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LIFESTYLE

Food diary – Meal Prep at its best!

Redakteurin Alisa macht die Türen zu ihrem Kühl- und Küchenschrank auf und zeigt, was sie zwischen Schreibtischsitzung und Meeting alles isst. In ihrem Essenstagebuch könnt ihr nachlesen, was an einem vollen Arbeitstag auf ihrem Teller landet – Rezepte inklusive.

Alisa
Ein Artikel von Alisa

Wenn Food-Editorin Alisa nicht gerade ungeschickt Stäbchen in vietnamesische Bùn steckt, erzählt sie am liebsten von ihren nachhaltigen Food-Entdeckungen. Ihr Talent: wichtige Themen mit Witz rüberbringen.

Bevor ich die Türen zu meinem Kühl- und Küchenschrank weit öffne und euch einen Einblick in meinen – mal mehr mal weniger strukturierten – (Essens-)Alltag gebe, muss ich eines festhalten: Ich bin nicht der geborene Meal Prepper. Und das sage ich nicht, um am Ende meines 3-Tages-Trips in Sachen Kreativität, Vorbereitung und Geschmack Lob zu kassieren. Nein, denn ehrlicherweise ist es so, dass ich am Morgen häufig während des Zähneputzens gefrorenes Obst in meinen Mixer schmeiße, um fünf Minuten später immerhin mit einem – zugegebenermaßen extrem leckeren – Smoothie aus dem Haus zu gehen. Nicht selten suche ich aber auch in der Bahn Richtung Arbeit in meinem Portmonee nach Kleingeld – für eine Frühstücksbrezel. Oder ich esse... einen Müsliriegel. Ja, so gut bin ich organisiert.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe mir wirklich Mühe gegeben! Also lasst euch inspirieren und seid nachsichtig, wenn mein Meal Prep Game nicht immer perfekt läuft. 

Food Diary: Tag 1

Montag, Tag 1 der Mission "Ich-halte-alles-fest-was-ich-esse". Auch wenn es aufgrund des vorherigen Absatzes nicht klar sein mag, mein Frühstück ist mir heilig. Dafür räume ich mir jeden Morgen, nachdem ich im Büro die ersten Tasten gedrückt habe, ein kleines Zeitfenster ein. An 8/10 Tagen ( an Tag 9 gibt es den Smoothie, an Tag 10 die Brezel) habe ich zarte Haferflocken im Gepäck – für Haferbrei. Wer jetzt die Hoffnung hat, bei mir vorbereitete Overnight Oats zu finden, den muss ich enttäuschen. Ich fülle meine mitgebrachten Flocken in der Regel in eine Schale und schiebe sie für 90 Sekunden in die Mikrowelle. Banane schneiden, Ahornsirup drüber, fertig! Für die Mission habe ich mich an dieses Rezept gewagt: Haferbrei mit Beeren und Mandelmus – zuhause gekocht und abgepackt.

Meinen Kaffee mit Sojamilch, der mir vor, nach oder während des Frühstücks Gesellschaft leistet, will ich natürlich nicht unter den Tisch fallen lassen. (Foto fehlt)

Brotdose auf und losgelöffelt: Porridge mit Beeren und Mandelmus

Die Stunde zwischen 12 und 13 Uhr ist hart. Das ist die Stunde, in der ich in unregelmäßigen Abständen (wir reden hier von ca. 30 Sekunden-Intervallen) an das bevorstehende Mittagessen denke. Mein Magen knurrt und jeden Tag hört man aus irgendeiner Ecke des Büros ein leises „Ich bin so hungrig". Nicht selten tunke ich noch geschnittene Apfelspalten in helles Mandelmus, bevor ich als Teil der FOODBOOM-Entenfamilie im Gänsemarsch die Treppe zum Mittagsbuffet hoch spaziere. Heute gedulde ich mich allerdings und belade meinen Teller um 13:02 mit Quinoa-Salat. Auch wenn sich für das leibliche Wohl aller Mitarbeiter zwei der lieben Kollegen hinter den Herd gestellt haben, ist dieses Rezept auch das perfekte To-Go-Rezept für alle, die nicht jeden Tag bekocht werden. 

Bunter Quinoasalat für vorbildliche Meal-Prep-Profis

Mit Käffchen Nummer 2 (Käffchen, weil ich bei einer zweiten vollen Tasse Kaffee Herzrasen kriegen würde) halte ich es bis 16:30 Uhr ohne etwas zu snacken aus. Aber dann kommt sie, die geplante Banane. Warum geplant? Es ist Montag. Und Montag heißt Sport. Wie eine Banane aussieht, könnt ihr euch vorstellen.

