Grafik mit verschiedenen Rezepten der französischen Küche
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Vive la France – so schmeckt Frankeich zu Hause

Bei französischer Küche fällt euch nur Baguette, Käse und Wein ein? Oder Froschschenkel? Weit gefehlt! Hier sind die besten FOODBOOM-Rezepte mit französischem Flair – süß, herzhaft, veggie, ausgefallen oder klassisch – so wird jede/r glücklich (und satt)!

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Ein Artikel von Miriam

Food-Editorin Miriam ist ein echter Foodie. Und das mit Leib & Seele, denn sie hat das Thema Food nicht nur im Alltag ausgiebig studiert. Ob süß oder herzhaft, selbst kochen oder Essengehen – Food ist ihr Leben.

Na, wann war euer letzter Urlaub in Frankreich? Auch schon zu lange her? Bei mir leider ja… 2009, Atlantikküste, 1 Auto, 1 Zelt, 2 Surfbretter und 2 gute Freunde. Kulinarisch so lala, ehrlich gestanden – aber auch von pain au chocolat, Baguette und Moules Frites lässt es sich 10 Tage leben. Guten Wein und Käse gibt es ja in Frankreich zum Glück zur Genüge. Kulinarisch hat mich wohl eher mein Paris-Wochenende nach dem Abi geprägt (auch wenn das noch länger her ist): frisch gebackene Quiches und Croissants, Crème brùlée mit knackiger Zuckerkruste und dazu Cafè au laitformidable!

Und genau dieses französische Lebensgefühl, dieses „bon vivre“, holen wir uns jetzt nach Hause – mit unseren besten Rezepten für Tartes, Quiches und Flammkuchen! Ein paar Crème brûlée-Rezepte gibt es natürlich auch – für alle Naschkatzen unter euch. Bon appetit à vous!

Süße Tartes – pour les Naschkatzen

Für gewöhnlich wird der Mürbteig für Tartes in der französischen Küche relativ geschmacksneutral gehalten. Man kann ihn daher sowohl für herzhafte als auch für süße Tartes verwenden. Für beide Varianten haben wir tolle Rezepte parat! Da ich mich persönlich zur Kategorie „Naschkatze“ (auf französisch übrigens "sucreries") zähle, habe ich mir erlaubt mit unseren süßen Tarte-Rezepten zu starten. Nicht ganz klassisch, dafür mit extra viel FOODBOOM-Liebe.

Klingt Französisch, ist es auch fast: unsere Tarte Tatin mit Nektarinen. Die der Legende nach durch Zufall entstandene Tarte Tatin wird klassisch zwar mit Äpfeln statt Nektarinen zubereitet – wir finden: beides köstlich! Das Besondere bei der Tarte Tatin: Die Früchte landen nicht auf dem Boden, sondern der Boden auf den Früchten! Die Nektarinen werden karamellisiert, in die Tarteform gegeben und dann kommt der Mürbteig obendrauf. Nach dem Backen wird die Tarte dann gestürzt, sodass die Früchte mit ihrer goldenen Karamellschicht zu sehen sind – c’est magnifique!

Hat hier jemand Apfel (frz. „pommes“ – ich will ja, dass ihr hier auch was lernt) gesagt? Natürlich haben wir auch eine Apfel-Tarte in petto und zwar nicht irgendeine, sondern unsere Apfel-Tarte mit weißer Schokolade. Die Creme besteht aus Schmand, Eigelb und weißer Schokolade. Tarte mit Äpfeln garnieren, Backofen auf, Tarte rein, Backofen zu, warten, genießen. .

Ähnlich beliebt und wunderschön wie die Apfel-Tarte ist unsere Zitronentarte mit Baiser. Wichtig ist hier das richtige Verhältnis von Zucker und Zitrone. Denn erst so wird die Tartefüllung einfach nur himmlisch (frz. céleste“). On top gibt’s etwas abgeflammtes Baiser – denn das sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch noch!

Und weil’s so schön ist, kommt hier noch eine vierte easy-peasy Tarte-Variante in unsere süße Sammlung: Aprikosentarte mit Blätterteig. Mit nur 5 Zutaten und ganz ohne Teigkneten! Ja, TK-Blätterteig darf auch mal sein. Die Zubereitung ist ähnlich wie bei der Tarte Tatin: Aprikosen karamellisieren, in Form geben, Teig darauf ausbreiten und andrücken, backen und dann … Trommelwirbel … vorsichtig stürzen. Ein Klecks Sahne dazu oder einfach ein guter Cafè au lait – bon appetit.

Wem das noch nicht genug war, der findet in Alisas Rezeptsammlung zum Thema süße Tartes weitere Inspirationen – ich sag nur Tarte au chocolat …!

