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LIFESTYLE

#BFF: Frucht-Kombis mit Dreamteam-Potenzial

Pfirsich und Maracuja, Kirsche und Pflaume, Blutorange und Himbeere - diese Früchte sind schon für sich unwiderstehlich. Als Pärchen sind sie aber unschlagbar. Deshalb haben wir die Dreamteams gemeinsam mit Schwartau in drei leckere Konfitüren verwandelt. Mit denen verleiht ihr euren Gerichten ganz easy das gewisse Etwas. 

Was wäre Camembert ohne Preiselbeeren oder Kaiserschmarrn ohne Pflaumenmus? Richtig, langweilig. Früchte sind die Geheimzutat oder auch der Superstar von unglaublich vielen Gerichten. Wenn ihr also etwas Besonderes auf den Tisch bringen möchtet, holt euch fruchtige Unterstützung!​

Früchte wollen aber gekonnt eingesetzt und kombiniert werden, denn jede hat ihren ganz eigenen Charakter und verleiht euren Gerichten einen ganz besonderen Dreh - von klassisch bis exotisch. Was also können unsere sechs Auserwählten? Woher kommen Maracuja, Blutorange und Co. eigentlich, worauf müsst ihr beim Kauf oder der Lagerung achten und wozu passen sie am besten? Das erfahrt ihr hier:

Die Exoten: Pfirsich und Maracuja

Gut, ganz so exotisch ist der Pfirsich heute nicht mehr. Er stammt zwar ursprünglich aus China, wird aber schon seit Jahrhunderten in Europa angepflanzt, auch in Deutschland. Aber die Kombination aus Pfirsich und südamerikanischer Maracuja schmeckt einfach nach Sommer und Urlaub ganz weit weg. 

Tarte Tatin: klassisch mit Apfel, raffiniert mit Pfirsich

Pfirsich - der Dessertklassiker

Wer hätte das gedacht: Der hübsche Pfirsich gehört zu den Rosengewächsen (kein Scherz!) und wird auch „Persischer Apfel“ genannt. Seine Schale ist samtig und meist nur einseitig rot gefärbt - nämlich dort, wo er die meiste Sonne abbekommen hat. Reife Pfirsiche haben festes, süß-saftiges Fruchtfleisch, ihr erkennt sie an ihrem aromatischen und süßlichen Geruch. 

Am besten greift ihr zu Pfirsichen mit einer prallen und heilen Haut. Die Früchte sind sehr druckempfindlich, deshalb solltet ihr zärtlich mit ihnen umgehen. Pfirsiche reifen bei Zimmertemperatur noch etwas nach, reife Früchte fühlen sich im Gemüsefach des Kühlschranks wohl und halten sich dort bis zu vier Tage.

Natürlich sind Pfirsiche eine beliebte Zutat fürs Dessert, aber auch im Salat machen sie sich sehr gut. Nüsse wie Mandeln, Kokosnuss, Walnuss oder Pistazie passen ebenfalls gut dazu. Doch so richtig verführerisch wird der Geschmack des Pfirsichs erst mit seiner Traumpartnerin, der Maracuja.

Maracujas sind unglaublich erfrischend - und deshalb perfekt für prickelnde Sommergetränke!

Maracuja - die Vielseitige

Rein äußerlich ist die Maracuja nicht gerade eine Beauty-Queen. Aber ihre inneren Werte sind allzu verführerisch. Das gelb-orangene Fruchtfleisch mit bis zu 200 essbaren (!) Kernen schmeckt erfrischend-säuerlich - und vor allem exotisch. Übrigens: Je schrumpeliger (sprich unschöner) die Schale ist, umso süßer schmeckt das Innere. 

Ursprünglich stammt die Maracuja, die wir auch als Passionsfrucht kennen, aus Mittel- und Südamerika und wird vor allem in Brasilien und Peru angebaut. Dort wird sie das ganze Jahr über geerntet. Im gut sortierten Supermarkt werden Maracujas stückweise verkauft. Einmal zu Hause angekommen, halten sich die Früchte bis zu acht Tage - am besten bei Zimmertemperatur, sie sind schließlich Exoten! Bereits ausgereifte Früchte bleiben sogar noch länger frisch, wenn ihr sie im Kühlschrank aufbewahrt.