Nachdem mich meine müden Beine nach dem Training erst durch den Bio-Supermarkt und anschließend nach Hause getragen haben, schmeiße ich in der Küche alles Auffindbare in eine Schale und nenne es "improvisierte Buddha Bowl". Meine immerwährende Liebe gilt dabei dem "Dressing": löffelweise Tahini

Nicht abgebildet, aber dennoch nicht zu verleumden, sind ein oder zwei Löffel (vegane) Nuss-Nougat-Creme. Tag 1 ist vorbei und ich bin ziemlich zufrieden.

So schön kann ein schnelles Abendessen sein: Buddha Bowl mit Kichererbsen

Food Diary: Tag 2

Dienstag. Ich habe mitgedacht – für den Titel der "Meal Prep Queen". In meiner improvisierten Buddha Bowl vom Vorabend war gebackene Süßkartoffel. Ganz nach dem Motto #mealprepatitsbest habe ich zusätzlich eine ganze Süßkartoffel aufs Blech gelegt, die ich heute früh aufschneide und mit Banane, Heidelbeeren, Nussmus und Ahornsirup fülle. Ungefähr so: Süßkartoffel mit Nussmus. Ab in die Brotdose und off weg go! Auf der Arbeit wird genüsslich gefrühstückt – selbstverständlich mit Kaffee.

Mandelmus, Cashewmus, Haselnussmus? Ihr habt die Wahl.

In der Mittagspause gibt es Pasta. Yes! Pasta mit Tomatensauce oder Pasta mit selbstgemachtem Pesto mit Rucola? Ein bisschen von beidem.

EInmal gemixt, könnt ihr das Pesto in ein verschließbares Glas füllen und kühl lagern.

Zurück am Schreibtisch muss eine Packung Reiswaffeln mit Schokolade dran glauben. Fällt das noch unter Meal Prep? Dazu kommt, dass ich am Abend auch noch mit meinen Freundinnen zum Essen verabredet bin. Wie soll es auch anders sein, bestellen wir beim Hipster-Asiaten all-you-can-roll-Sommerrollen. Darf man am Dienstag schon wieder ein Bierchen trinken? Ja, oder?

Ob meine Sommerrollen so schön aussahen, scheint fragwürdig.

Food Diary: Tag 3

Mittwoch. Es ist der Tag der Brezel. Nein, es ist der Tag der ZWEI Brezeln. Ja, und an diesem Morgen besorge ich sie nicht einmal selber, sondern schicke meiner Kollegin eine Push-Nachricht: „Zwei Brezeln, bitte, danke!“ Kaffee? Was für eine Frage!

Von mir für euch: Mein täglicher Kaffee mit Soja-Milchschaumteppich

Zwei Brezeln sind nicht genug. Um Punkt 13 Uhr gibt es Mittagessen. Auch wenn ich nicht am Abend zuvor gekocht, Brotdosen befüllt und in der Pause den Timer der Mikrowelle angestellt habe, ist dieses Freestyle-Rezept perfekt geeignet für die Meal Prep-Fraktion: Curry mit Reis. Welches Curry in eure Lunchbox einziehen darf, ist dabei euch überlassen. Hauptsache die Box hält dicht!

Kamera selbst gezückt: Süßkartoffel-Curry mit Reis

Was kommt zwischen Mittag- und Abendessen? Genau, ein Snack. Und zwar ein Keks (nach dem anderen). Allerdings habe ich die Packung auch gerade einmal selbst gekauft. To-Do für den anstehenden Abend: Kekse selber backen.

Keks oder Pacman? Ganz egal, hauptsache lecker.

Auf dem Weg nach Hause lege ich einen Zwischenstopp beim asiatischen Supermarkt ein. Nein, von modern asiatischer Küche bekomme ich ganz offensichtlich nicht genug. Auf dem Kassenband landen Reisbandnudeln, Sojasauce und Koriander für eine Reisnudelbowl mit Tofu und Erdnusssauce (Das Beweisfoto liegt vor!). Bevor ich mein Food Diary beende, gebe ich noch einmal alles. Während die doppelte Menge marinierter Tofu im Ofen backt – eine Portion für den nächsten Tag – mische ich in einer Schüssel alle Zutaten zusammen für selbstgemachte Schoko-Crossies. Einfach gut!

Ein letztes Mal den Auslöser gedrückt: Reisnudelsalat mit gebackenem Tofu und Erdnusssauce

PS: Es ist übrigens gar nicht so einfach, alles zu dokumentieren, was man isst! Deshalb: Ich will nicht ausschließen, dass ich hier und da ein paar Stückchen Schokolade, einen Löffel Nussmus oder ein Stückchen Obst vergessen habe.