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KOLUMNE

Vom Sinn und Unsinn des Lebens

FOODBOOM-Redakteurin Alisa probiert's aus und berichtet. Das Ergebnis? Kleine Anekdoten zum Schmunzeln, zum Weinen (manchmal vor Lachen) und zum Nachdenken.

von ALISA VOLTERMANN


Erst findet man mich schwierig. Dann mag man mich. So funktioniert das meistens, wenn ich neue Leute kennenlerne. (Nicht immer. Manche mögen mich auch nach Monaten nicht. Aber hey!)

Was vielen Menschen in meinem Umfeld auch ein Rätsel ist? Dass ich etwas an meinem Leben ändere, wenn es mir zu langweilig wird. Ich nenne das überlegt impulsiv. Dabei scheint es – auch für mich – wohl manchmal fragwürdig, wie einfach ich mich von den (un-)sinnigsten Ideen anstecken lassen kann: Stoße ich beispielsweise auf einen gut recherchierten Artikel über die endlose – und vor allem unnötige – Verschwendung von Lebensmitteln, tippe ich fünf Minuten später wie eine Wahnsinnige in die Google-Suche die Frage nach nachhaltigem Obst- und Gemüseanbau ein. Diskutiere ich mit meinen Freundinnen über gesunde Ernährung, suche ich noch in der nächsten Stunde nach einem schicken Saftladen, der mich mit einer qualvollen Detox-Kur versorgt. Aber bitte in Glasflaschen und ohne Strohhalm! Und stolpere ich über eine fesselnde Dokumentation, die sich mit den furchtbaren Auswirkungen von Plastik auseinandersetzt, möchte ich am liebsten binnen einer Woche auf einen Zero Waste Lifestyle umstellen. Klar, manch einer mag mich dumm von der Seite anschauen, aber ab und an muss ich mich dann auch über eine adrett gekleidete Frau in der Obstabteilung aufregen, die ihre Bananen ganz selbstverständlich in eine Plastiktüte packt. Mensch, DIE HABEN EINE SCHALE!

Ich habe sicherlich kein Talent zum Supertalent. (Aber mal ehrlich, wer will schon zu RTL?) Ich bin sogar ziemlich normal. Und echt fein damit. In Sachen Nachhaltigkeit gebe ich mir trotzdem echte Mühe. Und je länger ich Kaffeebecher aus Bambus verwende und beim Einkaufen meine unzähligen Jutebeutel aus meinem Rucksack krame, desto mehr bestätigt sich: Es lohnt sich, den (un-)sinnvollen Ideen nachzugehen, die durch Artikel, Diskussionen und Dokumentationen angestoßen werden. Sie sind mein feiner Beitrag.

Was ihr hier erwarten könnt? Eins ist sicher: Keine gescreenshoteten Instagramposts voller emotionaler Lebensweisheiten, mit denen man beim nächsten Gespräch ganz beiläufig einen smarten Eindruck macht. Die nerven. Eher kleine Anekdoten einer 25-Jährigen – immer auf der Suche nach Ja-nach-was-suche-ich-überhaupt. Den kleinen und großen Weltverbesserungsideen. Mit dem kleinen und großen Witz.

Es ist ja so: Erfahrungen teilen sorgt für Diskussionen, sorgt für Aktionismus, sorgt für Veränderungen. You know the drill! Klar, eckt man damit schon mal an. Und deswegen entschuldige ich mich schon jetzt dafür, dass meine Erfahrungen nicht immer den euren entsprechen werden (Wir wollen hier ja auch nicht das Unmögliche möglich machen.) Doch ich bin mir sicher, dass ein Einblick in meinen wilden Kopf den ein oder anderen von euch inspiriert. Oder zumindest zum Schmunzeln bringt. Also: Let’s do this! Denn ich hab’ da mal was ausprobiert…

PS: Single bin ich auch. Und für Date-Anfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. (Außer, du hast bei Tinder ein Profilbild, auf dem du in Thailand auf einem Elefanten reitest. Oder in Marokko auf einem Kamel. Das ist nicht cool!) Denn Dates sind fantastische Grundlagen für mal mehr, mal weniger spannende und lustige Anekdoten – oder zumindest eines von beiden.