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Seafood, BBQ, Wein und Kängurus

Olaf von FOODBOOM TRAVELER nimmt euch mit auf die größte Insel der Welt. Es geht eine Woche lang durch Südaustralien! Abalone tauchen, Koalas kuscheln, das Weinanbaugebiet McLaren Vale entdecken und ein BBQ mit Känguru-Fleisch mitten im Busch zubereiten. 

Nach 20 Stunden im Flieger kündigt der Pilot endlich den Landeanflug an und ich habe das Gefühl sofort mit dem joggen anfangen zu müssen. Laufschuhe kaufen, Shorts an und erstmal die Glieder wieder zum Leben erwecken! Pustekuchen… Ich vergaß, dass ja nur für meinen Bio-Rhythmus gerade der Tag beginnt und in Down Under sich aber der Tag dem Ende zuneigt. Das zerstört nicht nur meine „Lauf-Vision“, sondern wie sich in den nächsten Stunden herausstellen wird, auch meinen eben schon erwähnten Bio-Rhythmus.     

Ich mische mich unters Volk und begebe mich nur ein paar Straßen vom Hotel entfernt in meinen ersten australischen Pub. Es ist mitten in der Woche, mittlerweile 23:30 Ortszeit und ich lerne das kleine Biere nur für Frauen und das echte Kerle nur aus „eimerähnlichen“ Gefäßen ihr Bier trinken. Das kommt mir recht, denn irgendwie muss ich schließlich meinem Körper vorgaukeln, dass es bereits Zeit für Schlummer-Getränke ist.

Die Auswahl an Schlummer-Getränken ist vielfältig und geht vom klassischen Lager zu Ales, Dunkelbieren oder etwas untypischeren Stouts. Ich probiere ein lokales Pale Ale und erfreue mich an einem erfrischendem Kaltgetränk. Das Wort Kaltgetränk wird hier sehr ernst genommen und so strömt das Bier nahe dem Gefrierpunkt in dazu noch gefrorene Gläser. Bei einer Temperatur von 25 Grad um diese Zeit keine schlechte Idee. Ich bleibe noch auf einen zweiten „Eimer“ und genieße die rummelige Stimmung.

Herzmuscheln in Biersud

20 min
Mittel
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Unsere erste Rezeptinspiration aus Südaustralien: Herzmuscheln in Biersud! 

Nach dem Frühstück treffe ich Emily, die mich während meiner Reise begleitet und mit mir zusammen wieder zum Flughafen fährt. Nicht schon wieder! Aber alles nicht so schlimm, denn wir fliegen nur für 30 Minuten auf die kleine Insel „Kangaroo Island“. Ich werde heute also das erste Mal ein Känguru in freier Wildbahn sehen. Und nicht nur das, sondern Emily verspricht mir auch, dass ich heute einen richtig flauschigen Kerl kennenlernen werde. Dazu aber später mehr.

Zunächst einmal lerne ich den Wildnis-Guide Gavin kennen. Der ist zwar auch ganz flauschig, aber nicht der Kerl, den Emily mir für später versprochen hat. Gavin kommt eigentlich vom Festland und lebt seit 12 Jahren auf der Insel die von Ost nach West 155 km und von Nord nach Süd nur 50 km lang ist. Gute Information, denke ich, aber das Witzige dabei ist, dass er vom Festland spricht. Ist doch Australien eigentlich auch nichts anderes als eine Insel. Nur halt etwas größer. Genauer gesagt sogar die größte Insel der Welt, die darüber hinaus nicht nur ein eigenes Land, sondern auch noch ein eigenständiger Kontinent ist.

Fun Fact: 80% aller Tier- und Pflanzenarten gibt es nur auf diesem Kontinent und man findet sie nirgendwo anders auf der Welt, wie z.B. Kängurus, Opossums, oder Koalas.

Ganz in der Nähe des Flughafens befindet sich die kleine „Clifford‘s Honey Farm“.

Der Honig hier ist etwas ganz Besonderes, denn auf Kangaroo Island gab es eigentlich nie Bienen, bis ein paar italienische Einwanderer auf die Idee kamen ihre Bienenvölker mit aufs Segelboot zu nehmen und sie auf Kangaroo Island zu züchten. Und so gibt es seit 1851 ligurischen Honig auf einer australischen Insel und der wird zu allerlei Produkten verarbeitet. Allen voran natürlich die fast 15 verschieden Honigsorten in der Tube, im Glas oder Eimer, das legendäre Honigeis für das die meisten der Besucher kommen, Kosmetik und Kerzen aus Bienenwachs und diverse Dressings und Soßen auf Honig-Basis.