Herzhafte Tartes – vegetarisch lecker

Ok, genug geschleckermäulert. Ich weiß, es gibt genug Foodies unter euch, die sich eher zur „salzigen Fraktion“ zählen. Und natürlich sollt auch ihr nicht zu kurz kommen! Aber das ist auch pas de problème, denn die Auswahl an herzhaften Tartes ist bei uns sogar noch größer. Hier kommen meine TOP 3:

Bei der Birnen-Tarte mit Brie und Walnüssen trifft Frankreich auf Frankreich. Knackig-buttriger Tarteboden (selbstgemacht) + saftige Birnen (frz. „poires“) + cremiger Brie. Das Ganze wird eingehüllt in eine würzige Sahne-Ei-Masse und mit Walnüssen und etwas Honig getoppt. Eure Geschmacksknospen werden durchdrehen – attention!

Darf ich präsentieren, vielleicht etwas weniger klassisch, aber auf keinen Fall weniger lecker, unsere Süßkartoffel-Tarte mit Walnüssen! Das Besondere liegt hier definitiv in der Creme, denn hier kommen nicht nur Sahne und Ei zusammen, sondern auch ein Hauch Gorgonzola. Der ist zwar nicht ganz originalgetreu, passt aber très bien zu Walnuss, Petersilie und Süßkartoffel!

Und weil wir Spargel in allen Variationen einfach unglaublich lieben, siehe unsere – sagen wir mal "umfangreiche" – Spargel-Rezeptsammlung, darf hier eine Spargel-Tarte natürlich nicht fehlen! Mit Schmand und Zitronenabrieb bekommt der knackig-grüne Spargel einen perfekten Begleiter auf dem buttrigen Tarteboden. Fehlt nur noch eine gute Würze und geduldiges Backen – fertig ist der Gaumenschmaus!

Quiches – klassisch, mini, bunt

Im Vergleich zu den liebgewonnenen Tartes werden Quiches in der französischen Küche ausschließlich herzhaft zubereitet und gegessen. Und, wer hätte es gedacht, auch hierzu haben wir leckere Rezepte kreiert, die ihr einfach nachmachen könnt. Für ein bisschen „bon vivre“ auf dem heimischen Teller! Los geht’s:

Ja, zur Abwechslung darf es im Hause FOODBOOM auch mal etwas klassischer zugehen: hier ist sie, die wohl bekannteste Quiches unter den Quiches, die Quiche-Lorraine. In der Füllung findet sich so allerhand Leckerei: Lauch, Speck, Gruyère, Sahne, Ei, Muskat. Alles rauf auf den Mürbteig (der mit einem Hauch Senf gepimpt ist), den Rest macht der Ofen. Heraus kommt eine Aromabombe vom Feinsten – mhmmm…

Kleiner, feiner, aber auch etwas schärfer sind unsere Mini-Quiches mit Tomaten und Mini-Salami. Die kleinen Mini-Quiches sind nicht nur perfekt für einen französischen Brunch mit Freunden, sondern auch für ein echt französisches „pique-nique“ zum Beispiel. Die Mischung aus Sahne, Samal Oelek, Muskat, Salbei und Zitrone passt perfekt zu den Tomaten und wird durch Käse wunderbar abgerundet. Da isst man gerne auch noch eine zweite – un, deux, trois …

Zum krönenden Quiche-Abschluss noch ein echter FOODBOOM-Farb-und-Geschmacksknaller: Bunte Quiche mit Kürbis und Speck! Wir haben genug von einfarbigen Füllungen, wir wollen Farbe auf dem Teller! Aus Erbsen, Petersilie & Co. wird die perfekte, leckere und vor allem grüne Basis für orangenen Hokkaidokürbis, braunen Speck und süß-säuerliche rote Zwiebeln. Da freuen sich Auge und Gaumen (frz. „l’œil et le palais“) gleichermaßen.

Für noch mehr Tartes & Quiches werft gerne einen Blick in Alisas herzhafte Rezeptsammlung!

Flammkuchen – das Elsass lässt grüßen

Das soll französisch sein, Flammkuchen? Klar! Es gibt natürlich auch in den Frankreich-angrenzenden Gebieten tolle Flammkuchenrezepte (auch in Deutschland), aber ursprünglich kommt der Flammekueche, wie er auf elsässisch heißt, aus dem Elsass und aus Lothringen. Die Besonderheit ist der Boden, der ganz dünn sein muss und bei starker Hitze gebacken wird – fast schon wie eine italienische Pizza. Fast (frz. „presque“). 

