Grundrezepte

Moscow Mule It!

Er ist einer der einfachsten, aber gleichzeitig auch spannendsten Klassiker: Der Moscow Mule. In unserer Drink-Kunde erfahrt ihr, wie die Mischung aus Ginger Beer, Limette und Wodka perfekt wird.

Judith
Judith, Redaktion

Ladies and Gentlemen, wir präsentieren einen absoluten Klassiker! In den Hauptrollen: Ginger Beer und Wodka. In der Nebenrolle: Limettensaft. Was der Drink mit Hollywood zu tun hat, wer der geheime Star ist, und wie ihr den perfekten Moscow Mule zubereitet, erfahrt ihr hier. Kleiner Spoiler: Es ist gar nicht schwer …

"Ich hätte gern einen Moskauer Maulesel." - wenn ihr euch traut, diesen Drink beim Barkeeper eures Vertrauens zu bestellen, geht der auf uns!  
Wie bei den meisten klassischen Drinks ranken sich auch um den Moscow Mule viele Legenden. Er soll seinen Ursprung, entgegen des Namens, aber nicht in Moskau, oder überhaupt in Russland, sondern in der Bar "Cocks 'N‘ Bulls" im Hollywood der 1940er haben. Der Manager John G. Martin wollte Smirnoff Wodka erfolgreich machen, der Besitzer der Bar, Jack Morgan, sein selbstgebrautes Ginger Beer und die russische Emigrantin Sophie Berezinski ihre Becher aus Kupfer. Gemeinsam, so erzählt man sich zumindest, kamen sie auf die Idee ihre Produkte zu kombinieren und mit etwas Limette zu verfeinern - geboren war der Moscow Mule.

Moscow Mule – die Zutaten

Der Moscow Mule ist die Ursprungsform der Mules, auch "Bucks" genannt, die aus einem Basisalkohol, Ginger Beer und einem Zitrussaft bestehen und zu den Highballs gehören.

Auch wenn ihr noch komplett neu seid im Drink-Biz, beim Moscow Mule könnt ihr wirklich kaum etwas falsch machen - aber viel Eindruck schinden, wenn ihr auf die richtigen Zutaten setzt …

​Der richtige Wodka für Moscow Mule

Ok, Wodka ist nicht gerade der König der unterschiedlichen Aromen und Varianten (looking at you, Gin). Beim Moscow Mule ist es dafür aber wichtig eine Sorte auszuwählen, die sich nicht bei jedem Schluck die Speiseröhre hinunter brennt. Kurz: der günstigste Wodka vom Discounter macht hier nicht den Job. Traditionell gehört in den Moscow Mule natürlich ein kräftiger, russischer Wodka. Letztendlich entscheidet aber euer Geschmack, welcher Wodka für euch der richtige ist.

Das richtige Ginger Beer

Wir halten fest: Der Wodka macht, rein geschmacklich, nicht viel mit eurem Moscow Mule. Ganz anders sieht es aber mit dem eigentlichen Hauptdarsteller des Drinks, dem Ginger Beer aus. Genau genommen, ist es die Schlüsselzutat, denn das Ginger Beer sorgt nicht nur für die Kohlensäure und das Prickeln im Drink, sondern auch für die süßliche Schärfe, die den Moscow Mule so einzigartig macht. ​

Geheimzutat Limettensaft

Bei einem Drink, der nur aus drei Zutaten besteht, sollten die einzelnen Komponenten besonders sorgfältig ausgewählt werden. Dass ihr für den Moscow Mule keine Limette aus der Spritzflasche wählt, versteht sich deshalb von selbst. Ob ihr die Limette aber frisch in den Drink presst, oder den Saft etwas ziehen lasst, ist euch überlassen.

Moscow Mule – Rezept und Zubereitung

Viel einfacher als einen Moscow Mule zu mixen, geht es kaum:

Für 1 Drink braucht ihr: 

  • ​20 ml Limettensaft
  • 50 ml Wodka
  • Eiswürfel
  • Ginger Beer zum Auffüllen
  • Bio-Limette oder Gurke für die Deko


Zubereitung:

Wodka, Limettensaft und Eiswürfel in einen Moscow Mule Becher geben und mit Ginger Beer auffüllen. Kurz rühren und mit Limettenscheiben oder Gurke dekorieren.

