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HOW TO

Knusper, Knusper! Die knusprigsten Kartoffelpuffer

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie eure Kartoffelpuffer den höchsten Grad an Knusprigkeit erreichen? WIR AUCH! Und deswegen kommt hier die ultimative Anleitung für die knusprigsten der knusprigsten Kartoffelpuffer!

von ALISA VOLTERMANN

 

Es gibt genau ein Klischee, das ich mit vollem Stolz erfülle: Ich liebe Kartoffeln! Typisch deutsch eben! Wie ich Kartoffeln am liebsten esse? Naja, gekochte Salzkartoffeln als Grundlage vor dem ersten Bier, würzige Chips auf der Party (mit Bier) und gefüllter Kumpir am nächsten Tag – im Kampf gegen die Kopfschmerzen vom Bier. Pommes gibt es zwischendurch. Oh, und Kartoffelpuffer! Die stehen ganz oben auf der Ich-liebe-alles-aus-Kartoffeln-Liste. Knusprig müssen sie sein! DIE KNUSPRIGSTEN müssen es sein! Und wie sie das werden, erfahrt ihr hier!

All about: Die Kartoffel für Kartoffelpuffer

Uhh, Baby! Beim Gedanken an knusprige Kartoffelpuffer bin ich fast ein wenig aufgeregt. Welche Kartoffel macht die besten Puffer? Werden sie roh oder gekocht gerieben? Und wie reibt man sie überhaupt?

Welche Kartoffel ist die Richtige?

Auf dem Wochenmarkt ist die Auswahl groß – Kartoffeln über Kartoffeln. Und keiner sagt euch, welche die knusprigsten Kartoffelpuffer machen? Wir können euch beruhigen, denn die einzig wahre Kartoffel gibt es nicht. Dennoch sprechen wir eine Empfehlung für vorwiegend festkochende Sorten aus. Ihr denkt: Nix halbes, nix ganzes? Im Fall der Kartoffelpuffer ist das halbfeste Fruchtfleisch und der mittelhohe Stärkeanteil genau das Richtige.

Schälen oder nicht schälen? That's up to you!

Die Kartoffel: Roh oder gekocht?

Für die wichtige Entscheidung, ob Kartoffelpuffer aus rohen oder gekochten Kartoffeln gemacht werden sollen, habe ich eine kleine Umfrage unter den Foodboom-Köchen gestartet. Und die waren sich alle einig: Kartoffelpuffer macht man aus rohen Kartoffeln! Wieso? Rohe Kartoffeln lassen sich im Gegensatz zu gekochten einfacher raspeln. Außerdem kann im Anschluss überschüssiges Wasser ausgedrückt werden. Beste Voraussetzung für den perfekten Kartoffelteig!

Im Hause FOODBOOM werden die Kartoffeln geschält. Wenn es schnell gehen muss, weil die Gelüste nach knusprigen Puffern zu groß ist, könnt ihr auch ungeschälte Kartoffeln verwenden. Aber bitte Bio!

Womit lässt sich die Kartoffel am besten reiben?

Knusprige Kartoffelpuffer muss man sich verdienen! Also ran an die feine Seite der Küchenreibe und losgeraspelt! Das Reiben der Kartoffeln verlangt Muskelkraft und Ausdauer, aber das Ziel ist in Sicht: heiße, fettige und vor allem knusprige Kartoffelpuffer.

Ihr habt kein Bock auf sportliche Aktivität? Dann steckt die Küchenmaschine ein und drückt den Startknopf. Achtung! Die Kartoffelraspeln sollen fein, aber nicht matschig sein!

In der Pfanne: DAS Rezept für knusprige Kartoffelpuffer

Der Teig für knusprige Kartoffelpuffer

Die Kartoffel ist im Sack, aber alleine wird sie noch nicht zu den knusprig heißen Reibekuchen, die wir wollen. Für den perfekten Teig braucht es noch ein paar andere Zutaten.