Die Maracuja schmeckt pur schon ziemlich gut - einfach halbieren und auslöffeln! Da ist kein Waschen, Verlesen etc. nötig. Falls ihr kein Fan der Kerne seid, könnt ihr das Fruchtfleisch aber auch durch ein Sieb passieren und mit dem Saft zum Beispiel Joghurt oder Desserts verfeinern. Generell verträgt sich die fruchtige Säure der Maracuja sehr gut mit Milchprodukten jeder Art, dabei reicht die Palette von Joghurt und Sahne über Panna Cotta und Cheesecake bis zu kräftigem Käse, zum Beispiel Blauschimmelkäse.

So richtig spannend wird es aber erst, wenn Maracuja auf Pfirsich trifft - die perfekte Verbindung aus süß und sauer!

Die Leidenschaftlichen: Blutorange und Himbeere

„Sexy Früchtchen!“ oder woran denkt ihr beim saftigen Pink der Himbeere und dem satten Rot-Orange der Blutorange? Natürlich sehen die beiden Früchte nicht nur gut aus, sie ergänzen sich auch geschmacklich optimal.

Himbeeren sind nicht nur toll in Süßspeisen, sondern auch eine säuerlich-fruchtige Ergänzung zum Salat

Himbeere - die Empfindliche

Sie sehen schon sehr niedlich aus, mit ihren rosaroten Kügelchen und der feinhaarigen, samtigen Haut. Außerdem schmecken Himbeeren schön süß mit einer leicht säuerlichen Note. 

Trotz ihres Namens ist die Himbeere gar keine echte Beere, sondern sie gehört zu den Sammelsteinfrüchten und ist mit der Rose verwandt. In Deutschland werden Himbeeren zwischen Juni und September geerntet. Wenn ihr sie im Supermarkt kauft, solltet ihr sie am besten noch am gleichen Tag essen. Denn Himbeeren sind sehr druckempfindlich, mögen es nicht zu warm und schimmeln oft schneller als einem lieb ist. Wenn ihr sie im Kühlschrank aufbewahrt, halten sie sich zwei oder drei Tage lang. Feuchtigkeit und Enge mögen Himbeeren überhaupt nicht. Wenn ihr sie also nicht direkt genießt oder weiter verarbeitet, solltet ihr sie lieber einfrieren.

Übrigens: Da Himbeeren an Sträuchern wachsen, müsst ihr sie nicht unbedingt waschen. In der Regel reicht es, sie mit den Fingern zu verlesen und schimmelige Früchte und Blattgrün auszusortieren. Wenn ihr sie trotzdem lieber waschen wollt, könnt ihr sie vorsichtig in einer Schüssel mit Wasser schwenken und portionsweise in einem Sieb abtropfen und anschließend auf Küchenpapier trocknen lassen.

Ob süß oder herzhaft – Himbeeren sind vielseitig einsetzbar: in Müslis, zu Joghurt oder Quark, im Tiramisu, auf Kuchen, in Smoothies und Shakes, heiß zu Eis, Parfait oder als süße Komponente im Salat (die ganzen Früchte oder als Himbeeressig). Himbeeren schmecken auch hervorragend zu Rucola, Spargel und Geflügel - und natürlich zur verführerischen Partnerin in Crime, der Blutorange.

Sind sie nicht hübsch? Aber Blutorangen sehen nicht nur gut aus, sie haben auch ein ganz besonderes Aroma!

Blutorange - die Beerige

Blutorangen haben meist eine orange bis rote Schale und - wie sollte es anders sein - ein dunkelrotes Fruchtfleisch, von dem auch ihr Name stammt. Ihre glatte Schale variiert in Dicke und Farbe, je nach Sorte. Bei der Farbe des Fruchtfleisches wird es besonders naturwissenschaftlich: Für das dunkle Rot ist der enthaltene Stoff Anthocyanin verantwortlich. Je stärker die Temperaturen in der Umgebung während des Reifens der Frucht schwanken, desto höher ist der Anteil des Anthocyanins. 

Generell haben Blutorangen einen saftigen, etwas herben und weniger säuerlichen Geschmack als ihre Verwandten, die "normalen" Orangen. Ihr Fruchtfleisch schmeckt umso süßer, je dunkler es ist und erinnert manchmal sogar etwas an Beeren. 

Blutorangen stammen aus Sizilien und genau das macht sie so besonders. Denn hier erhalten sie durch die starken Temperaturschwankungen zwischen Winter und Frühsommer die dunkle Farbe ihres Fruchtfleisches. 