Das Rezept zum Ausdrucken findet ihr hier: Moscow Mule.​

    Moscow Mule Becher

    Ein Drink aus dem Kupferbecher? Klingt wenig fancy. Aber halt stopp, werft mal einen Blick auf dieses Exemplar aus Kupfer und ihr wisst, warum ihn die Erfinder des Moscow Mule ausgewählt haben. Diese Becher haben - so erzählt man sich - den Drink erst richtig bekannt gemacht. Denn neben dem Rezept des Moscow Mules, soll sich der Erfinder Martin auch noch eine meisterliche Marketing-Strategie ausgedacht haben. Er soll durch Bars und Pubs gezogen sein, bewaffnet mit einer Polaroid Kamera, einem Kupferbecher und einer Flasche Smirnoff. Den Wodka und den Becher hat er dem jeweiligen Barkeeper in die Hände gedrückt und ihn dann mit der Kamera abgelichtet. Mit dem fertigen Foto hat Martin seine Tour in der nächsten Bar fortgesetzt: "Wie, ihr kennt den Moscow Mule nicht, dass ist DER Drink der Stunde!" So oder so ähnlich hat Martin nicht nur den Moscow Mule, sondern auch den Wodka und Kupferbecher populär gemacht. So ging Influencermarketing in den 40ern… 

    Long Story short: der Kupferbecher sieht nicht nur ziemlich gut aus und hat dem Moscow Mule zu Bekanntheit verholfen - er sorgt auch dafür, dass der Drink besonders lange kühl bleibt! 

    Varianten des Moscow Mules

    Neben dem Klassiker mit Wodka, haben sich so einige Varianten des Drinks mit dem Ginger Beer entwickelt. Wenn ihr dem klassischen Mix noch etwas mehr Dimension geben wollt, fügt einen Schuss Angostura Bitter hinzu. Ihr wollt noch mehr Abwechslung? Dann tauscht einfach die Grundspirituose aus - statt Wodka verwendet ihr Whiskey (Three-Legged Mule), Gin (London Buck oder Gin Gin Mule), Bourbon (Kentucky Mule) oder Tequila (Mexican Mule). Besonders bekannt ist auch der Dark’N’Stormy, der auch Rum Mule genannt wird und, klaro, mit Rum gemacht wird. Wir haben außerdem eine FOODBOOM-Variante in petto: Den Riesling Mule mit Wodka!

    Natürlich könnt ihr den Moscow Mule auch ohne Alkohol zubereiten - dafür ersetzt ihr den Wodka einfach mit Sodawasser und schon habt ihr einen Virgin Mule.

    Ginger Beer oder Ginger Ale - was gehört wirklich in den Moscow Mule?

    Ginger Beer oder übersetzt Ingwer Bier - das ist ein Bier mit Alkohol, oder? Tatsächlich nicht. Ein Ginger Beer enthält weder Hopfen noch Malz und heute meist auch keinen Alkohol mehr. Der Name "Bier" ist also eher Tarnung als Realität, denn eigentlich handelt es sich um eine Limonade, die seit dem 18. Jahrhundert besonders gern in Großbritannien getrunken wurde. 

    Ginger Beer, das ist frischer Ingwer, Wasser und Hefe, die gemeinsam gären - yum! Ursprünglich hat die Fermentation das Getränk mit der nötigen Kohlensäure (und bis zu 11 Prozent Alkohol) versorgt und zum Namen "Bier" gebracht. Mittlerweile sind die meisten Sorten Ginger Beer allerdings alkoholfrei.

    Außerdem muss das Bier heute auch nicht mehr selbst gebraut werden - ein kurzer Abstecher in den Supermarkt reicht aus. Lange gab es Ginger Beer in Deutschland nur im Asia Markt zu kaufen. Dann kam Thomas Henry, hat das Ingwer Bier zurück in den Einzelhandel gebracht und damit den Moscow Mule zurück auf die Barkarte. Mittlerweile haben aber auch Fever Tree, Schweppes, Bundaberg oder Fentimans ein Ginger Beer im Sortiment. Übrigens: wundert euch nicht, wenn ihr in den Regalen "Spicy Ginger" findet - in Deutschland hergestelltes Ginger Beer darf nicht als Bier bezeichnet werden, da es eben nicht aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser besteht.

    Wenn ihr kein Ginger Beer findet, oder es lieber etwas milder mögt, könnt ihr auch Ginger Ale benutzen. Hauptsache Ingwer, wa?

    Gurke im Moscow Mule - ja oder nein?

    Kommt darauf an, wie klassisch ihr euren Moscow Mule mögt. Eigentlich hat Gurke darin nichts verloren - tatsächlich passt sie aber sehr gut zu Limette und Co. und verleiht dem Drink noch mehr Frische. Das haben sich wohl auch die Münchner Barkeeper gedacht, hier ist die Gurke im Moscow Mule nämlich kaum noch wegzudenken…

    Drinks-Rezepte mit Ginger Beer und Ginger Ale

    Endlich ist das Ginger Beer zurück im deutschen Supermarkt. Das Bier mit Ingwer - und sein Kollege Ginger Ale - sind das i-Tüpfelchen auf Drinks wie dem Ipanema. Aber das ist noch lange nicht alles, hier findet ihr noch mehr Drinks mit Ginger Beer und Co.: