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Pfannkuchen-Rezepte für alle! Ein Nachschlagewerk

Pfannkuchen, Eierkuchen, Plinsen, Pancakes, Blinies ... für welche Variante ihr euch auch entscheidet, eines haben sie gemeinsam: Sie sind unschlagbar lecker! Mit unseren Tipps und den richtigen Rezepten steht euch für das perfekte Pfannkuchen-Glück nichts mehr im Weg.

Svenja
Ein Artikel von Svenja

Food-Redakteurin Svenja liebt stundenlange Koch-Experimente. Als Hobby-Selbstversorgerin macht sie viel von der Pike auf selbst & würzt ihre Artikel mit nordischem Flair und How tos.

Pfannkuchen – jeder kennt sie, jeder liebt sie. Egal ob als Nachspeise, zum Frühstück oder beim Brunch – die leckeren Eierkuchen sind Seelenfutter. Über Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tipps & Tricks rund um den perfekten Pfannkuchenteig bis hin zu Rezepten findet ihr hier alles, was ihr braucht.

Der perfekte Pfannkuchenteig

Das klassische Rezept für Pfannkuchen beinhaltet Eier, Milch, Mehl und etwas Salz. Je nach Menge und Verarbeitung der einzelnen Zutaten, verändert sich die Konsistenz der Eierkuchen. Es kommt also ganz auf eure Vorlieben an!

Fluffige Pfannkuchen

  • Die Eier für den Teig trennen, das Eiweiß zu Eischnee aufschlagen und vorsichtig unter die PfannkuchenteigMasse heben
  • Alternativ geht auch ein Schuss Mineralwasser


Dicke Pfannkuchen

  • Dick und schwer – da denken wir direkt an amerikanische Pancakes! Ihr Geheimnis? Viel Triebmittel in Form von Backpulver und Natron. Hier geht’s zum Pancake-Grundrezept.


Krosse Pfannkuchen

  • 100 ml des Milchanteils im Teig mit Wasser austauschen. So kann der Pfannkuchenteig dünner ausgebacken werden und wird krosser. Perfekt für Crépe-Teig!

Schon mal gluten- und laktosefreie Pfannkuchen probiert? Schmecken genauso gut wie klassische Eierkuchen!

Welches Mehl eignet sich für Pfannkuchen?

Jeder Pfannkuchenteig steht und fällt mit der Wahl des richtigen Mehles. Es ist maßgeblich für die Konsistenz eurer Pfannkuchen zuständig. Generell gilt: Je mehr Mehl, desto fester der Teig. Ob Weizenmehl, Dinkelmehl oder das Pseudo-Getreide Buchweizen – für Pfannkuchen eignen sich vielerlei Mehlsorten. Bei klassischem Pfannkuchenteig wird mit handelsüblichem Weizenmehl (Typ 405) gearbeitet. Es ist relativ hell, hat gute Backeigenschaften und keinen dominierenden Geschmack. Das Gegenstück dazu ist Vollkornmehl, das schön kernig und kräftig schmeckt. Die Pfannkuchen werden deutlich dunkler, schmecken intensiver und sättigen schneller. Tipp: Pfannkuchen aus Vollkornmehl eignen sich besonders gut für herzhafte Füllungen, zum Beispiel mit Champignon-Rahmsoße und saisonalem Gemüse. Pfannkuchen aus Dinkelmehl schmecken leicht süß und sind durch die gesunden Inhaltsstoffe des Dinkelmehls besonders gut verträglich. Bei Glutenunverträglichkeit empfehlen wir Pfannkuchen aus Buchweizenmehl. Es enthält kein Klebeeiweiß und verleiht den Pfannkuchen ein herrlich nussiges Aroma.

Gefüllte Pfannkuchen - ein perfekter Start ins Wochenende!

Die perfekten Pfannkuchen selber machen – so geht’s

Grundrezept für Pfannkuchen

Ihr wollt Pfannkuchen wie von Oma? Dann seid ihr mit unserem Grundrezept für Pfannkuchen gut aufgehoben. Ihr braucht:

  • 450 ml Milch
  • 4 Eier
  • 300 g Mehl
  • Prise Salz


Für süße Pfannkuchen zusätzlich:

  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker


Zuerst kommen die Eier in eine Schüssel und werden mit einem Handrührgerät schön schaumig geschlagen, bevor das Mehl und eine Prise Salz eingerührt werden.


Tipp: Wenn ihr eure Pfannkuchen besonders süß genießen wollt, könnt ihr noch den Zucker und einen Esslöffel Vanillezucker in den Teig rühren. Habt ihr eher Lust auf eine deftige Variante, dann könnt ihr den Zucker weglassen, etwas mehr Salz untermengen und frische Kräuter, fein geschnittene Frühlingszwiebeln oder etwas geriebenen Käse hinzugeben. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Anschließend solltet ihr den Teig ein paar Minuten ruhen lassen, damit sich der Geschmack entfalten kann. 15 Minuten Wartezeit solltet ihr mindestens einhalten. Das klingt vielleicht viel, ist aber notwendig, damit sich alle Zutaten perfekt miteinander verbinden – und alles, was unsere Pfannkuchen noch besser macht, ist den Aufwand wert!

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Pfannkuchen ausbacken

Die richtige Pfanne und das richtige Fett

Um die Eierkuchen perfekt auszubacken, eignet sich am besten eine keramik- oder teflonbeschichtete Pfanne. So bleibt nichts kleben und die Pfanne lässt sich anschließend problemlos reinigen. Auch eine gusseiserne Pfanne ist für Pfannkuchen geeignet, sobald sie bereits eine schöne Patina als Antihaftbeschichtung vorweist. Der Vorteil der gusseisernen Pfanne ist, dass eure Pfannkuchen ein leichtes Röstaroma entwickeln und ihr weniger Fett zum Braten benötigt.

Spätestens wenn die Pfanne auf dem Herd steht, müsst ihr noch eine letzte heikle Entscheidung treffen: Öl oder Butter? In dieser Frage sind sich selbst Pfannkuchen-Experten uneinig. Butter verleiht Pfannkuchen eine süß-buttrige Note und passt deshalb gut zu süßen Pfannkuchen. Aber Achtung: Am besten nur auf mittlerer Hitze ausbacken. Wer zu Pflanzenöl greift, sollte geschmacksneutrale Öle benutzen, wie beispielsweise Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Die mit Öl ausgebackenen Pfannkuchen lassen sich besonders gut im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe lagern, weil sie nicht so leicht zusammenkleben. Tipp: Achtet darauf, dass es sich um raffinierte Speiseöle handelt. Diese vertragen auch hohe Temperaturen in der Pfanne. Auch Butterschmalz eignet sich für selbst gemachte Pfannkuchen, schmeckt fast wie frische Butter und hält dabei deutlich höhere Temperaturen aus als herkömmliche Butter.

Die richtige Temperatur

In der Ruhe liegt die Kraft: Backt eure Pfannkuchen auf mittlerer Hitze. So habt ihr den Bräunungsgrad im Auge und lauft nicht Gefahr, dass eure Pfannkuchen anbrennen. Sobald die Oberfläche fest wird und sich der Rand des Eierkuchens langsam braun färbt, dann könnt ihr ihn vorsichtig wenden.

Pfannkuchen unfallfrei wenden

Es muss nicht unbedingt das filmreife Wendemanöver mit dem fliegenden Pfannkuchen sein. Garantiert pannenfrei geht’s mit einem kleinen Trick: Überprüft mithilfe eines Pfannenwenders oder eines Holzlöffels vorsichtig, ob sich der Pfannkuchen vom Boden lösen lässt. Dann legt ihr einen Deckel oder einen flachen Teller auf, der die Pfanne gut abdeckt. Mit einer schwungvollen Handbewegung dreht ihr die Pfanne kurzerhand um und haltet dabei weiterhin euren Deckel gut fest. Jetzt liegt der Pfannkuchen mit seiner gebratenen Seite obenauf und ihr könnt ihn problemlos in die Pfanne gleiten lassen, um die andere Seite anzubraten.

Pfannkuchen warmhalten

Zum Warmhalten der Pfannkuchen eignet sich ein vorgeheizter Backofen (E-Herd: 60°C/Umluft: 40°C) oder ihr nehmt zwei gleich große, flache Teller, die ihr mit Küchenpapier auslegt und dazwischen eure Pfannkuchen stapelt. Darin halten sich die Pfannkuchen noch lange schön warm und überschüssiges Fett wird vom Küchenpapier aufgenommen.

In der Ruhe liegt die Kraft: Pfannkuchen lieber auf mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten

Pfannkuchen aufbewahren und aufwärmen

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht Pfannkuchen auf Vorrat zu backen? Was gibt es auch besseres als frische Pfannkuchen zum Sonntagsfrühstück, die keine Arbeit mehr machen! Einfach eine Extraportion Eierkuchen backen und einfrieren. Beim Einfrieren müsst ihr nur darauf achten, eure Eierkuchen gut voneinander zu trennen, zum Beispiel durch eine Lage Backpapier zwischen den einzelnen Pfannkuchen. So könnt ihr sie in einem Gefrierbeutel verstauen und bei der nächsten Gelegenheit auftauen. Am besten geht das in einer beschichteten Pfanne ohne Fett oder per Auftau-Funktion in eurer Mikrowelle.

Kleinen Wendetrick für eure Pfannkuchen gefällig?

Beim Wenden des Pfannkuchens ohne Pfannenwender den Pfannkuchen mit einer schnellen Schwenkbewegung aus dem Handgelenk wenden.

Tipp: Wenn man keine beschichtete Pfanne haben sollte, einfach die Pfanne mit reichlich Salz ausbrennen und trocken auswischen. 

Pfannkuchen wenden

Im Video: Pfannkuchen wenden

Pannenhilfe für Pfannkuchen

Manchmal geht’s einfach nach hinten los: Die Pfannkuchen reißen, kleben oder brennen an. Was machen? Wir haben die passende Starthilfe bei jedem Malheur.

Pfannkuchen reißen oder kleben

Zuerst kleben sie, dann reißen sie beim nächsten Wendemanöver. Manchmal ist Pfannkuchen-Backen im wahrsten Sinne des Wortes eine Zerreißprobe. Euch ist das Gleiche passiert? Dann solltet ihr zuerst eure Pfanne und dann euer Bratfett checken. Pfannen mit Teflon- oder Keramikbeschichtung sorgen dafür, dass die Pfannkuchen nicht kleben bleiben. Außerdem sollte immer ausreichend Fett in der Pfanne sein. Vielleicht habt ihr am Fett gespart? Dann lieber nochmal einen Klecks mehr dazugeben, bevor ihr die nächste Kelle Pfannkuchenteig in die Pfanne gießt.

Pfannkuchen brennen an

Der erste Eierkuchen sah noch ganz ansehnlich und schön goldbraun aus, doch spätestens beim dritten oder vierten Pfannkuchen bildet sich eine tiefschwarze Kruste und Brandgeruch breitet sich in der Küche aus? Überprüft einmal euer verwendetes Bratfett: Butter verbrennt bei zu hohen Temperaturen, während geschmacksneutrale Speiseöle und Butterschmalz wesentlich mehr Hitze vertragen. Also entweder die Herdtemperatur reduzieren oder zu hitzebeständigerem Fett umschwenken.

Pfannkuchen werden zu hart

Falls eure Eierkuchen sehr hart geworden sind, kann das unterschiedliche Gründe haben. Entweder benutzt ihr zu wenig Fett zum Ausbacken oder ihr habt zu viele Eier in eurem Teig. Auch wenn es so schön „Eier“-kuchen heißt, solltet ihr die grobe Faustregel (ein Ei pro 100 Gramm Mehl) nicht überschreiten. Zu viele Eier lassen den Teig festwerden. Das hat mit den Bindeeigenschaften von erhitzten Eiern zu tun. Sie können dabei fast ihr doppeltes Eigengewicht an Flüssigkeit binden.

So einfach und so lecker: Quark-Pfannkuchen-Auflauf!

Unsere besten Pfannkuchen-Rezepte

Pfannkuchen-Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Na gut, vielleicht nicht ganz so viele, aber es sind auf jeden Fall einige! Wie soll man sich also für das richtige Rezept entscheiden? Ein Blick in den Vorratsschrank kann da helfen. Je nachdem, was ihr dort findet, bietet sich ein anderes Pfannkuchen-Rezept an. Welches Mehl steht bei euch im Regal? Neben unserem klassischen und einfachen Pfannkuchen-Rezept auf Basis von Weizenmehl, Milch und Eiern können wir euch unsere Dinkelpfannkuchen-Variante empfehlen. Die schmecken einfach umwerfend mit frischen Beeren oder selbst gemachter Nuss-Nougat-Creme. Ihr habt noch Buttermilch im Kühlschrank? Wie wäre es dann mit unseren fluffigen Heidelbeer-Pancakes? Gluten- und laktosefrei gehts mit diesem Pfannkuchen-Rezept. Bei unseren zweierlei Crépe findet ihr sowohl eine herzhafte als auch eine süße Füllung. oder ihr greift gleich zu unseren herzhaft gefüllten Pfannkuchen. Und für alle, die Pfannkuchen einmal anders genießen wollen: Probiert unbedingt unseren süßen Pfannkuchen-Auflauf mit Quark! Kleiner Tipp am Rande: Der Auflauf ist die perfekte Left-Over-Küche, wenn ihr doch mal zu viele Pfannkuchen gemacht habt. Viel Spaß beim Ausprobieren!