HOW TO

Griechisch für Anfänger: Tzatziki selber machen

Cremig, griechisch und herrlich knoblauchlastig: Egal ob zu Brot, Salat, Kartoffeln, Fleisch oder Fisch – Tzatziki passt einfach immer! Mit unserem Grundrezept zum Selbermachen gelingt euch der Original Joghurt-Dip problemlos.

Svenja
Ein Artikel von Svenja

Food-Redakteurin Svenja liebt stundenlange Koch-Experimente. Als Hobby-Selbstversorgerin macht sie viel von der Pike auf selbst & würzt ihre Artikel mit nordischem Flair und How tos.

Wo kommt Tzatziki her?

Tzatziki aus Griechenland ​

Zugegeben, allein schon der Name wird seinen griechischen Ursprüngen gerecht: Tzatziki liest sich nicht nur unaussprechlich, sondern ist für viele auch ein wahrer Zungenbrecher. Doch das tut der klassisch griechischen Vorspeise, den sog. Mezzedes, keinen Abbruch – Tzatziki ist DER Klassiker zur Grillsaison! Der cremige, kalte Dip besteht traditionell aus griechischem Joghurt, Olivenöl, Gurken und ordentlich Knoblauch. Damit passt er so ziemlich zu allem, was Spaß macht: gegrilltes oder gekochtes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte (zum Beispiel zu unseren Caipirinha-Spießen), Brot, Baguette oder Fladenbrot, Ofengemüse, Salat oder für euren Kumpir – ihr habt die Qual der Wahl!

Tzatziki aus der Türkei

Neben griechischem Tzatziki gibt es auch noch eine türkische Variante, das sogenannte Cacik, bestehend aus entwässertem Süzme-Joghurt, gewürfelten oder geraspelten Gurken, Knoblauch, Olivenöl und Kräutern (meist Dill und/oder Minze). Damit unterscheidet es sich zwar nur in Details vom griechischen Tzatziki, passt aber genauso gut zu Fleisch und Grillspeisen.

Der treuste Freund für alle, die Tzatziki machen wollen: Knoblauch

Zutaten für klassisches Tzatziki

Original griechisches Tzatziki hat viele Vorteile: Es ist gesund, schnell und einfach zubereitet, hält euren Geldbeutel bei guter Laune und die Einkaufsliste schön übersichtlich. Hier erfahrt ihr, was es bei den Zutaten zu beachten gibt.

  • Das Wichtigste: Knoblauch

Würzig, leicht scharf und dominant – Knoblauch kann sich nicht so einfach hinter anderen Zutaten verstecken. Ganz im Gegenteil: Oft ist Knoblauch die tonangebende Ingredienz in vielen Saucen und Dips. Schon eine kleine Knoblauchzehe reicht aus, um Gerichten so richtig Feuer unterm Hintern zu machen. Tipp: Zerdrückt die geschälte Knoblauchzehe statt sie in Scheiben zu schneiden oder ganz ins Gericht zu geben. So entfaltet Knoblauch sein Aroma am besten. Je nach Saison könnt ihr statt Knoblauch auch Bärlauch verwenden. Er schmeckt milder und hinterlässt nicht die typische Knobi-Fahne.

  • Grünes Gemüse: Gurken

Durch ihren hohen Flüssigkeitsgehalt wirken Gurken erfrischend und sind äußerst kalorienarm. Also nur rein ins selbst gemachte Tzatziki damit! Für das Grundrezept benötigt ihr eine halbe Salatgurke, die ihr schön fein raspelt und ein wenig ausdrückt. Tipp: Gurke in ein Sieb hinein reiben und etwas ausdrücken, anschließend für ein paar Minuten auf Küchenpapier auslegen. So wird euer selbst gemachtes Tzatziki nicht zu wässrig. Übrigens braucht ihr die Gurken vorher nicht extra zu schälen. Wie bei vielen anderen Gemüse- und Obstsorten auch, sitzen die meisten Nährstoffe direkt unter der Schale.

Gurken sind kalorienarm und schön erfrischend: perfekt für euer griechisches Tzatziki!

  • Der richtige Joghurt

Original Tzatziki wird mit echtem griechischen Joghurt zubereitet. Er ist besonders cremig, etwas dickflüssiger und schmeckt intensiver als normaler Joghurt. Griechischer Joghurt ist außerdem kohlenhydratarmer und eiweißreicher, da er entwässert wird. Dafür hat griechischer Joghurt rund 10 % Fett. Aber ihr wisst ja: Fett ist Geschmacksträger! Wer keinen griechischen Joghurt zur Verfügung hat, kann auch türkischen Joghurt (10 %, sog. Süzme Joghurt), Sahnejoghurt (10 %) oder sahnigen Quark (Doppelrahmstufe oder Topfen) nehmen.

  • Feinschliff: Kräuter und Gewürze

Ihr braucht kein extravagantes Gewürzregal auffahren, um das perfekte Tzatziki zu zaubern. Salz und Pfeffer reichen völlig aus! Die Experimentierfreudigen unter euch können ihren Joghurt-Dip auch mal mit Steinsalz, Zitronensalz oder Cayenne-Pfeffer pimpen. Und wer es noch aromatischer mag, kann frische Kräuter wie beispielsweise fein gehackten Dill, Minze oder Petersilie unterheben. It’s up to you!