  • Keine Puffer ohne Eier! Denn diese sorgen dafür, dass die Kartoffelpuffer in der Pfanne nicht auseinanderfallen.
  • DAS Geheimnis für krosse Puffer: Mehl! Man mag es nicht glauben, aber ein paar Esslöffel Mehl machen den Unterschied. Kein Mehl, kein Crunch! Kein Mehl im Haus? Dann könnt ihr euch zarte oder kernige Haferflocken verwenden.
  • Für die Würze: Zwiebel, Salz, Pfeffer und nach Belieben eine Prise Muskat? Klingt gut!

TO DIE FOR! Es geht doch nichts über knusprige Kartoffelpuffer

Für die Kartoffelpuffer:

500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
2 Eier (Größe M)
1 EL Mehl (Type 405)
1 TL Salz
Pfeffer
1 Prise Muskatnuss, gerieben
5 EL Pflanzenöl
 
Zubereitung:

  1. Womit geht's los? Klar: Kartoffeln schälen, waschen und reiben. Zwiebel schälen und zu den Kartoffeln reiben.
  2. Anschließend geraspelte Kartoffeln und Zwiebeln mit Eiern, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem Teig vermengen. 
  3. Und schon wird gebacken! Dafür das Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Kartoffelpuffermasse kleine Puffer formen und Flüssigkeit ausdrücken. Puffer in der heißen Pfanne von beiden Seiten 4–5 Minuten goldbraun braten. Anschließend mit einem Küchenpapier das überschüssige Fett abtupfen. Bam!

 

Und hier geht's zum Rezept für knusprige Kartoffelpuffer mit Apfelkompott.

Kartoffelpuffer aus Kartoffelbrei

Hä, wie jetzt? Hast du nicht gerade noch gesagt, dass Kartoffelpuffer aus roh geraspelten Kartoffeln gemacht werden? Ja, habe ich! Aber wieso nicht mal was Anderes ausprobieren und gestampften Kartoffelbrei in einer Pfanne zu kleinen Pfannkuchen ausbacken? Für den Teig vermengt ihr Kartoffelpüree mit Ei und Mehl und backt sie zu fluffigen Kartoffel-Pfannkuchen aus. Klar, das sind nicht die knusprigen Kartoffelpuffer, aber geil!

Kartoffelpuffer: Wenn nicht in der Pfanne…

…dann im Backofen

Die wahren Pufferfreunde unter uns schütteln wahrscheinlich bereits den Kopf, aber hört erstmal zu. Denn es gibt zwei wirklich gute Gründe, der Kartoffel-aus-dem-Backofen-Idee eine Chance zu geben.

1. Kartoffelpuffer auf dem Backblech werden genauso wenig zum Fitness-Food wie die Klassischen aus der Pfanne. Sind aber auf jeden Fall eine fettarme Alternative.

2. Ihr spart jede Menge Zeit! Während der Ofen auf Hochtouren läuft, könnt ihr euch schon der Vorbereitung eurer liebsten Beilagen widmen.

Give it a go! Formt auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech kleine Puffer und backt sie auf mittlerer Schiene 30–35 Minuten im heißen Backofen (Ober-/Unterhitze: 180 °C/Umluft: 155 °C).

…dann im Waffeleisen

Und wer hätte es gedacht? Ihr könnt euren Kartoffelteig sogar in einem Waffeleisen ausbacken! Für noch größere Herzaugen der futternden Abnehmer empfehlen wir ein Herz-Waffeleisen.

Heizt das Waffeleisen vor und verteilt den Teig nach dem Einfetten gleichmäßig auf dem Eisen. Klappe zu, 5–10 Minuten goldbraun backen, fertig!

Ihr braucht ein Rezept? Wie wäre es mit Kartoffel-Waffeln mit Avocado?

Ein Herz für herzhafte Herwaffeln!

Kartoffelpuffer in perfekter Begleitung

Da habe ich neulich noch beim Mittagessen von meiner großen Erkenntnis – also wie Kartoffelpuffer den höchsten Grad an Knusprigkeit erreichen - erzählt. (Ihr erinnert euch an das Mehl, richtig?) Und schwupps - keine fünf Minuten später - war ich für das große Kochen am nächsten Freitag eingeteilt. Upps, Kartoffelpuffer für 50 Leute? Hätte ich doch nur mal nicht so laut geprahlt ...

Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Quark oder Lachs

Mit der Verantwortung für das Food-Glück der Kollegen kommen auch die Extrawünsche. Svenja wünscht sich die Reibekuchen mit Apfelkompott– süß wie bei Oma. Am anderen Ende des Tisches diskutiert das Produktionsteam wild: Kräuterquark oder Räucherlachs? Leute, ich serviere euch beides!

Vegane Kartoffelpuffer

Aus der hintersten Ecke höre ich ein kleines Wimmern. Hat die vegane Fraktion etwa Angst um das Mittagessen? Ach kommt, ihr werdet nicht vergessen! In einer kleinen Schüssel vermenge ich Kartoffelraspel, Zwiebel und Kichererbsenmehl (ja, wir tauschen Ei und Mehl einfach aus) mit Salz und Pfeffer. Und backe sie in einer Pfanne mit Pflanzenöl aus – knusprig wie eh und je!

Waffelpuffer mit Bacon

Alle Pfannen werden angeheizt und ein Waffeleisen auch! Denn wenn ich schon mal im Kartoffelpuffer-Fieber bin, gibt es zu den klassischen Kartoffelpuffern auch Waffelpuffer– und jetzt kommt’s – mit Bacon. Doppelt knusprig also!

Erst einen Waffelpuffer, dann zwei, dann drei, dann vier...

Kartoffelpuffer warmhalten und einfrieren

Der Tag ist gekommen: Ich soll für die gesamte FOODBOOM-Gang Kartoffelpuffer auf das Buffet stapeln. Schnell muss ich feststellen, dass das Reiben der Kartoffeln für Muskelkrämpfe sorgt und schmeiße kurzfristig die Küchenmaschine an. Der Teig ist fertig, mein Zeitmanagement on point! Um elf Uhr backe ich die ersten Löffel Teig im heißen Fett goldbraun aus. Aber wohin mit den knusprigen Reibekuchen? Bis die hungrige Meute antanzt, sind es noch zwei Stunden. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schnell einen unserer Köche fragen würde, wie ich die Puffer am besten zwischenlagern kann. Die Lösung: vorgebackene Reibekuchen in einem auf 100 °C vorgeheizten Backofen warmhalten. Okay!

Wie ein Profi hole ich ein Goldstück nach dem nächsten aus der Pfanne und schwing nebenbei das Waffeleisen. Am Ende sammeln sich so viele Reibekuchen an, dass – und man glaubt es kaum – nicht mal bei FOODBOOM alle aufgegessen werden. Was mache ich? Ich renne zum Koch und frag mal wieder um Hilfe. Die Lösung: ausgekühlte Kartoffelpuffer erst einzeln einfrieren und anschließend in einem Gefrierbeutel ins Gefrierfach legen. Und bei den nächsten Gelüsten? Easy in einem auf 200 °C vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten aufbacken.

Was Waffeleisen wirklich können!

S.O.S please, someone help me!

Meine Ich-mache-kurzerhand-Kartoffelpuffer-Karriere habe ich bis auf ein paar Schweißtropfen erfolgreich hinter mich gebracht. Für den Fall, dass es bei euch nicht ganz so knusprig läuft, gibt’s hier noch das Kartoffelpuffer-Notfall-Kit.

Ahhh, meine Kartoffelpuffer zerfallen

Wenn eure Kartoffelpuffer beim Ausbacken nicht in Form bleiben, checkt nochmal das Label auf dem Kartoffelsack! Wie bereits erwähnt, eignen sich vorwiegend festkochende Sorten am besten. Wenn bei euch die richtigen Kartoffeln unter die Reibe gekommen sind, habt ihr vielleicht das Ei vergessen?Na Mensch, ihr wisst doch, dass Kartoffeln, Zwiebeln und Mehl von Eiern zusammengehalten werden.

Ahhh, meine Kartoffelpuffer werden nicht knusprig

Der erste Löffel Teig wird nicht so knusprig wie ihr euch das vorgestellt habt? Hebt noch etwas Mehl oder Haferflocken unter die Kartoffelmasse. Dann haben die nächsten Reibekuchen ganz sicher den richtigen Crunch.