Eine weitere Rezeptinspiration aus Südaustralien: Abalone – das sind Seeschnecken, die auch als See- oder Meerohren bekannt sind. Zusammen mit einem frischen Tomatensalat und gebratenen Mini-Auberginen wird aus ihnen ein wahres Festmahl.

Abalone mit Tomatensalat und Aubergine

30 min
Mittel
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Gavin kommt eigentlich aus Adelaide und kennt Kangaroo Island schon von klein auf, da ihn seine Eltern jedes Jahr mit auf die beliebte Urlaubsinsel genommen haben. 2006 hat er sich dann entschieden auf die Insel zu ziehen und arbeitet seitdem als „Tour-Guide“. Gavin ist mit jedem Kangaroo auf der Insel per Du und kennt sich bestens mit Flora und Fauna aus. Zu dem kocht er gerne und viel. „Du bist mein Mann“ sagt ich ihm und er gibt lächelnd Gas um mir seine Lieblingsplätze zu zeigen.

Erster Stopp ist Seal Bay. Hier liegen faul die Seelöwen am Strand und erholen sich vom Fischfang, Rangkämpfen und sonstige Strapazen eines Seelöwen-Lebens. Mit einem Tour-Guide darf man auch wirklich ganz nach unten zum Strand und ziemlich nah ran. Vorsicht ist natürlich trotzdem geboten, da ein Seelöwe auch an Land ein ziemliches Tempo an den Tag legen kann. Trotz seines unförmigen Körpers und imposanten 350 kg Lebendgewicht.

Am Wegesrand und im Busch zeigt mir Gavin immer wieder essbare Pflanzen und ich staune nicht schlecht beim ersten Geschmacks-Test von Salzbusch-Blättern und dem australischen Strand-Rosmarin. Die Buschblätter sind so lecker und zart das ich sie natürlich zum Kochen mitnehme. Der Strand-Rosmarin bleibt stehen, da er einfach so intensiv und zum Kochen zu dominant ist.

Vom Stokes Bay geht‘s direkt weiter zum absoluten Highlight eines Kangaroo Island Besuchs. Der Nationalpark Flinders Chase und die Remarkable Rocks sind wirklich sehenswert. Ich bin nicht der Typ der sich alle Sehenswürdigkeiten anschauen muss, aber in diesem Moment bin ich Gavin wirklich dankbar, dass er mich hierher mitgenommen hat. Die Stein-Formationen sind riesig und stehen erhaben an der Steilküste etwa 60 m über dem Meer. Da erkennt man mal weder die enorme Kraft der Natur. Diese wunderschönen Skulpturen hätte sich ein Künstler nicht besser ausdenken können. Ich bin wirklich „geflasht“ und verweile etwas an diesem magischen Ort. Ein paar der Steine sind so geformt, dass man sich richtig gemütlich reinlegen kann. Eine kleine Pause kommt mir sehr gelegen.

Nachmittags will mir Gavin noch eine ganz besondere Überraschung machen und führt mich in den „Kangaroo Island Wildlife Park“, die verletzte oder verwaiste Wildtiere wieder aufpäppeln. Hier darf ich tatsächlich einen echten Koala kuscheln. Ein bisschen zwischen, Zoofeeling und „oh Gott, ist der süß“ versuche ich alles richtig zu machen und den kleinen Kerl nicht falsch anzupacken. Ganz schön schwer der „Kleine“. Ich habe das Gefühl wir sprechen die gleiche Sprache. Einfach ein bisschen rumhängen, chillen und was futtern sind halt unser beiden Lieblingsbeschäftigungen.

Leider bleibt nur keine Zeit zum Rumhängen, denn Gavin und ich wollen heute unbedingt noch ein kleines BBQ machen und das müssen wir jetzt langsam mal vorbereiten. Also schneller Abschieds-Kuss von meinem neuen Kumpel und ab geht‘s in die „Busch-Küche“.

Wir fliegen früh am Morgen wieder zurück nach Adelaide, um die Hauptstadt Südaustraliens von der kulinarischen Seite kennenzulernen. Der wohl beste Einstieg für einen entspannten Sonntag ist der große Indoor-Markt Plant 4 Bowden. Hier gibt‘s Live-Musik von lokalen Singer-Songwritern, hippe Cafés, ein buntes Streetfood-Angebot und allerlei zu entdecken.

Highlights waren hier ganz klar der Flat White bei Nutrition Republic, der hier wirklich in Perfektion aus der Maschine gepresst wird.

