Klassische Donauwelle

Omas Donauwelle mit all ihren Tipps und Tricks

Du hast noch nie Donauwelle gemacht? Ist ja auch ganz schön schwer ... Papperlapapp! Wir haben Omas Grundrezept mit all ihren Tipps und Tricks

Sina, Redaktion

Ich mag keine Torten. Zu viel Sahne. Zu viel Zucker. Und überhaupt viel zu viel Aufwand. Komischer Einstieg, oder? Wo es doch hier um DIE Torte schlechthin geht. Aber wie heißt es so schön „Ausnahmen bestätigen die Regel“. Und meine kleine, aber feine Ausnahme ist eben die Donauwelle. Ich liebe Donauwelle. So sehr, dass ich sie mir jedes Jahr zum Geburtstag wünsche. Und auch nur dann. Früher von Oma, heute von Mama. Selber gebacken habe ich – lasst mich kurz überlegen – jene Tortenschönheit noch nie so richtig. Ja, immer mal wieder bei Mama über die Schulter geguckt, mehr auch nicht. Aber das soll sich ändern. Denn dieses Jahr – ich in Düsseldorf, Mama zu Hause – gab es keine Donauwelle zum Geburtstag. Im nächsten Jahr dann hoffentlich schon. Im Zweifelsfall von mir.  

Die Basis: Der Boden

Eigentlich überhaupt nicht verwunderlich, dass ich Donauwelle so gerne mag. Ist der Boden doch nichts anderes als ein von Kirschen getoppter Marmorkuchen. Sprich ein heller und dunkler (Rührteig), der – nein, nicht in einer Springform – sondern auf dem Blech gebacken wird. Davor kommen aber noch ein paar Kirschen auf den Teig. Schmeckt ja auch viel besser. Und sorgt für die Wellen der Donauwelle. Ja, ehrlich! Einfach die Kirschen ganz leicht in den Teig drücken und schon bekommst du diese schönen Wellen. Nix da mit Swirlen oder Klecksen. Die Kirschen sind schuld ...

Die Kirschen sind für die Wellen in deiner Donauwelle verantwortlich.

Wie lange backen?

Der Boden wird gebacken. Der Rest der Donauwelle nicht. Wie lange er in den Ofen kommt? Das ist von Ofen zu Ofen verschieden. Aber wie bei fast allen Rührkuchen gilt: Lieber zu früh als zu spät aus dem Ofen nehmen. Denn nichts ist schlimmer als ein staubtrockener Boden. Und damit dir das nicht passiert, einfach die Stäbchenprobe machen.

Das Herzstück der Donauwelle: Die Füllung

Jetzt kommt das Beste an der Donauwelle – die Buttercreme. Mhhhh ... Ja, ich mag sie wirklich, diese Buttercreme. Sobald ich die Wahl zwischen zwei verschiedenen Stücken habe, entscheide ich mich – na klar – für das Stück mit der meisten Buttercreme. Was da rein kommt? Oh yes ... Butter, ganz viel Butter (ich liebe Butter!). Und natürlich Zucker (wie soll es auch anders sein) und Vanillepudding. Alles miteinander verrühren – fertig!

Das Herzstück der Donauwelle: Buttercreme.

Ohne Buttercreme, aber ...

... mit Pudding

Nichts für mich (ich mag keinen Pudding – also die Konsistenz davon nicht), aber wer ihn mag, für den ist das sicherlich eine prima Alternative zur klassischen Buttercreme. Pudding kochen, auskühlen lassen und wie gewohnt auf den Boden streichen.

... mit Sahne

Zum Glück habe ich im Winter Geburtstag. Im Sommer wäre mir die Kombination aus Butter, Zucker Vanillepudding wahrscheinlich auch zu schwer. Die leichte Alternative Sahne – egal ob im Sommer oder im Winter. Hierfür 2 Becher Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen und auf den Boden streichen.

Der Guss

Und zum Schluss ... Schokolade! Na klar, wie soll es auch anders sein. Aber nur die dunkle! Keine andere kommt mir beim Backen unter die Finger. Am liebsten verwende ich dunkle Schokolade und mische diese mit Kokosfett. So macht es meine Mama. Und die wiederum hat es von Oma (und die muss es schließlich wissen). Du kannst natürlich auch Pflanzenöl statt Kokosfett nehmen. Nur darauf verzichten solltest du nicht. Warum? Weil es deinem Kuchen einen schönen Glanz verleiht. Positiver Nebeneffekt: er lässt sich gleich zwei Mal so gut schneiden. Und das ist bei der Donauwelle gar nicht so einfach.

Wie kommen die Wellen in die Donauwelle?

Doppelt hält bekanntlich besser. Deshalb verpassen wir unserer Donauwelle gleich doppelt Wellen. Einmal im Teig – das habe ich dir ja bereits oben erklärt – und dann noch einmal im Guss. Wie das funktioniert? Einfach mit einem Tortengarnierkamm über die Schokolade streichen und fest werden lassen. Du hast keinen Tortengarnierkamm zu Hause? Macht nichts. Ich auch nicht. Aber eine handelsübliche Gabel tut’s auch.

Du hast keine Teigkarte zu Hause? Mit einer Gabel bekommst du auch die Wellen in deine Donauwelle

Wie die Donauwelle schneiden?

Ich kann’s einfach nicht – wirklich! Egal wann ich es probiere, es geht schief. Also das Kuchenschneiden. Das muss ein unausgesprochenes Gesetz sein. Dabei hat mir meine Mama doch schon so oft gezeigt, wie es geht. Scharfes Messer in lauwarmes Wasser tunken und ab dafür. Eigentlich wird das Spiel schon einen Schritt vorher gewinnen. Das Entscheidende ist nämlich, dass du deine Schokolade mit Kokosfett mischst. Nur so kann diese nicht brechen. Und das tut sie tatsächlich nicht – auch bei mir nicht.

Donauwelle Lagerung & Haltbarkeit

Ja, auch bei mir sind schon das ein oder andere Mal ein paar Stücke Donauwelle übrig geblieben. Man mag es kaum glauben, ist aber so. Gibt es dann einfach einen Tag später zum Frühstück. Und noch einen. Und noch einen ... Ist nämlich bei der Donauwelle gar kein Problem. So lange du sie kühl aufbewahrst – sprich im Kühlschrank. Dann kannst du sie auch noch nach 3-4 Tagen essen.

Donauwelle einfrieren

Frisch schmeckt’s am besten. Machen wir uns nichts vor. Aber ja, du kannst deine Donauwelle auch einfrieren – am besten in etwas größeren Stücken. Und in einem Gefrierbeutel verpackt. Warum? So trocknen die Ränder deiner Donauwelle beim Auftauen nicht aus (du schneidest sie ja vor dem Servieren in kleinere Stückchen).