Tzatziki selber machen

Das Grundrezept für Original Tzatziki

Selbst gemachtes Tzatziki benötigt keine Viertelstunde in der Zubereitung! Wir zeigen euch, wie es geht:

Zutaten (4 Portionen)

  • eine halbe Gurke
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 Gramm griechischer Joghurt
  • 2 EL Olivenöl


Zubereitung

  1. Erstmal müsst ihr die Gurke waschen und feinraspeln. Streut anschließend etwas Salz drüber und lasst sie etwas stehen. Dann schält ihr den Knoblauch und reibt ihn schön fein.


P.S. Knoblauch schälen nervt? Dann haben wir einen Tipp für euch: Knoblauchknolle mit der Hand oder dem Messerrücken aufbrechen und in ein Glas mit Drehverschluss füllen. Anschließend das Glas verschließen und solange schütteln, bis sich die Haut von den Knoblauchzehen löst. Funktioniert wirklich!

  1. Drückt die geraspelte Gurke etwas aus und vermengt sie mit dem Joghurt und dem Knoblauch in einer Schüssel. Etwas Olivenöl dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und anschließend für ca. eine Stunde kühlstellen. Tadaa!

Tzatziki gehört einfach auf jedes Grillbuffet!

Wie lange muss Tzatziki ziehen?

Griechisches Tzatziki schmeckt einfach besser, wenn es Gelegenheit hatte, ein wenig durchzuziehen. Denn dann kann es sein Knoblaucharoma optimal entfalten. Eine Stunde reicht völlig aus. Am besten stellt ihr das Tzatziki solange in den Kühlschrank.

Selbst gemachtes Tzatziki schmeckt einfach am besten!

Tzatziki passt zu ...

Ob Brot, Gemüse, Fisch oder Fleisch – es gibt nichts, was euer griechischer Joghurt-Dip nicht verfeinern kann! Hier findet ihr Inspiration für euer nächstes Tzatziki-Takeover!

Brot

Schmeckt super zu Fladenbrot, Ciabatta, Baguette aber auch zu Toast, Brötchen oder Pita-Brot.

Gemüse

Kartoffeln sind natürlich in jeder Form (Pommes, Ofenkartoffeln, Kumpir, Wedges, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer usw.) absolut genial zu Tzatziki. Aber auch kombiniert mit buntem Ofengemüse, Zoodles, Gemüsesticks, Zucchinipuffer, gebackenen Auberginen, Gemüsebratlingen oder Salat schmeckt der griechische Klassiker hervorragend.

Fisch

Sowohl Fisch als auch Schalentiere vertragen Knoblauch gut. Stellt euch beispielsweise leckere Scampi-Spieße mit Tzatziki vor, oder gegrillte Dorade! Selbst Fischstäbchen schmecken umso besser mit dem leckeren Knobi-Dip. Fischbrötchen oder Fischfrikadellen am Start? Funktioniert super!

Fleisch

Neben klassischen griechischen Gerichten wie Gyrospfanne, Moussaka oder Bifteki, funktioniert Tzatziki zu allerlei gegrillten Steaks vom Rind, Schwein oder Lamm. Bratenaufschnitt, Gulasch, Frikadellen oder Bratwurst harmonieren ebenfalls gut zu Tzatziki. Selbst Innereien wie Niere oder Leber harmonieren gut. Traut euch!

Haltbarkeit und Aufbewahrung von Tzatziki

Gerade selbst gemachtes Tzatziki hält sich nicht ewig. Deshalb solltet ihr es innerhalb von fünf Tagen aufbrauchen. Fertiges Tzatziki aus dem Supermarkt kann auch bis zu zwei Wochen halten. Der Kühlschrank ist euer bester Freund für Speisen und Dips, die gekühlt werden müssen. Da Tzatziki zum größten Teil aus Joghurt besteht, sollte er in den Kühlschrank wandern und auch später nicht zu lange in der Wärme stehen.

Knoblauch und Garnelen sind ein super Dream Team!

Knoblauchgeruch? Das hilft!

Wahrscheinlich ist sie die wichtigste aller Fragen in diesem Artikel: Wie werde ich eigentlich meine Knobi-Fahne wieder los? Je nachdem, wen man fragt, erhält man andere Haushaltsmittelchen. Die einen schwören auf ein Glas Milch, andere auf Pfefferminzbonbons, wieder andere auf frische Petersilie oder rohe Kakaobohnen ... Wenn ihr nur eine vorübergehende Lösung sucht, dann reicht das auch völlig aus, aber nach einer Weile werdet ihr wieder nach Knoblauch riechen. Also lieber zweimal euren Terminkalender checken, ob nicht doch noch ein wichtiger Termin mit dem Chef oder gar ein Date ansteht.

Damit ihr eure Knoblauch-Fahne wirklich eindämmen könnt, müsst ihr zwei Dinge beachten:

  1. Das Gegenmittel muss zusammen mit dem Tzatziki gegessen werden. Es bringt also nichts, wenn ihr euch den griechischen Grillteller mit Tzatziki und Pommes vor zwei Stunden reingeschoben habt, und euch dann erst für einen Angriff gegen die Knobi-Fahne wappnet.
  2. Greift zu grünem Tee, rohen Äpfeln oder Zitronensaft! Grüner Tee und rohe Äpfel enthalten Stoffe, die die im Knoblauch enthaltenen Schwefelverbindungen neutralisieren. Zitronensaft dagegen hemmt die Enzyme, die diese Schwefelverbindungen überhaupt erst beim Schneiden des Knoblauchs freisetzen.

Grillrezepte

So, und damit ihr gar nicht lange nach den perfekten Sparingspartnern zu eurem Tzatziki suchen müsst, servieren wir euch unsere besten Rezepte für Grill-Beilagen, Grillgemüse und Kartoffeln. Viel Spaß!