Direkt zum Inhalt
First in Food
MENÜ
Namibia

Austern fischen in Namibia

Die Austern in Namibia sind legendär. Davon wollen wir uns selbst überzeugen und gehen an der Küste der Walvis Bay auf Austernfang.

Raue See und wir mittendrin. Zumindest bald. Die Walvis Bay in Namibia ist vor allem für den größten und bedeutendsten Hafen des Landes bekannt und genau den steuern wir heute an. Wir freuen uns auf frische Seeluft, das Schaukeln auf den Wellen des Atlantiks und Austern. Frische namibische Austern sind ein absolutes MUSS! Wer sich der atlantischen Küste auch nur nähert, wird sie auf jeder Restaurant-Karte finden. Das Verrückte bei der ganzen Sache ist, dass es in Namibia eigentlich gar keine Austern gibt. Die hiesigen Austern-Farmer haben sich vor Jahren fingernagelgroße Pazifikaustern besorgt und bis heute fühlen sich diese hier besonders wohl.

Das liegt zum einen an der perfekten Wassertemperatur und zum anderen an der besonderen Wasserqualität, die der Benguelastrom aus Richtung Antarktis mitbringt. Diese kalte Meeresströmung ist reich an Sauerstoff und Plankton und bietet so ausreichend Nahrung für allerlei Meeresbewohner. Die Austern fühlen sich hier sogar so wohl, dass sie in Rekordzeit wachsen. Wo andere Austern bis zu 3 Jahre brauchen, um auf einer Meeresfrüchte-Platte zu landen, braucht die namibische Auster nur 1 Jahr. Das macht sie neben der herausragenden Qualität natürlich auch günstiger. Kein Wunder also, dass europäische Länder wie Frankreich ein generelles Einfuhrverbot dieser Austern erwirkt haben und somit dieses Geschmacks-Erlebnis vorerst nur Namibia-Reisenden bleibt.

Austern aus Namibia Die Austern aus Namibia sehen zunächst einmal nicht anders aus als europäische Austern ...

Also raus aufs Meer! Die Crew erwartet uns bereits auf offener See und fährt mit uns zu kilometerlangen Austernbänken. Die einzelnen Körbe werden regelmäßig zur Kontrolle aufs Boot gehievt und wir dürfen bei dieser Gelegenheit unser erstes Paar frische namibische Austern schlürfen. Die namibische Auster unterscheidet sich von außen erstmal gar nicht von den üblichen Verdächtigen, aber geöffnet erwartet uns ein recht kompaktes und muskulöses Portiönchen Muskelfleisch. Das ist ungewöhnlich und macht das Schlürfen dieser Auster gar unmöglich, da der Inhalt eher einem kleinen Stück Hühnerbrustfilet ähnelt und nicht so geschmeidig den Gaumen herunterrutscht.

Namibische Austern öffnen ... doch wenn man sie öffnet, bietet sie eine ordentliche, feste Portion Muskelfleisch
Fischer in Namibia Die Fischercrew bereitet uns optimal auf den Austernfang vor

Eine solch feste Konsistenz haben wir noch nie bei Austern vorgefunden und für Olaf war sie genau nach seinem Geschmack. Salzig, aber nicht zu salzig, mit feiner Meeres-Note. So muss eine gute Auster schmecken! Da erübrigt sich die Frage, wer da an der Küste groß geworden ist... Am Ende des Tages sind wir alle sehr zufrieden: Es war ein richtig genialer Ausflug begleitet von Seehunden, Pelikanen, einer sehr netten Fischer-Crew und den wohl fleischigsten Austern der Welt!

Mehr zu Namibia

Ihr wollt mehr über unsere Reise durch Namibia erfahren? In unserem aktuellen Heft gibt es eine fette Namibia-Reportage und für richtig Reiselustige gibt es unser Reisetagebuch mit Videos, Rezepten und jeder Menge Fotos! Außerdem (und jetzt haltet euch fest) haben wir ein fettes Namibia-Gewinnspiel für euch!