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Selbst gemachte Chutneys: Das solltet ihr wissen

In Indien gibt es sie in allen möglichen Variationen: Chutneys. Doch was hat es damit auf sich und welche Chutneys passen zu welchen Gerichten? Hier findet ihr die Antworten.

Svenja
Ein Artikel von Svenja

Food-Redakteurin Svenja liebt stundenlange Koch-Experimente. Als Hobby-Selbstversorgerin macht sie viel von der Pike auf selbst & würzt ihre Artikel mit nordischem Flair und How tos.

Das einfachste Gericht kann mit Chutneys zum kulinarischen Ereignis werden. Kein Wunder, Chutneys sind schnell und easy vorbereitet, schmecken herrlich frisch und sind vielseitig in ihrer Aromen-Zusammenstellung und Textur. Doch worum handelt es sich bei Chutneys eigentlich genau und was kann man dazu essen? Außerdem haben wir noch ein kleines Goodie für euch: Etiketten für eure Chutneys zum gratis Download!

Was sind Chutneys und woraus werden sie hergestellt?

Chutneys sind gleichzeitig süß, scharf und sauer eingekochte Saucen auf Basis von saisonalen Früchten oder Gemüsesorten, die in ihrer Textur an Marmeladen erinnern. Je nach Gusto dominiert die Süße, die Schärfe oder die Säure. Ursprünglich stammen Chutneys aus Indien, wo sie frisch zubereitet gerne zu Currys, Dals und Fleisch gereicht werden. Ganz nach den eigenen Vorlieben können sie jede nur gewünschte Geschmacks-Kombo bilden: Ananas-Quitte, Orange-Senf, Mango-Chili, Aprikose-Ingwer, Kürbis-Whiskey – you name it! Je nach Zutat wird das Chutney wie Marmelade eingekocht, oder püriert und frisch serviert. 

Welche Grundzutaten für selbst gemachte Chutneys bieten sich an?

Ihr entscheidet, ob in eurem Chutney das Süße, Saure oder Scharfe dominieren soll.

  • Für natürliche Süße sorgen reife Früchte. Dabei gilt: je reifer desto aromatischer. Sollten eure Früchte noch nicht fertig ausgereift sein, könnt ihr einfach nachhelfen, indem ihr einen Apfel dazulegt. Äpfel verströmen in besonders hohem Maße das Gas Ethylen, welches den Reifeprozess von umliegenden Früchten beschleunigt. Alternativ könnt ihr eurem Chutney auch mit braunem Zucker Süße verleihen. Auch Sirup, Honig oder Agavendicksaft sind gute Süßungsalternativen.
  • Für ein säuerliches Chutney eignen sich Limetten oder Zitronensaft, aber auch kräftiger Essig, wie Apfelessig, Rotweinessig oder süßsaure Varianten wie beispielsweise Himbeeressig.
  • Gegen spicy habt ihr nichts einzuwenden? Na dann greift zu roten Chilischoten, Jalapeños, ein paar Tropfen Tabasco oder Pfeffer!

Zwetschgen-Senf-Chutney - einfach herrlich zu Wild und gebackenem Camembert!

Wozu passen Chutneys?

So vielschichtig ihre Aromen, so vielseitig ist auch das Verwendungsgebiet von Chutneys: Sie passen als Beilage zu klassischen Currys und Dals genauso gut wie zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, Wild, Roastbeef oder kaltem Braten, zu Kartoffeltalern, Pfannkuchen, Milchreis oder Waffeln. Habt ihr sie schon mal zum Burger, Hot dog oder zu unseren Pizzabrötchen mit Pulled Pork gereicht? Chutneys funktionieren nämlich auch als Dipp zu Käse oder auf Sandwiches und belegte Brote und können auch als Saucen zu Fondue, Raclette oder Gemüsebratlingen gereicht werden. Ihr seht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Schon mal Entrecôte mit Rhabarber-Chutney gegessen? Sagenhaft lecker!

Chutneys selber machen – Tipps & Tricks

  • Wenn ihr keine frischen Chutneys zum direkten Verzehr herstellt, sondern einkocht, sind sterilisierte Gläser absolutes Muss! Hierfür verwendet ihr am besten handelsübliche, ofenfeste Marmeladengläser mit Bügelverschluss.
  • Verwendet möglichst frische Gewürze und reife Früchte, die sind intensiver im Geschmack.
  • Nach dem Öffnen von eingekochten Chutneys immer mit einem frischen Löffel servieren und im Kühlschrank aufbewahren.
  • Angebrochene Chutneys halten sich bis zu einer Woche im Kühlschrank.
  • Verschlossene Chutneys sind bis zu sechs Monate haltbar

Marmeladen- und Chutneygläser sterilisieren, so geht’s

Stellt die Gläser ohne Gummiring in einen hohen Topf und füllt ihn mit Wasser, bis die Gläser mindestens zwei oder drei Zentimeter mit Wasser bedeckt sind. Den Topf für ca. 10 Minuten über 70 Grad erhitzen und anschließend mit einer Zange aus dem Topf nehmen. Am besten direkt mit dem frisch gekochten Chutney füllen, sodass wenig Sauerstoff im Glas übrig bleibt, den Gummiring aufsetzen, das Glas luftdicht verschließen und auf den Kopf stellen. So halten sie sich mehrere Monate im ungeöffneten Zustand.

Sterilisierte Gläser sind das A und O für frisch gekochte Chutneys

Chutney-Rezepte

Ihr habt jetzt so richtig Lust auf selbst gemachte Chutneys? Dann guckt euch unsere Chutney-Sammlung an. Von klassischem Mango-Chutney über herbstliches Kürbis-Chutney bis hin zu sommerlichen Erdbeer-Rhabarber-Chutney bleiben keine Wünsche offen! Für mehr Infos zu indischer Küche und indischen Gewürzen einfach hier klicken.