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Den restlichen Nachmittag schlendern wir durch die City, machen eine erneute Bekanntschaft mit einem sehr guten Flat White im Pink Rabbit und weil es dort so nett ist und voll mit entspannten Leuten verbringen wir hier noch ein bisschen Extra-Zeit und verquatschen uns. Heute haben wir ja auch keine Termine mehr.

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Den Abend versprechen wir uns heute als kulinarisches Highlight, denn wir haben einen Tisch bei Jock Zonfrillo reserviert. Jock ist Adelaides angesagtester Koch und mit seinem Restaurant ORANA unter den 50 besten Restaurants der Welt. Für alle die früh genug einen Tisch reservieren und ihn bekommen sei hier gesagt „Herzlichen Glückwunsch“. Wir haben es leider verpasst. Glücklicherweise hat Jock aber ein zweites Restaurant genau im gleichen Haus eröffnet. Das „Bistro Blackwood“ überzeugt mit fantastischer Bistro-Küche und einer wahnsinnigen Weinkarte. Sensationelle Naturweine aus den Adelaide-Hills und natürlich dürfen die Weine von Winzerlegende Chester Osborne nicht fehlen. Ein gelungener Abend mit Sou Vide gegartem Lamm, perfektem Risotto und einem charmantem Serviceteam.

Ein weiteres Südaustralien-Gericht: Heute wird sich gegönnt! Lammkarree mit einem Risotto aus Pak-Choi und rosa Champignons – und weil das ja noch nicht alles gewesen sein kann, gibt's oben drauf noch Parmesan-Chips.

INTERNATIONAL

Lammkarree mit Kohl-Pilz-Risotto

53 min
Mittel
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Die Vorfreude auf den morgigen Tag ist jetzt umso größer, denn wir sind beim Winzer Chester Osbourne eingeladen.

Mr. Athazagoraphobie? Oder einfach der verrückteste Winzer Süd Australiens!

Wir fahren ins berühmte Weingebiet von Süd Australien nach McLaren Vale. Hier geben sich die bekanntesten Winzer die Klinke in die Hand, besser noch gesagt die Reben und die Trauben. Schon aus Deutschland haben wir uns einen ganz besonderen Winzer ausgesucht.

Auf dem Weingut D‘Arenberg treffen wir den Winzer Chester Osborne, der vor Kurzem seinen lang ersehnten Traum erfüllt hat. Ein überdimensionaler Rubic-Würfel mit 5 Stockwerken, als Standort für sein neues Restaurant, eine Weinbar, Tasting Room und ein persönliches Museum. Am Eingang begrüßen mich Sound-Installationen, die den Wind in Sound umwandeln. Die Eingangstür ist mit 3D Fotokunst eine visuelle Täuschung und überall befinden sich so unglaublich viele kuriose Dinge und Installationen, dass es schwer fällt das zu beschreiben.

Paul Baker ist quasi der Koch des Dschungel Camps. Das Dschungel Camp ist in seinem Fall der botanische Garten in Adelaide und liefert ihm die außergewöhnlichsten Zutaten direkt vor die Haustür. Da hängen Macadamia Nüsse von den Bäumen, Zitronen-Kaviar, Zitronen-Myrte, oder Salzbuschblätter. Die verrücktesten Sachen, die jedem Rezept einen klasse Extra-Kick verleihen.

Ich treffe mich mit Paul im Adelaide Food Market und er zeigt mir hier was die lokalen Produzenten so alles an Leckereien anbieten. Eine riesige Auswahl an Käse springt mir ins Auge und natürlich auch ausgefallenere Zutaten wie Kamel-, oder Krokodilfleisch.

Wir entscheiden uns für eine Zutat, die ich bisher noch nie gesehen habe und kaufen ein kleines Schälchen mit grünen Ameisen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig Ameisen esse, aber noch erstaunlicher ist es, dass die kleinen grünen Biester richtig lecker sind und nach Limette schmecken. Verrückt, aber genial.

Der Hauptakteur unseres gemeinsamen Kochens ist allerdings aus dem Meer. „Spencer Golf Garnelen“, so sagt mir Paul, sind wohl die besten und fleischigsten Garnelen, die man bekommen kann und somit habe ich die Ehre, diese mit ihm zuzubereiten. Die Limetten Ameisen geben hier natürlich die gewünschte Säure und somit streichen wir Zitronen von unserer Einkaufsliste. Alles andere werden wir zusammen im Garten sammeln. Genau mein Ding! Raus in die Natur und sich einfach bedienen. So sammeln wir ein paar frische Kräuter, Macadamia Nüsse und die sensationellen Limettenfinger, die man auch „australischen Kaviar“ nennt, da die Fruchtzellen im Inneren genauso aussehen, aber halt intensiv nach Limette schmecken.

