Das Rührglas: Mix to impress

Rührgläser helfen euch beim Cocktailmixen so auszusehen, als hättet ihr Ahnung von dem, was ihr tut. Auch wenn das (noch) nicht so sein sollte. Aber viel wichtiger: eure Cocktails schmecken auch so. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über das Bartool wissen müsst!

Professionell wirken, ohne es sein zu müssen: Das ermöglicht euch das Rührglas. Während ihr als Hobby-Barkeeper wohl einige Zeit üben müsst, bis ihr den Cocktailshaker unter Kontrolle habt, geht das beim Rührglas ziemlich easy. Wir verraten euch, was ihr beim Mixen mit Rührgläsern beachten solltet...

Aber nicht ohne meinen Barlöffel

Wir haben es schon mal gesagt, Barlöffel und Rührgläser sind best Buddies. Der eine kann nicht ohne den anderen. Denn nur zusammen helfen sie euch dabei, euren Drink schnell und ohne großes Kleckern eiskalt zu bekommen. Bevor wir euch verraten, welche Technik ihr dafür braucht, ein paar grundlegende Infos zum Rührglas.

Zwei, die zusammen gehören: das Rührglas und der Barlöffel

Das Rührglas: durchschaubar und unkompliziert

Der Name verrät es schon, Rührgläser bestehen aus Glas. Ihr seht also immer, was gerade in eurem Drink landet. Mit einem Volumen von rund 600 bis 750 Milliliter ist ein Rührglas perfekt, wenn ihr nicht nur einen Cocktail auf einmal mixen möchtet, oder Gäste habt. Damit ihr im Rührglas, englisch „mixing glass“, auch kräftig muddeln könnt, haben gute Gläser einen verstärkten Boden. Das typische Rührglas kommt tatsächlich aus Japan, ist gerade geformt und hat einen kreuzförmigen Schliff. Der macht das Glas nicht nur besonders hübsch, sondern dient vor allem dazu, dass es euch nicht aus der Hand rutscht, wenn es beschlagen ist. 

Es gibt aber auch Rührgläser, die nach oben hin breiter werden, oder eine bauchige Form haben. Das gerade Glas ermöglicht es euch allerdings, den Barlöffel besonders einfach und ohne viel Aufwand zu schwingen. Die meisten Rührgläser haben außerdem einen kleinen Ausguss, damit auf dem Weg ins Glas kein Tropfen verloren geht. Ihr seht: Ein gutes Rührglas kann euch das Cocktailmixen ziemlich vereinfachen.

Das klassische Rührglas ist gerad, hat einen Kreuzschliff und Ausguss.

Wann kommt ein Drink ins Rührglas - und wann in den Shaker?

Wenn ihr unseren Artikel zum Thema Barlöffel und Cocktailshaker schon gelesen habt, wisst ihr Bescheid: ​Ganz grundsätzlich richtet sich die Zubereitungsart nach euren Zutaten. Flüssigkeiten mit sehr unterschiedlichen Konsistenzen oder auch Drinks, die auf Eiweiß setzen, brauchen die volle Kraft des Shakers. Cocktails, die vor allem auf ​unterschiedliche Spirituosen basieren​ und nur gut gekühlt werden sollen, sind ​im Rührglas mit Barlöffel​ gut aufgehoben, so wie der Dry Martini

Oder noch einfacher gesagt: Die meisten Drinks, die ​durchsichtig​ sind, können guten Gewissens gerührt werden, so wie der ​Manhattan​. Denn durch das Rühren gelangen ​keine Eissplitter​ in den Drink und er verwässert nicht. Cocktails mit Säften, Früchten oder Sahne gehören in den Shaker.

Klare Drinks ohne Saft und Co., wie der Dry Martini, gelingen am besten mit einem Barlöffel und Rührglas.

Ob Nightcap oder Mittelpunkt der Party: Das Rührglas lässt euch nicht im Stich

Angenommen, ihr möchtet euch spät am Abend, oder mitten in der Nacht, ohne groß Aufsehen zu erregen, einen schönen Drink mixen. Eure Wahl würde sicher nicht auf den Cocktailshaker fallen, oder? Und auch, wenn ihr Gäste zu Besuch habt, birgt der Shaker nicht nur die Gefahr euch zu entgleiten (und ein wenig zu blamieren), sondern er ist auch einfach nicht das leiseste Bartool. Das Rührglas hingegen sieht gut aus, noch besser sogar mit einem eleganten Barlöffel, es ist dezent in der Lautstärke und verleiht euch Professionalität, ohne viel Übung oder Angeberei. Eure Gäste beeindruckt ihr dann mehr mit der Optik der Zutaten im Glas und einem lässigen Löffelschwung, als mit ausgefallenen Shake-Moves. 

Ein weiterer Bonus: Glas leitet Wärme nicht so stark wie Edelstahl. Besonders dicke Rührgläser sind im Gegensatz zum Shaker also nicht so anfällig für die Raumtemperatur oder auch die Wärme eurer Hände. Kurz: Das Rührglas ist die elegante und unaufgeregte Schwester des Cocktailshakers. 

So benutzt ihr das Rührglas richtig

Wir haben es bereits erwähnt, aber Rührglas und Barlöffel sind ein Dreamteam. In diesem Artikel erklären wir euch, wie ihr den Barlöffel richtig schwingt. Das Handling des Rührglases erklärt sich fast von selbst, trotzdem gibt es ein paar Tricks, die euch zum perfekten Cocktail verhelfen können: In den meisten Fällen kommt zuerst Eis in das Glas. Erst dann gebt ihr die Zutaten dazu. Anschließend wird so lange gerührt, bis das Rührglas von außen beschlägt - dann wisst ihr, dass die Flüssigkeit im Glas kalt genug ist. Erst dann wird der Cocktail mit einem Strainer - und manchmal auch ohne - in ein vorgekühltes Glas abgeseiht. Übrigens: Rühreis, also das Eis, was nach dem Rühren im Glas zurück bleibt, wird immer nur einmal verwendet - denn frisches Eis kühlt besser und verwässert euren Drink nicht.

Damit der Cocktail gut gekühlt wird, braucht es viele Eiswürfel - und ein wenig Technik.

Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Wenn ihr es nicht fallen lasst, kann ein Rührglas euer long time Buddy werden. Dafür müsst ihr nicht viel Geld ausgeben, sondern nur auf ein paar Dinge achten:

  • Groß und stark: Euer Glas sollte schön schwer sein und einen dicken Boden haben. Damit steht es beim Rühren fest auf dem Tisch und geht auch beim Muddeln nicht zu Bruch.
  • Size matters: Ein Glas mit großer Öffnung erleichtert euch das Rühren - deshalb raten wir definitiv davon ab, ein großes Tumblerglas als Rührglas zu verwenden. Das Handling ist nicht das gleiche, es hat weniger Platz für Eis und schafft es auch nicht, mehrere Drinks gleichzeitig zu mixen.
  • Aber bitte mit Schliff: Ok, das ist natürlich auch Geschmacksache. Wir sind allerdings Fans von Rührgläsern zum Beispiel mit hübschem Yarai-Schliff, da sie sicherer in der Hand liegen, auch wenn sie durch die Kälte des Drinks beschlagen.

Hier seht ihr das Rührglas in Aktion:


Mit diesen Tools baut ihr eure eigene Hausbar

Ihr träumt von eurer eigenen kleinen Bar? Wir verraten euch, auf welche Tools ihr nicht verzichten könnt - und wie ihr sie am besten nutzt: 

Diese Drinks werden gerührt