ist, das aufgeschlagen und vorsichtig untergehoben wird, bilden sich beim Gefrieren keine Eiskristalle. Es bleibt also auch ohne Rühren cremig und wird nicht allzu fest. Damit ist es eine tolle Alternative für diejenigen von euch, die keine Eismaschine besitzen, aber nicht auf sahniges Eis verzichten wollen.

Frozen Yoghurt
Frozen Yoghurt, das ist schlichtweg tiefgefrorener, fettarmer Joghurt. Ein Trend aus den USA, der mittlerweile auch in Deutschland die Runde macht. Warum er so beliebt ist? Na, da wären die cremige Konsistenz, die einfache Herstellung und die geringe Kaloriendichte: 170 Kalorien pro Portion, das kann man mal machen! Wer zu Magerquark statt Joghurt greift, kann sogar mit 88 Kalorien pro Portion auskommen. Damit ist es das perfekte Eis für alle Figurbewussten ohne Eismaschine. Doch seien wir ehrlich: Eigentlich sind es die Toppings, die wirklich Lust auf Frozen Yoghurt machen. Von Früchten, über Kakao-Nibs und Zuckerperlen bis hin zu Marshmallows gibt es fast nichts, was es nicht gibt! Und wer mag, kann sich seinen Frozen Yoghurt noch mit etwas Agavensirup oder pürierten Früchten pimpen.

Grundzutaten für selbstgemachtes Eis

Für welche Art von Eis ihr euch auch entscheidet, wichtig ist: die Zutaten sollten frisch und möglichst unbehandelt sein. Die wichtigsten Komponenten bei Eis sind Flüssigkeit, Zucker, Emulgatoren und Gewürze.

Flüssige Grundzutat
Für euer Eis braucht ihr zuerst einmal eine Flüssigkeit als Basis. Für Fruchteis kann das Wasser, Saft oder Alkohol sein, für Eiscreme ist von Milch und Sahne, über Quark und Joghurt bis hin zu Creme fraiche, Kefir oder Sauerrahm alles denkbar. Besonders Milch und Sahne haben einen hohen Fettanteil und sind damit besonders gute Geschmacksträger, die dabei helfen, die einzelnen Aromen in der Eismasse optimal freizusetzen. Deshalb empfehlen wir euch vollfette und pasteurisierte Milchprodukte.

Zucker oder andere Süßungsmittel
So ganz ohne Zucker oder Süßungsmittel geht’s nicht. Tatsächlich spielt der Zucker eine wichtige Rolle für die Konsistenz des Speiseeises. Je mehr Zucker im Eis ist, desto cremiger und weniger fest wird es. Für ein optimales Ergebnis solltet ihr darauf achten, besonders feinen Zucker oder Puderzucker zu benutzen oder ihn vor Gebrauch in etwas Flüssigkeit aufzulösen. Dann lässt er sich optimal unterheben. Alternativ kann natürlich auch mit Honig, Agavensaft, Sirup oder Karamell gesüßt werden. Tipp: Gefrorener Honig beeinträchtigt die Konsistenz von Eis, deshalb solltet ihr Zucker nicht komplett mit Honig ersetzen.

Je cremiger das Eis, desto höher ist der Zuckergehalt im Eis

Eier als Emulgatoren
Eier oder Eigelb wird in vielen sahnigen Eissorten verarbeitet. Das liegt an ihren Eigenschaften als Emulgatoren. Sie sorgen nämlich dafür, dass sich Fett und Wasser nicht voneinander trennen. Außerdem binden Eier, sodass euer Eis eine cremige Konsistenz erhält. Wenn ihr Eier für euer Eis benötigt, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr ganz frische Eier verwendet. Es gibt auch Eis-Rezepte, bei denen die Ei-Milch-Zucker-Masse „simmern“ muss, das heißt, dass die Flüssigkeit bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzt wird. Für veganes Eis kann statt Ei auch Johannisbrotkernmehl benutzt werden. Es geliert beim Unterrühren in die Eismasse.

Gewürze und Früchte für den Geschmack
Endlich geht es um das Wesentliche bei eurem Eis: um den Geschmack! Hier könnt ihr euch nach Herzenslust austoben. Entweder bedient ihr euch bei frischen Früchten, am besten aus der aktuellen Saison. Je reifer die Früchte, desto aromatischer sind sie. Ihr könnt aber auch Tiefkühl- oder Dosenfrüchte verwenden. Gerade Beeren aus der Tiefkühlung sind meist günstiger und in größeren Mengen zu kaufen. Bei Früchten und Obst aus der Dose solltet ihr unbedingt die Zuckermenge im Rezept anpassen, denn Dosenware ist oft schon gezuckert. Bei frischen und bitteren Früchten solltet ihr dagegen etwas mehr Zucker verwenden, als im Rezept beschrieben. Das ist beispielsweise der Fall bei Zitronen, Himbeeren oder Grapefruit. Wie, Himbeeren sind bitter? Ja, wirklich! Das liegt an ihren kleinen Kernen. Deshalb empfehlen wir euch, pürierte Himbeeren zuerst durch ein Sieb laufen zu lassen, damit ihr die bitteren Kerne später nicht in der Eismasse habt.
Abgesehen von Früchten bieten sich auch Nüsse, Kerne und Nussmus an, wie beispielsweise Macadamianüsse, Haselnüsse, Mandeln oder Pistazien. Habt ihr auch schon mal in euer Gewürzregal geguckt? Vielleicht habt ihr noch eine Vanilleschote, Kakao, Zimt oder Kaffee, der sich für euer Eis anbieten würde! Ihr könnt auch mit Chili, Pfeffer, Ingwer, Lakritze, Anis, Safran oder Lavendel experimentieren. Unser Tipp: Weniger ist mehr!