Es gibt ganz verschiedene Wege und Möglichkeiten die Welt der Flammkuchen zu erobern. Ihr könnt den Teig ohne Hefe oder mit Hefe machen, ihr könnt ihn aber z. B. auch mit Vollkornmehl zubereiten. Wenn ihr ihn dann noch lecker mit Crème fraîche, Hokkaido, Parmaschinken und Rucola belegt, sieht das Ergebnis am Ende verdächtig aus wie unser Vollkorn-Flammkuchen mit Kürbis und Schinken. No offense, ran ans Rezept mit euch!  

Die Ähnlichkeit von Flammkuchen und Pizza hab‘ ich ja schon angesprochen. Und unser lieber Food Stylist Boris hat sich das direkt zu Herzen genommen, bei seinem Rezept für Flammkuchen Caprese mit Oliven. Alles andere als klassisch Französisch. Aber der Geschmack von Oliven, Tomaten, Mozzarella auf Crème fraîche und einem knusprigen Flammkuchenboden überzeugt – auch eure französischen Freunde, wetten?

Und für alle, die noch nicht genug von dieser ostfranzösischen Köstlichkeit haben, hat Boris noch ein süßes Ass im Ärmel: Apfel-Zimt-Flammkuchen. Vielleicht habt ihr ja sogar noch etwas Teig von eurer Flammkuchen-Party übrig? Dann einfach ein paar Apfelstücke auf der Crème fraîche verteilen und mit Zimt und Zucker bestäuben. 15 Minuten backen und warm genießen – l’amour pur!

Crème brûlée – j'adore

Wie schon zu Beginn angedeutet, ohne Dessert geht bei mir gar nichts! Und da sind wir mit unseren französischen Rezepten ja zum Glück ganz gut versorgt – nicht ohne Grund hab‘ ich euch die süßen Tarte-Rezepte und auch den Apfel-Zimt-Flammkuchen hier aufgeführt. Aber bei französischer Küche führt für mich einfach kein Weg an einem ganz bestimmten Rezept vorbei. Es ist … klar, Crème brûlée. Die „gebrannte Creme“ aus Eigelb, Sahne und Zucker ist der Klassiker der französischen Nachspeisen und macht jeden Frankreichurlaub perfekt. Hier also 3 Crème brûlée-Rezepte, die dieser Rezeptsammlung à la française das Sahnehäubchen aufsetzen:

Klassiker zuerst: Crème brûlée. Aus sage und schreibe 6 Zutaten – Vanilleschote, Sahne, Milch, Eigelb, Zucker und braunem Zucker – wird mit etwas Geschick, einem Hauch Geduld und viel Liebe die beste französische Nachspeise der Welt. Der Trick: Die Förmchen mit der Crème zum Backen in eine mit Wasser gefüllte größere Auflaufform stellen! Besonders wichtig: Die Karamellkruste! Die solltet ihr am besten mit einem kleinen (Küchen-)Flambierer zaubern, so habt ihr das gleichmäßige Karamellisieren des Zuckers am besten im Griff und kommt so zum perfekten „Die fabelhafte Welt der Amelie“-Moment.

Die Crème brûlée ist für Frankreich vermutlich das, was das Franzbrötchen für Hamburg ist. So ungefähr zumindest. Für mich auf jeden Fall. Und was erhalten wir, wenn wir diese beiden süßen Köstlichkeiten miteinander kombinieren? Klar, Crème brûlée mit Franzbrötchen! Mir fehlen die Worte. Süß, Zimt, Sahne, Karamellkruste. Nachmachen, tout de suite!

Schokoholics unter euch? Dann kommt hier die ideale Crème brûlée-Variante für euch: Schokoladen-Crème brûlée mit Johannisbeeren. Die Creme wird durch Zartbitterschokolade und Kakao vollmundig schokoladig. Natürlich darf auch hier die Karamellkruste aus braunem Zucker nicht fehlen. Und als kleine Garnitur gibt’s in süßer Erdbeermarmelade gerührte Johannisbeeren. Lecker, yummy, délicieux.

Rien ne va plus, ihr Lieben, mir bleibt nichts mehr zu sagen. Außer vielleicht eins: Probiert es aus! Holt euch ein Stück Frankreich nach Hause. Schnappt euch eure Rührschüsseln, Tarteformen und Crème-brûlée-Flambierer, genießt ein Glas Wein (frz. „vin“) dazu und schmeißt die neue Christine and the Queens-Platte, Frankreich-Playlist auf Spotify oder den fabelhaften „Die fabelhafte Welt der Amelie“-Soundtrack an und lasst dieses besondere französische Flair einfach auf euch wirken. Au revoir.

Noch mehr französisch angehauchte Rezepte, gibt’s hier: