Lifestyle

Preiswerte Küche leicht gemacht – so geht günstig Kochen

Günstige Küche in gesund, kein Problem. Vom Einkauf, über die Auswahl der Lebensmittel, bis hin zur Zubereitung - Wir zeigen euch, wie ihr mit ein paar Kniffen eine Menge Geld beim Kochen einsparen könnt.
Sven
Sven, Redaktion

Nicht nur der Sprit wird in Deutschland immer teurer, sondern auch unsere liebste Beschäftigung: das Essen. Die Preise vieler Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten extrem angestiegen. Gründe hierfür gibt es viele, wie etwa den Krieg in der Ukraine und die steigende Inflation.

Das trifft uns alle besonders hart, wenn wir Wert auf eine günstige, schnelle und dennoch gesunde Ernährung legen. Glücklicherweise habt ihr uns: We care und zeigen euch die besten Tipps, wie ihr preiswert kulinarisch durch den Tag kommt.

Zwei Wege, um Geld in der Küche zu sparen

Wenn ihr euer Essen günstig zubereiten wollt, sind im Grunde zwei Faktoren wichtig:

  1. Auf der einen Seite spart ihr durch die smarte Nutzung eurer Küchengeräte Strom und Energie ein. Das wirkt sich wiederum positiv auf eure Finanzen aus.

  2. Der zweite wichtige Faktor ist die Wahl günstiger Lebensmittel und wie ihr mit ihnen in der Küche umgeht. Je weniger ihr dabei wegwerft, desto besser.

Vor allem bei Obst und Gemüse handelt es sich um gesunde Lebensmittel, die nicht viel kosten. Euren Speiseplan ergänzt ihr nach Belieben mit Vollkornprodukten, Kartoffeln oder Nudeln, die euch über eine längere Zeit satt halten. Quark oder Hüttenkäse bieten sich als günstige Milchprodukte mit einem hohen Proteingehalt an.

Eine gute Orientierung für eine ausgewogene Ernährung, die nicht teuer sein muss, findet ihr bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Geld sparen beim Einkauf der Lebensmittel

Günstiges Kochen beginnt beim Einkauf eurer Lebensmittel. Neben dem üblichen Vergleich von Preisen im Supermarkt eures Vertrauens, haben wir ein paar weitere Einkaufs-Hacks für euch gesammelt.

Speiseplan für eine preiswerte Küche

Um beim Kochen Geld zu sparen, geht es zuerst einmal um die Frage, was ihr überhaupt zubereiten und essen möchtet. Legt euch einen Speiseplan für die jeweils kommende Woche zurecht. Der bildet die Basis für eure spätere Einkaufsliste.

Entwerft den Wochenplan so, dass ihr alle verderblichen Lebensmittel, die ihr einkauft, innerhalb der Woche verarbeitet. Im Idealfall bleibt nichts übrig. Das wirkt sich nicht nur positiv auf euren Geldbeutel, sondern auch auf die Umwelt aus.

Ihr profitiert nicht nur in der Küche: Ein Essensplan kostet euch weniger Zeit und Nerven, weil ihr nicht täglich einkaufen müsst. Geht ihr seltener zum Supermarkt, bedeutet das weniger „Lustkäufe“. Es landen also weniger Sachen im Einkaufswagen, die nicht auf der Liste stehen. So behaltet ihr den Überblick über eure Ernährung.

Ein durchdachter Speiseplan von Montag bis Freitag könnte beispielsweise so aussehen:

Der Einkauf: die Basis fürs günstige Kochen

Je nach Größe deines Haushalts ist ein Wocheneinkauf schon ab 100 Euro oder günstiger für eine vierköpfige Familie möglich. In erster Linie hängt das davon ab, welche Gerichte ihr für die kommende Woche eingeplant habt. Rezepte, die viel Obst und Gemüse beinhalten, sind günstiger als Fleisch- oder Fischgerichte.

Legt eine genaue Einkaufsliste an, die sich an eurem Speiseplan orientiert. Notiert nur das, was ihr wirklich braucht. Dazu checkt ihr im Vorfeld eure Vorräte. Die Lebensmittel, die ihr dann noch benötigt, kommen auf den Einkaufszettel. Eine durchdachte Liste hilft euch dabei, nicht nur günstig, sondern auch abwechslungsreich und ausgewogen zu essen.

Vorräte anlegen und länger preiswert Essen

Gewisse Lebensmittel solltet ihr einfach zu Hause haben. Es ist sinnvoll, wenn ihr euch direkt mit größeren Vorratspackungen eindeckt. Je größer die Packung und die Menge, desto günstiger sind die Produkte. Vor allem trockene Lebensmittel und nicht verderbliche Waren halten sich sehr lange. Konserven sind geeignet, um sie teils mehrere Jahre zu lagern. Aus diesen haltbaren Lebensmitteln könnt ihr sogar richtig kreative Gerichte zaubern.

Zu den Lebensmitteln, die sich sehr lange halten, zählen unter anderem:

  • Nudeln,

  • Reis,

  • Dosenobst oder -Gemüse und

  • verschiedene Öle.

Achtet bei Ölen darauf, ob es sich um kaltgepresstes oder raffiniertes Öl handelt. Raffiniertes Öl ist verschlossen rund 2 Jahre haltbar. Kaltgepresstes Öl hält sich etwa 12 Monate. Nach dem Anbrechen verbraucht ihr es am besten innerhalb von ein bis zwei Monaten.

Notvorrat anlegen

Die Bundesregierung empfiehlt auf ihrer Seite das Anlegen eines Notvorrats. Auf gekühlte und tiefgekühlte Lebensmittel gilt es dabei zu verzichten. Der Vorrat dient euch zur Überbrückung einer bis zu 14-tägigen Notsituation.

Geld sparen bei der Zubereitung

Nach dem Einkauf geht’s für euch ab an den Herd. Mit einem sparsamen Kochstil esst ihr ebenfalls supergünstig.

Lebensmittel aufbrauchen und Geld sparen

Jährlich landen in Deutschland rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Ganze 59 Prozent davon entfallen auf die privaten Haushalte. Pro Kopf werfen die deutschen Verbraucher*innen pro Jahr rund 78 Kilogramm weg. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hervor. Allein das sollte Grund genug sein, um mit den Lebensmitteln, die ihr einkauft, respekt- und verantwortungsvoll umzugehen.

Starten wir mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Bei Obst, Gemüse und anderen frischen Lebensmitteln könnt ihr euch ruhig auf eure Augen, eure Nase und euren Geschmackssinn verlassen. Erst dann, wenn etwas nicht mehr gut riecht oder schmeckt, sortiert ihr es aus. Gleiches gilt für Milchprodukte.

Leider landen viel zu häufig Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, im Müll, obwohl sie noch genießbar wären. Ihr werft also bares Geld einfach weg.

Bei rohem Fleisch, insbesondere Hackfleisch, Fisch und Geflügel solltet ihr natürlich vorsichtig sein, da es sich hier um besonders schnell verderbliche Lebensmittel handelt. Lagert es bei maximal 4 Grad nur sehr kurze Zeit im Kühlschrank.

Resteverwertung

Idealerweise plant ihr euren Speiseplan für die Woche so, dass alles verwertet werden kann. Checkt in eurem Kühlschrank vor dem Einkauf, welche Lebensmittel bereits für euren Plan vorhanden sind. Sollte trotzdem Lebensmittel übrig bleiben, versucht sie in eure Rezepte einzubauen. Nichts muss im Müll landen. Selbst Küchenreste lassen sich oft noch sinnvoll nutzen in Aufläufen, Eintöpfen oder Suppen.

Meal prep und auf Vorrat kochen

Eine gute Methode, wie ihr im Alltag Geld fürs Essen spart, ist das Meal Prepping. Dabei kocht ihr schon am Wochenende Gerichte für die kommende Woche und verzichtet so auf teure Lunchpausen.

Die Vorbereitung für die Woche dauert je nach Aufwand der Rezepte etwa anderthalb bis drei Stunden. Je nach Art des Gerichts halten sie sich gut gekühlt bis zu vier Tage. Achtet darauf, dass ihr die vorgekochten Gerichte direkt nach dem Kochen schnell abkühlen lasst. So verhindert ihr, dass sich Keime vermehren. Am besten funktioniert das, wenn ihr die Mahlzeiten in kleinere Gefäße umfüllt und sie kurz danach im Kühlschrank lagert.

Angebote vergleichen und sparen

Brecht aus euren Gewohnheiten aus und geht für euren Wocheneinkauf nicht unbedingt immer zu eurem Stammsupermarkt. Es kann sich lohnen, die verschiedenen Angebote der Supermärkte und Discounter zu vergleichen. Nehmt euch also Zeit für euren Wocheneinkauf und plant ihn gründlich, um möglichst viel zu sparen. Dann ist es sogar möglich, ein ganzes Menü auf die Beine zu stellen, ohne dafür viel Geld auszugeben.

Geld sparen bei der Wahl der Lebensmittel

Obst und Gemüse sind besonders gut geeignet, um beim Kochen Geld zu sparen. Auf Fleisch müsst ihr zwar nicht unbedingt verzichten, jedoch kocht es sich ohne tierische Produkte deutlich günstiger.

Regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugen

Ein weiterer Aspekt, den ihr bei eurem Speiseplan beachten solltet, wenn ihr aufs Geld schaut, ist die Herkunft der Lebensmittel. Kommen sie aus eurer Region, hat das den Vorteil, dass die Transportwege kürzer ausfallen. Die Produkte müssen außerdem nicht so lange gekühlt werden. Beides minimiert die Kosten im Supermarkt, wovon ihr natürlich profitiert.

Gleiches gilt für saisonale Lebensmittel. Es müssen keine künstlichen Bedingungen geschaffen werden, um bestimmte Lebensmittel ganzjährig anzubieten. Das spiegelt sich am Ende im Preis wider.

Produkte, die saisonal und regional angebaut werden, schmecken zudem viel besser, frischer und sind gesünder, weil weniger Zeit zwischen Ernte und Zubereitung liegt. Besser für die Umwelt ist es allemal.

Sparen beim Lebensmittelretten

Statt Lebensmittel wegzuwerfen, bieten viele Supermärkte, Discounter, Restaurants und andere Gastrobetriebe Lebensmittel und Gerichte günstiger an. Einen Überblick darüber, wer was günstiger in eurer Nähe anbietet, verschaffen euch Apps, wie etwa „Too Good To Go“, „Foodsharing“, „ResQClub“ oder „Zu gut für die Tonne“.

Viele Supermärkte bieten zudem Lebensmittel, die bald ablaufen, zu reduzierten Preisen an. Die Auswahl hier ist groß. Wenn ihr flexibel bei der Auswahl verschiedener Lebensmittel seid und nicht auf bestimmte Marken besteht, werdet ihr hier bestimmt fündig.

Tipp zum Bäckerbesuch

Noch ein Tipp: Beim Bäckerbesuch bekommt ihr Brot oder andere Backwaren vom Vortag meist zu einem niedrigeren Preis. Fragt einfach an der Theke nach.

Lebensmittel, die satt machen

Je länger euch eine Mahlzeit satt hält, desto besser. Konzentriert ihr euch beim Essen vor allem auf Kohlenhydrate und Proteine, ist das nicht nur gesund, sondern schont auch euren Geldbeutel. Vor allem pflanzliche Produkte sind gemeint.

Vollkornprodukte sind echte Sattmacher. Ihr findet im Supermarkt eine ganze Reihe von Vollkornalternativen, wie zum Beispiel Vollkornreis, -Nudeln oder -Brot. Kartoffeln, Haferflocken und Hülsenfrüchte halten euch ebenfalls über einen längeren Zeitraum satt und glücklich. Der Vorteil dabei: Ihr müsst nicht so viel davon essen, um dem Hunger zu entgehen. 

Falls ihr auf tierische Produkte nicht verzichten möchtet, ergänzt euren Speiseplan mit Eiern, Quark oder Käse. Gutes Fleisch ist teuer, also spart ihr hier durch den Verzicht eine Menge Geld ein.

Weniger Geld beim Einkauf ausgeben: Obst und Gemüse zu Hause anbauen

Falls ihr kein Geld für frische Lebensmittel ausgeben möchtet, dann legt euch einen grünen Daumen zu. Baut euer eigenes Obst und Gemüse an, um zumindest ein paar Euro beim Kochen einzusparen.

Frische Kräuter lassen sich sehr gut auf einem kleinen und sonnigen Balkon großziehen. Selbst in der Wohnung könnt ihr mit wenig Platz Obst und Gemüse anbauen. Die Grundbedingung dabei ist, dass ihr ein sonniges Plätzchen für die Pflanzen findet.

Gemüseanbau zu Hause

  • Gemüsepflanzen in der Wohnung: Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Bohnen, Kohlrabi, Kürbis, Brokkoli, Chili, Blattsalate, Erbsen und verschiedene Kräuter wie Kresse.

  • Gemüsepflanzen auf dem Balkon oder im Garten: Hier geht natürlich deutlich mehr. Ihr könnt Tomaten, Bohnen, verschiedenste Kräuter, Gurken, Zucchini, Radieschen, Erdbeeren oder Blaubeeren anbauen. 

Schnell und günstig kochen: Rezepte mit wenigen Zutaten

Schnell, einfach und vor allem günstig kocht ihr mit möglichst wenig Zutaten. Dabei wird es auf euren Tellern jedoch nicht langweilig. Sucht euch drei bis maximal fünf Zutaten aus, die ihr verwenden möchtet und vorher frisch einkauft. Diese Ergänzt ihr mit Zutaten, die ihr ohnehin in euren Vorräten habt. So könnt einen Speiseplan für eine ganze Woche mit sparsamen Gerichten zusammenstellen.

Die passende Inspiration für günstige Rezepte haben wir für euch an dieser Stelle zusammengefasst.

Bock auf mehr?

Lade Daten...
schließen
Newsletter
Newsletter

Bleib doch

Noch kurz

Melde dich für unseren FOODBOOM-Newsletter an und erhalte regelmäßig BOOMbastisch leckere Rezepte direkt in dein Mail-Postfach!

Jetzt anmelden