Beim Kauf solltet ihr darauf achten, nur Blutorangen mit fester Schale und ohne braune Stellen auszuwählen. Bei Zimmertemperatur halten sich die Früchte dann ungefähr eine Woche - im Kühlschrank sogar um die drei Wochen. Einen Saft aus den Früchten zu pressen geht natürlich immer. Filetiert sieht die Blutorange zum Beispiel in Desserts gut aus - und schmeckt noch besser. Aber auch in Gebäck wie Tartes, im Frosting von Cupcakes, zu Käseplatten oder in Drinks mit Champagner oder Grand Manier macht sich die Blutorange extrem gut.

Die Klassiker: Kirsche und Pflaume

Aus der deutschen Küche ist dieses Duo kaum wegzudenken. Einzeln sind beide vielseitig und machen sich sowohl zu Süßem als auch Deftigem gut. Aber gemeinsam sind Pflaume und Kirsche ein Traum in Lila.

Saftig rote Bonbons aus der Natur - Kirschen sind unschlagbar in Desserts, Salaten oder einfach pur

Kirsche - der Frucht-"Snack"

Der Geschmack von Sommer ganz kompakt: klein, fast schwarz und meist im praktischen Doppelpack. Die Rede ist natürlich von der Kirsche. Sie gehört zum Steinobst und stammt ursprünglich von der (giftigen) Vogelkirsche aus dem Kaukasus ab. Es gibt sie in rund 1.000 unterschiedlichen Varianten, mal mit hellroter Schale bei den Amarellen, mal in lila-schwarz bei den Weichseln. Wie so oft sind die dunkelsten Exemplare auch hier die süßesten. 

Von Juni bis Juli ist Kirschensaison. Aber egal, ob ihr sie auf dem Markt kauft oder selbst pflückt: Die Früchte sollten immer prall und unbeschädigt sein - also ruhig mehr als einmal umdrehen, bevor sie in euren Korb wandern. Da Kirschen oft mit Pestiziden gespritzt werden, solltet ihr sie vor dem Verzehr außerdem gründlich waschen. Am Besten halten sie sich dann, gemeinsam mit ihrem Stiel, im Kühlschrank. Nach zwei bis drei Tagen verlieren die Kirschen dort allerdings ihr Aroma. 

Übrigens: Die Früchte lassen sich (ohne Stein) sehr gut einfrieren! Dort halten sie sogar bis zu einem Jahr. Das Entsteinen ist zwar lästig, geht aber leichter, wenn die Kirschen vorher kurz im Gefrierschrank gewesen sind. Wenn ihr größere Mengen Kirschen verarbeiten möchtet, lohnt sich außerdem ein Entsteiner. Damit ist die Arbeit etwas weniger fummelig als mit dem Messer und die Kerne fliegen nur so aus dem Fruchtfleisch.

Kirschen sind ein Marmeladen- und Einmach-Klassiker, fühlen sich aber auch in Kuchen und Desserts sehr wohl. Sauerkirschen sind im erhitzten Zustand besonders aromatisch, allerdings gehen durch die Hitze viele der wertvollen Inhaltsstoffe flöten. Normale Kirschen schmecken zum Beispiel in Joghurt oder zu Salaten.

Wem läuft hier nicht das Wasser im Mund zusammen? Pflaumen können aber noch viel mehr, als sich im Kuchen zu verstecken ...

Pflaume - die Artenreiche

Die Pflaume ist eine wirklich vielfältige Frucht - ursprünglich stammt sie aus Asien, weltweit gibt es rund 2.000 Sorten. Pflaumen erkennt man an ihrer dunkel-violetten Farbe und einer Art „Naht“ an der Seite. Im Gegensatz zur Zwetschge (einer Unterart der Pflaume) sitzt ihr Fruchtfleisch fester am Kern.

Die Saison für Pflaumen liegt hierzulande zwischen August und September. Sind sie reif, haben sie eine dunkle, rotbläuliche Farbe und einen angenehmen Geruch. Im Kühlschrank bleiben Pflaumen bis zu sieben Tage haltbar. Da sie aber schnell Gerüche von anderen Lebensmitteln annehmen, sollten sie zum Beispiel keine zu enge Bekanntschaft mit Kohl oder Gurken machen. Übrigens: Wenn man Pflaumen vor dem Lagern entkernt, erhöht sich ihre Haltbarkeit.

Besonders im Spätsommer und Herbst sind Pflaumen in Kuchen und Kompott sehr beliebt - und mit Zimt ein absoluter Traum. Sie passen aber auch zu Fleisch oder schmecken eingelegt. Ihr solltet sie bloß nicht zu lange garen, damit sie nicht ihren Geschmack verlieren.