Ich weiß jetzt übrigens warum Macadamia Nüsse so teuer sind. Die Dinger von der Schale zu befreien ist richtig schwer und ohne Hammer kaum zu meistern. Große, harte Hülle und kleiner Kern.

Die Garnelen werden gesäubert und entkleidet und auf den Grill gelegt. Damit sie schön saftig bleiben bestreichen wir sie regelmäßig mit einem Strauch Zitronen-Myrte, den wir vorher in flüssige Butter getaucht haben. Das riecht so unglaublich gut und ist so schön einfach. Ein bisschen frische grüne Mango dazu, ein paar frittierte Salzbusch Blätter und als krönenden Abschluss die grünen Ameisen und gerösteten Macadamia Nüsse, fertig! Ganz einfach und so wunderbar gut und intensiv. Die Aromen spielen hier wirklich gut zusammen und ich schnappe mir die restlichen Ameisen, um sie mit nach Hause zu nehmen. Danke Paul für diesen tollen Nachmittag!

Abends geht‘s wieder in den Flieger und zwar nach Port Lincoln!

Ein weiteres Aussie-Rezept: Frisches, saftiges Thunfischfilet, angebraten in einer Sesamkruste und serviert auf einem Mango-Avocado-Tatar mit Pepperoni und Limette.

Thunfischfilet auf Mango-Avocado-Tatar

25 min
Schwer
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Auf den heutigen Tag freue ich mich ganz besonders. In Port Lincoln soll es das beste Seafood Südaustraliens geben und ich treffe mich mit David, einem absoluten Profi auf dem Gebiet der Meeresfrüchte. David weiß wie man angelt, taucht, schnorchelt, filetiert, und harpuniert. Und er kennt die besten Plätze für Muscheln, Lachs und exotischere Sachen wie Abalone. Schon Mal gehört?

Abalone, oder auch Seeohren genannt, sind große Schnecken sind, die in fast allen warmen Meeren dieser Welt zu finden sind. Sie sind sehr selten und deswegen auch ziemlich teuer im Einkauf. Zudem ist das Züchten äußerst mühselig und zeitaufwendig, so dass die wilden Abalone noch teurer sind. Ich habe noch nie Abalone gegessen und freue mich umso mehr, dass ich heute die Möglichkeit habe, meine erste zu sammeln und zu essen.

Lust auf mehr? HIER geht‘s zu unserem MAGAZIN!

Hier geht's zur Seafood-Safari in Südaustralien!

Ein Gericht das mit purem Geschmack überzeugt. Ohne viel Schnick Schnack wird dieser australische Lachs ganz simpel mit Salz gewürzt und mit zweierlei Zucchini, sowie bunten Tomaten serviert. Einfach lecker!

SEAFOOD

Australischer Lachs mit bunten Zucchini

30 min
Mittel
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Bier, Austern und Fish & Chips

Wir fahren mit dem Boot etwa eine halbe Stunde raus und erstaunlicherweise kann man hier immer noch im Wasser stehen. Ich werde versorgt mit Gummihandschuhen, wasserfesten Stiefeln und Gummihose, damit ich Chris ins Wasser folgen kann. An langen Leinen hat Chris unzählige Austernkörbe hängen, wo jeweils Hunderte Austern heranwachsen. Da kommen ganz schnell mal ne Millionen Austern zusammen in der Saison. „Gutes Business“ grinst Chris und greift sich einen Korb, mit dem wir zurück an Bord gehen.

Wer jetzt denkt, dass wir hier leckere Soßen auf die Austern gießen, der hat sich natürlich komplett geschnitten. So wie ich, beim ersten Versuch die Austern fachgerecht zu öffnen. Nein, im Ernst… So frische Austern muss man ganz pur genießen.

Vielleicht einen Hauch Zitrone, aber für mich eigentlich nicht, denn ich will zu 100 % die Auster schmecken. Feines Fleisch, kompakt und gar nicht glitschig. Die Austern sind wirklich perfekt und ich wünsch mir einen kalten mineralischen Weißwein. Den gibt‘s zwar nicht, dafür kann ich aber so viele Austern essen wie ich möchte. So kann ein Tag anfangen. Ein gelungener Aperitif.

Bock auf eine Austern-Safari? Hier geht's zur Website!

Für den Hauptgang geht‘s wieder zurück nach Port Lincoln, wo David mir das beste Fish & Chips verspricht. Im „The Fresh Fish Place“ gibt es seit dem Jahre 2000 frischen Fisch, geräucherte Spezialitäten und eben einen ziemlich beliebten Mittagstisch. Es ist wirklich herrlich! Eine knusprige, gut gewürzte Panade umhüllt hier den Fisch und die Tintenfisch-Ringe. Die Pommes sind genau richtig. Heiß, Außen kross und Innen saftig. Ein paar Spritzer Zitrone, ein Hauch von selbst gemachter Mayonnaise. Wow!

Mit vollem Magen geht‘s weiter in die Beer Garden Brauerei. Mark Lincoln und Janie Butterworth brauen hier mit ihren Söhnen Bier im nachhaltigen Sinne. Solarenergie, Abwasser-Recycling, Treber-Verwertung und die Nutzung von Regenwasser zum Einmaischen der lokalen Getreide-Sorten stehen für den Familienbetrieb an erster Stelle. Selbst der Hafen wird vor Ort geerntet und somit ist das Bier wirklich lokal. Es gibt deutsches Hefeweizen, Pils, aber auch ein sehr leckeres Coffee-Porter in Kollaboration der Kaffee-Rösterei „Eyre Rosted“, die sich ebenfalls im gleichen Gebäude befindet. Kaffee und Bier in einem machen für mich die Krönung meines heutigen 3 Gang Menüs in Port Lincoln. Bestes Seafood, eine junge kreative Food-Szene und traumhafte Landschaften.

Mandoo:

Okay, eigentlich gebe ich nur Tipps zu lokalen Restaurants, mit authentischer regionaler Küche, aber dieses kleine Juwel in der Innenstadt Adelaide kann und will ich niemandem vorenthalten. Ich werde von solchen Läden magisch angezogen und weiß innerhalb weniger Sekunden, dass es sich hier um richtig gutes Essen handelt. Einige Hinweise verrate ich euch jetzt. Es gibt nur eine Rezeptur, auf die sich konzentriert wird, der Laden ist klein und offensichtlich in Familienbesitz. Die Zubereitung findet vor den Augen aller Anwesenden statt und der Laden platzt aus allen Nähten und das immer!

Dieses kleine koreanische Familienrestaurant verzaubert seine Gäste mit kleinen gefüllten Teigtaschen, die wahlweise frittiert und gedünstet werden. Mit Schwein, Huhn, oder dem obligatorischen Kimchi. Das für Koreaner Lebenswichtige Bibimbap ist natürlich auf der Karte, aber das war‘s dann auch. Mehr sag ich nicht. Hingehen, bestellen, glücklich sein!

Beach Organics:

Barry Beach klingt nach einem Künstlernamen für einen coolen Surferboy, ist aber der richtige Name eines echten Trüffelschweins im Bereich Gewürze. Zwar ist Barry auch Surfer, er ist ja auch Australier. Seine Passion gilt aber dem Reisen und der Suche nach richtig guten Zutaten. In seinem Laden bin ich ausgeflippt und bin mit verschiedensten Pfeffersorten, einer Tasche voll unterschiedlicher Salzsorten und dem hochwertigsten Kurkuma, Sternanis und Vanillestangen hinausmarschiert. Barry ist megaentspannt und erklärt einem alles. Hier ist Leidenschaft und Überzeugung am Start! Danke, Barry!

China Town:

Direkt ums Eck vom Central Market in Adelaide befindet sich China Town. Hier wimmelt es nur so von Restaurants mit Peking-Enten, Schweinebauch und Nudelsuppen. Die zahlreichen Gassen und Gänge sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

So, jetzt aber genug mit Tipps, denn ihr sollt die Stadt und die Region ja auch noch selber entdecken. Lasst es euch schmecken, grüßt mir die Koalas und trinkt einen leckeren Shiraz auf FOODBOOM TRAVELER. Cheers!

Abreise

Auf geht's zurück ans andere Ende der Welt.

Südaustralien, du hast mich echt begeistert! Ausgefallenes BBQ, Sonne pur und endlose Weite an den vielen wunderbaren Stränden....

Der Süden der größten Insel der Welt kann sich definitiv sehen lassen ;-)

Und hier noch eine weitere Aussie-Rezeptinspiration von uns:

SEAFOOD

Jakobsmuscheln auf Kohlsalat und Wildreis

35 min
Mittel
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