Pastinaken – Geschmackssache oder Must-eat-Wurzel?

Bockskraut, Moorwurzel, Hammelmöhre? Die Rede ist von Pastinake, der blassen Schwester der Karotte! Alles Wissenswerte zum winterlichen Wurzelgemüse sowie leckere Rezepte findet ihr hier.

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Ein Artikel von Valentina

FOODBOOM-Werkstudentin Valentina versorgt euch täglich mit ihren neusten Lieblingsrezepten und beantwortet als Ökotrophologin in spe alle Fragen zu Kalorien & Co.

Pastinaken, die Dinger, die so aussehen wie große, dicke, blass-weiße Karotten, sind ein super leckeres und super bekömmliches Wintergemüse, das voller gesunder Inhaltsstoffe steckt und sich zu pfiffigen Gerichten wie Pastinakenchips, Pastinakensuppe, Ofenpastinaken oder Pastinakenpasta verwandeln lässt. Wir liefern euch alle Infos zu Nährstoffen, Zubereitung, Einkauf und Co. und verraten euch unsere Lieblingsrezepte mit Pastinake!

Welche Nährstoffe stecken in der Pastinake?

Die Pastinake steckt voller gesundheitsförderlicher Inhaltsstoffe und ist mit schlappen 59 Kalorien pro 100 Gramm ein echter Schlankmacher:

  • Vitamin C stärkt das Immunsystem
  • Vitamin A ist gut fürs Auge
  • Vitamin B1 stärkt das Nervensystem
  • Eisen ist an der Blutbildung und am Sauerstofftransport im Körper beteiligt
  • Kalzium ist wichtig für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen
  • Kalium und Magnesium sind an der Weiterleitung von Nerven- und Muskelimpulsen beteiligt
  • Phosphor ist wichtig für den Säure-Basen-Haushalt des Körpers
  • Ätherische Öle wirken antibakteriell
  • Inulin hilft dem Körper Mineralstoffe zu speichern
  • Pektin regt die Verdauung an und sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl

Wo liegt der Unterschied zur Petersilienwurzel?

Pastinake oder Petersilienwurzel – stellt ihr euch am Gemüsestand auch immer wieder die gleiche Frage? Ab heute ist Schluss damit! Wir erklären euch die kleinen, aber feinen Unterschiede.

Die Petersilienwurzel ist im Schnitt etwa 20 cm lang, die Pastinake mit etwa 40 cm gut doppelt so lang. Außerdem hat die Pastinake ein dickeres Kopfteil und ihr Blattansatz steht leicht hervor. Auch geschmacklich unterscheiden sich die beiden spitz zulaufenden Wurzeln: Die Pastinake schmeckt nussig, erdig und leicht süß, weshalb sie so gut zu Rezepten mit Möhre und Kartoffel passt. Die Petersilienwurzel hingegen schmeckt – wie der Name verrät – nach Petersilie und landet daher häufig im Gemüsebratling oder im Suppentopf.

Wann haben Pastinaken Saison?

Pastinaken haben den ganzen Winter über Saison. Die Ernte beginnt meist im September oder Oktober. Am besten schmecken Pastinaken allerdings, wenn sie einmal so richtig Frost abbekommen haben, so wird die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt und die Pastinaken schmecken noch süßer.

Das lange Wurzelgemüse, die blasse Karotte – ein echter Nährstoffgarant für die Winterzeit.

Wie werden Pastinaken zubereitet?

Pastinaken schmecken roh, gedünstet, gebacken, als Suppe oder Püree und lassen sich einfach und schnell zubereiten – genau wie Möhren. Zusammen mit Kartoffeln schmecken Pastinaken wunderbar als Püree, gedünstet passen sie als Beilage zu Rind, Wild und Lamm und geraspelt punkten sie als knackiges Topping auf Suppen oder Salaten.

Im Kochtopf beträgt die Kochzeit etwa 15-20 Minuten, das Backen im Ofen dauert bei 230°C etwa 40 Minuten. Vorher waschen und schälen nicht vergessen!

Tipps zu Einkauf und Lagerung

Greift beim Einkaufen im (Super-)Markt lieber zu kleineren Pastinaken, die schmecken nicht nur besser, sie sind auch noch viel zarter als die großen Exemplare, die beim Kochen schnell faserig und holzig werden. Die Pastinakenschale sollte glatt und sein und keine Stellen haben – eine matte oder runzelige Haut ist ein Zeichen falscher Lagerung. Die Pastinakenblätter sind beim Einkauf im besten Fall noch grün und saftig.

Falls ihr die Pastinaken nicht sofort in leckere Gerichte verwandelt, lagert ihr sie am besten im Gemüsefach eures Kühlschranks. Dafür aus der Verpackung nehmen und ein angefeuchtetes Tuch darüber legen, um die Wurzeln vor dem Austrocknen zu schützen. Alternativ könnt ihr die Pastinaken blanchieren und einfrieren, so bleiben sie etwa ein halbes Jahr lang haltbar.

Pastinaken selbst anbauen

Hobby-Gärtner aufgepasst! Pastinaken lassen sich ganz einfach selbst anbauen, das Wurzelgemüse ist nämlich äußerst widerstandsfähig gegen Kälte und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Die Samen solltet ihr zwischen Ende Februar und Anfang Juni aussäen, ab Oktober könnt ihr die ersten Pastinaken ernten. Tipp: Vermeidet Staunässe, da diese die Wurzelbildung unterbinden kann.