Vanilleeis ist ein absoluter Klassiker. Mit echter Vanilleschote verfeinert, ein purer Genuss!

Zubereitung mit Eismaschine

Ihr seid glückliche Besitzer einer Eismaschine? Herzlichen Glückwunsch! Damit ist euer Eis natürlich besonders easy und schnell zubereitet. Ihr braucht die Eismasse einfach nur gemäß Rezept vorbereiten und im Kühlschrank auf ca. 6 Grad Celsius herunterkühlen lassen, bevor ihr sie in eure Eismaschine gebt. Hat die Maschine ihren Part erledigt, könnt ihr prüfen, ob euch die Konsistenz des Eises gefällt. Für festeres Eis könnt ihr es nochmal 1 - 2 Stunden im Gefrierfach lagern.

Zubereitung ohne Eismaschine

Auch ohne Eismaschine könnt ihr euch leckeres Eis zaubern. Ihr braucht nur etwas mehr Zeit und Geduld dafür. Zuerst gilt es natürlich die Eismasse zusammen zu rühren und im Kühlschrank abkühlen zu lassen. Anschließend füllt ihr die Masse in eine große, am besten vorgekühlte, Frischhaltedose und stellt sie in den Gefrierschrank. Nach 1 – 2 Stunden könnt ihr nochmal nachsehen, ob das Eis angefroren ist und mit einem Löffel ordentlich durchrühren. Wenn ihr diesen Vorgang noch ein paar Mal alle 30 Minuten wiederholt, dürft ihr euch auf sagenhaft cremiges Eis ohne Eiskristalle freuen. Lasst es euch schmecken! Denkt aber bitte dran, dass ihr das Eis nicht länger als eine Woche im Gefrierschrank aufbewahren solltet.

Noch einen kleinen Gourmet-Tipp gefällig? Wie wäre es mit selbstgemachter Karamellsauce? Hier findet ihr unser Rezept für dekadent leckere Whiskey-Karamellsauce

Man nehme fertiges Eis, Schokoladenkuvertüre und Butterwaffeln - und schon ist das Eis-Sandwich geboren!

Schnelles Eis ohne Eismaschine: Nicecream
Das klingt euch jetzt doch etwas zu aufwendig? Wir haben noch eine Alternative für euch: Nicecream! Das gesunde, vegane und einfach zubereitete Eis hat spätestens seit Attila Hildmann viele Nachahmer in deutschen Küchen gefunden. Kein Wunder, denn sie ist lecker und dazu noch kalorienarm. Ihr braucht lediglich etwas Pflanzenmilch, eine gefrorene Banane und je nach Lust und Laune könnt ihr noch Beeren, Superfoods und Gewürze dazugeben. Jetzt braucht ihr nur noch den Mixer anschmeißen und alles schön fein pürieren. 

Pannenhilfe – mit diesen Tipps und Tricks gelingt euch das perfekte Eis

Die Eismasse ist fertig gerührt, aber irgendwie wird das Eis nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt? Keine Panik, wir lassen euch jetzt nicht im Stich!

Warum ist mein Eis zu weich?

  • Alkohol im Spiel? Für Eis mit Alkohol gilt: Den Alkohol erst während des Gefriervorgangs dazugeben. Warum? Alkohol verzögert den Gefrierprozess.
  • Wie sieht euer Mischverhältnis aus? Optimal ist, wenn flüssige und feste Zutaten im Verhältnis 2:1 stehen. Insgesamt sollte ca. „nur“ ein Fünftel der Eismasse aus Zucker bestehen, damit das Eis nicht zu weich wird.
  • Eismaschinenbesitzer aufgepasst: Habt ihr die Eismasse genügend abkühlen lassen, bevor ihr sie in die Eismaschine gefüllt habt? Sie sollte Kühlschranktemperatur betragen. Wenn das nicht das Problem ist: Wie viel Eismasse habt ihr in den Behälter gefüllt? Ist die Maschine zu voll, kann sie nicht genügend Luft unterrühren. Ihr solltet nicht mehr als zwei Drittel des Behälters mit Eis füllen.

Was tun bei zu hartem Eis?

  • Wie viel Zucker enthält euer Eis? Je mehr Zucker in der Eismasse ist, desto loser wird es. Eventuell müsst ihr nochmal nachzuckern.
  • Es könnte auch an der Temperatur eures Gefrierschrankes liegen. Meistens kühlen sie die Lebensmittel auf bis zu – 24 Grad herunter. Eisdielen arbeiten mit Temperaturen um die – 11 Grad. Das Eis ist immer noch kalt, aber hat eine weichere Konsistenz.
  • Wenn alle Stricke reißen: Das Eis einfach früher aus dem Gefrierschrank nehmen und antauen lassen. 
Eis schmeckt noch besser mit dem richtigen Topping! Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Lust auf selbstgemachtes Eis? - Unsere besten Rezepte

Nachdem ihr den Theorie-Teil erfolgreich bezwungen habt, geht es jetzt an den Fun-Part: Die Auswahl des richtigen Rezeptes! Guckt euch doch mal hier um. Viel Spaß beim Schmökern!